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johannes-kaplan-strasse

Eine „Johannes-Kaplan-Straße“ wäre eine löbliche Errungenschaft!

Liebe Leserinnen und Leser,

heute möchte ich Ihnen erneut von einem Abenteuer aus jener Zeit berichten, als ich noch ein recht ungestümer Wildfang war. Bevor Sie sich wieder aufregen, möchte ich Ihnen versichern, dass ich solch unbedachte Dinge, nämlich einen tätlichen Angriff auf einen Mitmenschen, nicht mehr unternehmen würde. Die Altersmilde verbietet es mir.

Redliche Grüße: Ihr Johannes Kaplan

04.08.2000: Besuch beim Bürgermeister

Da ich bereits damals sehr beliebt und bekannt war, kam mir die Idee, dass man eine Straße nach mir benennen könnte. „Johannes-Kaplan-Straße“, das wäre doch was! Daher bat ich um einen Termin beim Bürgermeister meiner Heimatstadt. Alsbald war es soweit. Der Herr Bürgermeister bat mich freundlich in sein Büro, und darum, dass ich ihm mein Anliegen vortragen möge.

Da ich eine besonders redliche Person sei und mich überdies für das Wohl der Menschen einsetze, wäre es doch ganz normal, wenn eine Straße in unserer Stadt meinen Namen trüge, erklärte ich ihm. Daraufhin lachte der Bürgermeister und meinte, dass dies nicht ginge, denn man würde Straßen nur nach Personen benennen, die nicht mehr leben und die überdies „Großes geleistet hätten“.

Unser Stadtoberhaupt kannte mich offensichtlich nicht sehr gut. „Ich leiste doch große Dinge, Herr Bürgermeister!“, erklärte ich freundlich und wies auf meine zahlreichen Aktivitäten im Internetz hin. Gemeinsam schauten wir uns dann meine Heimseite an. Ich war doch sehr überrascht, dass der Bürgermeister so gar nicht von den redlichen Inhalten begeistert war. Er wirkte auf einmal sehr reserviert und meinte, dass „mein Online-Auftritt“ ein wenig skurril sei.

Unbeirrt versuchte ich ihn von meiner Idee zu überzeugen: Wenn eine Straße meinen Namen trüge, würde ich mich auch speziell um diese Straße kümmern – indem ich sie beispielsweise regelmäßig fege. Es dürften zudem keine Autos dort fahren, die Straße würde zur „Rauchfreien Zone“ erklärt. Kein Hund dürfte sie betreten, und selbstverständlich sei auch das Telefonieren mit einem tragbaren Handsprechapparat („Handy“) nicht gestattet. Bei Zuwiderhandlung würde ich natürlich persönlich eingreifen! Schließlich besäße ich ja Zivilcourage.

Aber wie reagierte der Bürgermeister? Er schüttelte nur mit dem Kopf und meinte, dass dies nicht ginge. Obwohl ich dachte, dass das eine Frechheit sei, sagte ich: „Nun, da kann man halt nichts machen…“ Der Bürgermeister wurde wohl ein wenig nervös, denn plötzlich fiel ihm sein Kugelschreiber aus der Hand. Als er sich bückte, nahm ich seine Heftzange vom Schreibtisch und versteckte sie hinter meinem Rücken.

„Sie haben da etwas auf Ihrer Krawatte“, sagte ich, als er wieder nach oben kam. Aber das war in Wahrheit gar nicht der Fall, ich behauptete es nur, um meinen Plan umzusetzen. „Warten Sie, ich zeige es Ihnen!“ Ich nahm seine Krawatte am unteren Ende in die Hand. Schnell zog ich die Heftzange hervor und tackerte damit die Krawatte an seinem Hemd fest – und das gleich zweimal! Heureka! Schnell lief ich zur Tür, bliebt kurz stehen, hüpfte vor Freude und rief: „So was passiert, wenn man so bösartig ist wie Sie!“

„Herr Kaplan, Sie sind ja nicht ganz bei Trost! Raus aus meinem Büro, sonst rufe ich die Polizei!“, schimpfte der Bürgermeister.

Ich zog noch eine Grimasse (über die er sich gewiss sehr ärgerte), dann verließ ich in aller Eile das Rathaus. Auf dem Weg nach Hause begegnete ich Frau Eisenkrätzer, die ihre frechen Söhne an den Händen hielt. Ich war schon ein Stück an ihr vorbei, als einer der Buben rief: „Guck mal, Mama, der verrückte Opa rennt wieder. Der hat bestimmt Scheiße gebaut!“

Leider bin ich bis in die heutige Zeit hinein etwas traurig, dass keine Straße meinen redlichen Namen trägt.

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Jugendliche attackieren die Polizei

Gelangweilt vom Überfluss und angestachelt durch Drogen werden Jugendliche immer dümmer und aggressiver und greifen sogar die Polizei an!

Die Teenager standen gegen 19.45 Uhr mit etwa acht anderen Jugendlichen auf dem Bürgersteig der Elsa-Brändström-Straße. Als ein Streifenwagen die Gruppe passierte, wurden die Beamten laut einem Polizeisprecher „in unflätigster Weise“ beleidigt. Kurze Zeit später passierte das gleiche noch einmal, als ein zweiter Streifenwagen vorbeirollte. Jetzt entschlossen sich die Beamten, die Jugendlichen wegen Beleidigung anzuzeigen. […].

Die Polizisten nahmen die Verfolgung auf, erwischten jedoch nur einen 14-Jährigen, der nach Angaben der Polizei „heftigen Widerstand“ leistete, als ihn die Beamten festhalten wollten.

Als zwei Beamte ihm Handschellen anlegen wollten, überraschte er sie durch eine Körperdrehung. Gemeinsam gingen die drei zu Boden. Der 14-Jährige war als Erster wieder auf den Beinen und trat auf die Beamten ein. Die anderen Polizisten brachten den Jungen zu Boden, auch liegend soll er noch um sich getreten haben. Unterstützt wurde der 14-Jährige von einem 13-jährigen Mädchen. Diese soll mit einem Stoffbeutel, in dem sich eine Halbliterflasche befand, auf die Beamten eingeschlagen haben. Im Handgemenge verletzten die Teenager fünf Polizisten, die alle in einer Klinik behandelt werden mussten. Drei Beamte mussten hinterher vom Dienst abtreten.

[…] Nachdem der 14-Jährige wegen Widerstands, Beleidigung und Körperverletzung angezeigt worden war, wurde er dem Jugendamt übergeben. Gegen die 13-Jährige wird wegen Körperverletzung und versuchter Gefangenenbefreiung ermittelt; sie ist als Kind jedoch noch schuldunfähig. Sie wurde zurück zu ihren Eltern gebracht.

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Sie können gern das Lichtbild mit Ihrer „Maus“ anklicken, wenn Sie den ganzen Zeitungsartikel lesen möchten!

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ketchup_kaplan

Nur mithilfe einer raffinierten Konstruktion vermochte ich es, die Flasche auf meinem Kopf auszubalancieren!

Von der Heimleitung erhalten wir Bewohner regelmäßig Taschengeld. Neulich stellte ich fest, dass ich von der letzten Auszahlung noch etwas übrig hatte:  5 EUR befanden sich in meiner Geldbörse!

Über diese große Summe war ich sehr erfreut und dachte mir, dass ich mir ja mal wieder eine Flasche Tomatentunke (fälschlicherweise oft als „Ketchup“ bezeichnet) kaufen könne. Gesagt – getan!

Als ich zum Flur hinausging, öffnete nebenan der bösartige Herr Göllner seine Tür und rief mir zu: „Wollen Sie wieder Unsinn anstellen? Meine Tochter kommt gleich mit ihren Kindern. Also benehmen Sie sich gefälligst anständig, Sie alter Narr!“

Ich antwortete ihm aber nicht, sondern ignorierte seine unverschämte Äußerung. Im Supermarkt angekommen, kaufte ich mir eine Flasche Tomatentunke zu 0,99 EUR. Nun eilte ich schnell  zurück ins Pflegeheim, um mich an meiner Anschaffung redlich zu erquicken.

Vor Freude war ich richtig aufgeregt! Auf der Rückseite der Flasche las ich:

„Flasche bitte auf den Kopf stellen!“

Ich stellte diese auf meinen Kopf, so wie es in der Anweisung stand. Ich hatte aber Probleme, die Flasche auf meinem Kopf zu behalten, weil sie immer wieder runterfiel. Da ich handwerklich begabt bin, bastelte ich mir eine kleine Halterung, damit die Flasche auf meinen Kopf stehenbleiben konnte. Diese Halterung funktionierte wunderbar!

So saß ich dann in meinem Zimmer, mit der Flasche auf dem Kopf. Es klopfte an der Türe. Ich öffnete diese und es standen die beiden Enkelkinder des Herrn Göllner vor mir. Hatte der dreiste Kerl also tatsächlich Besuch von seiner Mischpoke bekommen!

Unverständlicherweise fingen die Kinder zu lachen an und fragten frech: „Opa, was hast du denn da auf dem Kopf?“

Ich erwiderte, es sei eine Flasche mit Tomatentunke und diese müsse man auf dem Kopf stellen, da dies die Gebrauchsanweisung redlich vorschreiben würde.

„Oh, bist du blöde!“, riefen sie mir zu und rannten lachend weg. Na ja, von der Brut des Herrn Göllner kann man kein gutes Benehmen erwarten.

flasche_ketchup

Stellen Sie sich vor, die Tomatentunke wäre ausgelaufen und hätte mein Haupthaar beschmutzt!

Dass die Flasche auf meinem Kopf war, fand ich unpraktisch, und ich rief per Haustelefon Oberschwester Olga an, um sie redlich um Rat zu fragen, ob ich die Flasche nicht mal wenigstens für kurze Zeit vom Kopf nehmen könne.

Sie meinte zu mir: „Ach Johannes, du machst uns immer wieder neue Sorgen. Wenn auf der Packung steht, dass man die Flasche auf den Kopf stellen soll, dann ist damit gemeint, dass du die Flasche verkehrtherum, also mit der Öffnung nach unten auf den Tisch bzw. in den Schrank stellen sollst!“

Über diese Erkenntnis war ich sehr erstaunt … aber auch erleichtert, dass ich nun die Flasche von meinem Kopf nehmen konnte.

Merken Sie sich also, liebe Leserin, lieber Leser: Wenn auf einer Packung steht: „Bitte auf den Kopf stellen!“, dann ist damit NICHT gemeint, dass Sie diese auf IHREN Kopf stellen, sondern die Flasche, Tube usw. mit der Öffnung nach UNTEN auf eine Ablage stellen.

ketchup_kaputt

Die Flasche hätte genauso gut zu Boden fallen und dort ein Malheur anrichten können!

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