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So ist es falsch: Dieses Mädchen macht einen Diener statt einen Knicks!

Leider sind die Zeiten vorbei, in welchen man sich redlich verhielt. Mit dieser Beitragsreihe möchte ich Sie wieder zurück zu den guten Sitten führen!

Wie war es damals, als Tante Betti noch lebte? Der Bub trug einen blauen Matrosenanzug und das Mädelein ein rosa Plüschkleidchen. Auch wurden früher die Umgangsformen eingehalten. Oder sehen Sie heute noch einen Buben, der redlich einen Diener bzw. ein Mädelein, das einen redlichen Hofknicks zur Begrüßung einer erwachsenen Person macht?

So ist es richtig: Dieser Junge macht vor dem alten Herren einen unterwürfigen Diener!

Besonders am Sonntag sollte man sich redlich bekleiden. Viele tragen da einfach nur einen Jogginganzug oder nur ein Unterhemd oder laufen gar den ganzen Tag im Schlafanzug rum! An folgender Tabelle können Sie sich orientieren und sehen, wie sich ein redlicher Mensch bekleidet:

Korrekte Bekleidung am Sonntag für…

…den Herren

…den Buben

…die Dame

…das Mädelein

– weißes Hemd
– blaue Krawatte
– Nadelstreifenanzug (samt Hose)
– Hut
– einen blauen Matrosenanzug
– eine Matrosenmütze
– weiße Bluse
– blaue Stoffhose
– Hut mit einer Blume dran
– rosa Plüschkleidchen
– rosa Söckchen
– im Haar eine weiße „Schleife“

Wie begrüßt man am Sonntag eine Person?

Ein lapidares „Hallo“ ist unredlich. Um die guten alten Verhaltensregeln wieder einzuführen, sollte wenigstens am Sonntag der Bub einen Diener und das Mädelein einen Hofknicks machen, um eine erwachsene Person zu begrüßen. Dabei sollen sie sagen: „Gott zum Gruße, gnädige Dame/gnädiger Herr!“

Kinder und Jugendliche haben stets die Erwachsenen zu grüßen, bevor selbige etwas sagen!

Ein männlicher Erwachsener grüßt eine Dame, indem er seinen Hut abnimmt und dann „Gott zum Gruße, gnädige Frau!“ ausspricht. Danach darf der Herr wieder seinen Hut aufsetzen. Grundsätzlich grüßt der Herr zunächst die Frau. Die Frau beantwortet diesen Gruß mit einem Hofknicks und sagt zu dem Herren: „Ihnen auch Gott zum Gruße!“

Wie soll man den Sonntag gestalten?

Um 6.18 Uhr aufstehen, redlich frühstücken (Müsli!). Der Sonntagmorgen sollte dem Kirchgang dienen. Mittags nimmt man ein redliches Mahl (Haferschleimsuppe) ein. Als Nachtisch gibt es „Birne Helene“. Danach macht man einen Mittagsschlaf (max. 1,153 Stunden) und am Nachmittag geht man in den Stadtpark die Enten füttern. Am Abend liest man gemeinsam ein gutes Buch. Am besten ist, der Herr liest der Dame daraus vor!

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