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weihnachtsbescherung

Die meisten Eltern machen sich zur heiligen Adventszeit Gedanken darüber, wie sie ihre Kinder am besten erfreuen und beschenken können. Grundsätzlich ist das nichts Verwerfliches. Dennoch ist zu bedenken, dass weltliche Dinge bei allen Kindern – ob groß, ob klein – im Übermaß vorhanden sind. Sogar ganz kleine Kinder verfügen schon über sogenannte Sprechcomputer. Sie drücken eine Taste und der Automat spielt dann beispielsweise das Gackern eines Huhns ab.

Wäre es nicht viel schöner, die Eltern würden ihr Kind an die Hand nehmen und mit ihm zusammen einen richtigen Bauernhof besuchen? Dann könnte das Kind hören, wie ein echter Hahn den Morgenruf ertönen lässt.

Dieser Materialismus setzt sich dann im Leben des Kindes fort. Schon Sechsjährige spielen mit „Handys“ herum und besitzen sogenannte Spielkonsolen. Von der Bibel wissen die lieben Kleinen nichts, aber Weihnachten wollen sie feiern!

Uns allen ist bekannt, wohin derartiges Konsumdenken führt. Irgendwann werden die Kinder zu Jugendlichen, und Jugendliche geben sich fast immer der Kriminalität und der sogenannten Sexualität hin. Kann man eine solche Fehlentwicklung verhindern? Ich meine ja!

An dieser Stelle kommen wir auf das Thema Weihnachten zurück. Da Kinder ohnehin mehr Spielzeug haben, als sie benötigen, sollte man ihnen am Heiligabend nicht noch weiteres unnützes Zeug schenken. Man sollte ihnen etwas von dem wegnehmen, was sie schon besitzen!

Ja, Sie haben richtig gehört! Das Kind wird zur Bescherung in die gute Stube gerufen, wo der ganze Plunder herumliegt, der sich im Laufe der Zeit angesammelt hat. Allerdings haben die Eltern nunmehr ein halbes Dutzend Sachen entfernt und längst in die Mülltonne gegeben.

Natürlich wird das Kind jetzt staunen und weinen, aber es geschieht ja alles nur zu seinem besten. Die Buben und Mädchen sollen durch diese Maßnahme nicht gequält, sondern charakterlich gestärkt werden. Sie lernen, die Dinge zu schätzen, die sie noch besitzen.

fressen_verboten

Süßigkeiten und Gebäck sollte es für Kinder in der Advents- und Weihnachtszeit nicht geben. Allenfalls einen halben Apfel oder zwei Stückchen Apfelsine bzw. Mandarine. Jeder, der meine Ratschläge befolgt, hat gute Aussichten darauf, einen anständigen, redlichen Menschen heranzuziehen.

Da ich selbst immer noch keine Frau gefunden habe, habe ich auch keine Kinder. In diesen Tagen war ich aber häufig in verschiedenen Kaufhäusern und Fußgängerzonen unterwegs. Wenn ich in die Nähe eines Kinderwagens kam, und Mutter oder Vater schauten gerade woanders hin, schnappte ich mir oft einen Teddybären oder eine Rassel, um den Mumpitz im nächstbesten Mülleimer zu entsorgen.

Die Kleinkinder weinten dann meist, aber später einmal werden sie mir dankbar sein. Denn Mangel und Not festigen sowohl den Charakter als auch den Glauben. Und dies ist schließlich der eigentliche Zweck des Weihnachtsfestes!

Ich wünsche Ihnen allen ein besinnliches Weihnachtsfest und einen redlichen (und vor allem nüchternen!) Übergang ins neue Jahr!

Ihr Freund und Ratgeber
Johannes Kaplan

weihnachtsmann

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