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Boschenrieder

Frau Boschenrieder beherrscht die englische „Sprache“ nicht, reist aber trotzdem ins Ausland.

Obwohl Frau Boschenrieder beinahe 80 Jahre alt ist, begab sie sich letzten Monat mit dem Kreuzfahrerschiff „AIDAmar“ auf eine mehrtägige Europareise. Zuvor hatte ich noch eindringlich auf die alte Dame eingeredet, um sie vor dem Betreten fremder Länder zu warnen. Dort treiben ja vermehrt Bombenleger ihr Unwesen.

Ich sollte Recht behalten. Frau Boschenrieder wurde zwar nicht in die Luft gesprengt, musste aber andere schreckliche Dinge erleben. Naiv, wie diese Person nun einmal ist, hat sie davon nicht einmal etwas mitbekommen. Ich musste ihr das mühselig erklären, nachdem sie im Aufenthaltsraum stolz ihre selbstgefertigten Fotografien herumgezeigt und von den „schönen Reiseerlebnissen“ berichtet hatte.

Zunächst hatte ihr Schiff in England angelegt, wo sie mit dem Reisebus nach Stonehenge (= Steingehänge) gefahren ist –  einer angeblich 5000 Jahre alten Kultstätte. Große Steine auf eine Wiese zu tragen und übereinanderzustapeln ist unredlicher Unfug. Man kann sich ausmalen, wie damals „Zauberer“ herumstolzierten und den Teufel verehrten. Vielleicht wurden sogar Hauskatzen und andere unschuldige Tiere geopfert.

satanisches_stonehenge

Stonehenge ist ein Ort für Teufel und Dämonen!

Von 1960 bis 1970 trieben sich in Stonehenge dann „Hippies“ (langhaarige, faule Jugendliche) herum, die dort Haschisch rauchten und Alkohol tranken. Also wahrlich kein Ort, den man als kulturell interessierter Reisender besuchen sollte. Die einfältige Frau Boschenrieder war hingegen beeindruckt; sie erzählte mir und den anderen Heimbewohnern mit aufgeregt klingender Stimme davon, wie sie auch ins nahe Salisbury (diese englischen Städte haben wirklich absurde Namen!) gefahren ist. Dort hätte sie eine bedeutende Kathedrale besucht…

Der Reiseleiter habe berichtet, dass nur 8 % der Bevölkerung Kirchenbeiträge zahlten, weshalb von jedem Besucher eine Spende verlangt wird. Warum kaum ein Gläubiger für eine solche Kathedrale zahlen will, wurde mir sofort klar, als ich Frau Boschenrieders Bilder sah. Um das Gebäude herum waren überall grässliche Statuen aufgebaut, z. B. in Form komplett entkleideter Menschen, die außerdem Hasenköpfe besaßen. So etwas kann und darf doch gar nicht sein!

Groteske Figuren in Salisbury

Nackte Menschen mit Hasenköpfen direkt vor der Kathedrale in Salisbury!

Teufelsgestalt in Kirche

Skandalös: Der Gehörnte mit Klumpfuß tanzt mit einer anderen Tiergestalt!

In der Kathedrale wurde es dann, was man kaum für möglich hält, noch schlimmer. Vor dem Altar tanzten gehörnte, ziegenähnliche Gestalten herum. Im Mittelalter wurde der Leibhaftige oft als Ziegenbock dargestellt. Wir haben es also mit Satanismus zu tun.

Jeder wirklich gläubige Mensch würde doch schreiend aus einer solchen „Kathedrale“ rennen (und vorher noch seine Spende zurückverlangen)! Frau Boschenrieder hätte besser daran getan, eine schöne Rheinfahrt zu unternehmen, um nebenher das großartige Hermannsdenkmal zu besichtigen.

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