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unredliche_magd

Zigarettenkonusm und ungewollte Schwangerschaft gehen bei jungen Mädchen oft Hand in Hand!

Liebe Mitmenschen,

viele von Ihnen wissen, dass ich jeden Sonntagnachmittag in einem nahen öffentlichen Park spazieren gehe, oft sogar ohne Aufsicht des Heimpersonals. An einem Teiche sah ich dort ein Mädchen herumlungern, das zwischen 13 und  15 Jahre alt gewesen sein mochte, und das Erschreckende dabei war, dass das junge Ding deutlich sichtbar eine Schachtel Zigaretten in den Händen hielt. Ich ging auf die Heranwachsende zu und fragte: „Sind die für deinen lieben Herrn Papa?“

„Nee, nicht für meinen Alten. Was geht dich das überhaupt an?“, meinte das dumme Gör daraufhin im frechen Ton. So sind einige Jugendliche heutzutage: bezeichnen ihre Eltern als Alter oder Alte! Die Eltern ziehen diese Rotzlöffel groß, finanzieren deren unsinnige Spielereien, und müssen sich dann so etwas anhören.

In mir kam der schlimme Verdacht auf, dass das Kind die Zigaretten selbst rauchen wollte, darum entwickelte ich einen Plan, den ich sofort in die Tat umsetzte. Ich verbarg mich hinter einem Holunderstrauch, wartete bis das Mädchen ebenfalls losging – und folgte ihm dann unauffällig. Flink setzte ich noch meine Sonnenbrille auf, um nicht wiedererkannt zu werden. Das junge Fräulein erreichte bald eine Bank, auf der vier weitere Jugendliche herumlümmelten. Es waren ausschließlich männliche Jugendliche, und „natürlich“ saßen sie nicht anständig auf der Bank, sondern oben auf der Sitzlehne, während sie ihre schmutzigen Schuhe auf der regulären Sitzfläche platziert hatten.

Das Mädchen zündete sie sich nun eine Zigarette an, und auch die anderen erhielten jeweils eine Zigarette. Alle qualmten, lachten und spielten zugleich mit ihren „Smartphones“ herum. Jetzt reichte es mir endgültig. Beherzt ging ich auf die Bank zu. „Setzen Sie sich gefälligst vernünftig hin!“, wollte ich mit fester Stimme sagen. Aber an diesem Tage schien ich sehr heiser zu sein und brachte keinen Ton hervor. Stattdessen holte ich fünf jener Merkblätter aus meiner Manteltasche, von denen ich immer einige Exemplare bereithalte:

Kaplan_Warnung

Merkblatt für Jugendliche. Vervielfältigen und verbreiten ausdrücklich erlaubt!

Zwei der jungen Männer nahmen sogar ein Blatt entgegen und begannen es zu lesen. Ein anderer jedoch fing zu pöbeln an – dass ich ihn in Ruhe lassen solle mit „so einer verf…kten Sche.ße“. Ich fand meine Stimme wieder und erklärte dem Rabauken, dass Zigarettenkonsum nach einigen Jahren Raucherbeine verursacht, selbige röchen schlecht und gehen könne man man mit denen auch nicht besonders ordentlich. Da brüllte der Bub los: „Um meine Beine musst du dir keinen Kopp machen, Opa, weil nächstes Jahr biste nämlich tot … wirst von den Würmen gefressen, weiste?!“ Der Junge, der neben ihm saß, begann hässlich zu lachen und schlug seinem Kumpan begeistert auf die Schulter.

Den anderen schien die dumme Bemerkung eher peinlich zu sein. Ich konnte mit ihnen sogar noch vernünftig über die Gefahren des Rauchens diskutieren, und sie versprachen mir überdies, mit dem ungesunden Verhalten aufzuhören! Nun, dies werde ich natürlich zu gegebener Zeit überprüfen. Meine redliche Tat bewirkte wieder mal etwas Gutes! Machen Sie es einfach wie ich! Verteilen Sie Merkblätter an Jugendliche über die Gefahren des Nikotinkonsums; diskutieren sie mit ihnen darüber. Die meisten wissen nicht was sie tun, da es ja noch Kinder sind. Lassen Sie sich nicht von anfänglichen „Frotzeleien“ irritieren, denn mein Erlebnis zeigt, dass es sich durchaus lohnt!

Mit redlichem Gruß
Ihr Johannes Kaplan

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