Archive for the ‘Redliche Aktionen’ Category

Kinder Tattoo

Selbst Kinder werden heutzutage mit Tätowierungen verunstaltet!

Liebe Freunde und Freundinnen der Redlichkeit,

als ich noch jung war, mussten nur Seeleute und ehemalige Zuchthäusler Tätowierungen tragen. So konnte man diese Leute schon von weitem erkennen und sicherheitshalber die Straßenseite wechseln. Tätowierte waren nämlich dafür bekannt, dass sie redlichen Menschen gerne Gewalt antaten. Bei einer Körperbemalung handelte es sich seinerzeit um ein Kainsmal für Kriminelle. Wer eine Tätowierung trug, der war für’s Leben gebrandmarkt.

Die Zeiten haben sich jedoch geändert. Tätowierungen sind inzwischen „schick“ geworden, man nennt sie nun „Tattoos“. So, wie es selbstverständlich ist, ein „Smartphone“ zu besitzen, so ist es ganz normal, sich ein „Tattoo stechen zu lassen“.

Besonders junge Leute sind übersät mit bunten Bildchen und mit Schriftzügen in englischer „Sprache“. Vermutlich wissen die Heranwachsenden gar nicht, welche Redewendungen sie da auf der eigenen Haut spazieren tragen. Und selbst die Hausfrau und Mutter aus der Nachbarschaft hat mittlerweile eine schaurige Darstellung auf dem Oberarm, die sie bei jedem Ringelpiez stolz herzeigt. Man sieht am heutigen Tätowierwahn deutlich, wie sehr unsere Gesellschaft immer mehr verlottert. Selbst unschuldige Kinder werden dazu verleitet, sich mit „Tattoos“ zu verunzieren:

Neulich bemerkte ich bei Karstadt eine junge Mutter, deren vielleicht fünf Jahre altes Kind das Bild eines amerikanischen „Superhelden“ auf dem Handrücken trug. Die Tätowierung war außerdem ganz schlecht gemacht, die Farben waren nämlich ganz verlaufen und verschwommen. Vielleicht war es auch nur ein Abziehbild, was die Sache jedoch nicht besser macht.

Ich wollte der jungen Mutter eine mündliche Ermahnung erteilen, aber sie hatte Knöpfe in den Ohren, mit denen sie offensichtlich lautstark ausländische „Musik“ hörte. Wütend trat ich mit dem rechten Fuß gegen ihre prall gefüllte Einkaufstasche, wobei ich selber fast gestürzt wäre. Die Frau gab einen überraschten Schrei von sich und das Kind begann zu weinen.

Weil die Umstehenden mich seltsam ansahen, lief ich schnell weg. Vermutlich hätten sich die Leute noch auf die Seite dieser miserablen Mutter gestellt, man kennt das ja. Ich nahm mir jedoch vor, schon bald weitere Aktionen gegen das Tätowieren auszuführen.

Mit redlichen Grüßen

Ihr Johannes Kaplan

Read Full Post »

Hirnschaden

Hör- und Hirnschaden durch Silvesterterror

Es ist wieder einmal so weit, unredliche Jugendliche terrorisieren Tiere und ältere Menschen mit Silvesterraketen und sogenannten Böllern. Hier einige Verweise zu den Gefahren und möglichen Gegenmaßnahmen:

Feuerwerkskörper töten massenhaft Gehirnzellen

Aktion gegen unredliche Silvesterknaller I

Aktion gegen unredliche Silvesterknaller II

Gefahr Silvester

Böller bringen Kinder, Tiere und alte Menschen in Gefahr

Gegen Silvester

Mit listigen Aktionen kann man den Silvesterterror stoppen!

Read Full Post »

Senioren für Klimaschutz

Mit einfallsreichen Aktivitäten können Jugendliche daran gehindert werden, die Erde zu erwärmen!

Den Lesern und Leserinnen meiner Internetzseite und überhaupt allen, die sich bestens in der Wissenschaft auskennen, ist bekannt, warum sich unsere schöne Erde mehr und mehr erhitzt. Man kann nämlich gar nicht von einem „menschgemachten Klimawandel“ reden, richtiger müsste es eigentlich heißen: „jugendgemachter Klimawandel“.

Dass beispielsweise Handtelefone („Smartphones“) durch ihre Strahlung die Luft erhitzen ist bekannt, und dass jeder Jugendliche ein solches „Handy“ besitzt gehört zum Allgemeinwissen. Ebenso besitzen die allermeisten Jugendlichen gleich mehrere „Spielkonsolen“, „3-D-Brillen“ und Heimrechner, die mit ihrer Wärme unseren Globus zum Kochen bringen.

Wie scheinheilig sind also diese Heranwachsenden, wenn sie aus lauter Faulheit heraus freitags nicht mehr die Schule besuchen, angeblich, um das Klima und die ganze Menschheit zu retten?

Das größte Übel ist jedoch, dass jeder Jugendliche sobald er volljährig ist (leider bereits mit 18 Jahren) einen „Führerschein“ erwirbt, der ihn anschließend berechtigt, mit gefährlichen und umweltverschmutzenden Kraftfahrzeugen durch die Gegend zu rasen.

Die giftigen Autoabgase steigen dann fast bis zum Weltraum, verstärken dort oben die Sonnenstrahlen, was wiederum die ganze Welt überhitzt. In vielen Ländern ist es schon jetzt sehr warm. Leider erhalten die Kinder immer wieder Geld von ihren Eltern (Jugendliche sogar vom „Jobcenter“), um damit einen Führerschein „zu machen“ oder sich davon ein Auto (neuerdings „SUV“ genannt) zu kaufen.

Hier sind wieder einmal wir redlichen Menschen gefragt! Bitte fertigen Sie ein Schriftstück an, auf dem Sie einfach behaupten, dass Jugendliche ab sofort keine „Fahrschule“ mehr besuchen dürfen und ihnen überhaupt das Fahren von Autos verboten ist. Ihr Werk können Sie ruhig mit einem Wappen oder einen Adler verzieren, damit es amtlicher aussieht. Jugendliche sind meist sehr einfach gestrickt und werden schon glauben, was da schwarz auf weiß auf einem Blatt Papier steht. Fertigen Sie mindestens 100 Abschriften an und verteilen Sie diese vor den Fahrschulen Ihres Heimatortes.

Wenn sich möglichst viele redliche Menschen an solchen oder ähnlichen „künstlerischen Aktionen“ beteiligen, besteht eine wirkliche Hoffnung, dass das Wetter wieder besser wird.

Greta Thunberg ist besessen

Jugendliche werden fuchsteufelswild, wenn man ihnen das Autofahren verbietet!

Read Full Post »

Drucker sind überflüssig

Warum drucken, wenn man einen Füllhalter besitzt?

Frau Buchweizner ist eine ruhige und nette Dame, literarisch gebildet noch dazu! Bereits Anfang Dezember des letzten Jahres trug sie sich in die Warteliste für unseren Heimrechner („Heimrechner“ im wahrsten Sinne des Wortes!) ein.

Sie wollte, das vertraute sie mir vorab an, das Buch „Die großen Seefahrer des 18. Jahrhunderts“ im Internetz aufrufen und dann ausdrucken. Frei erhältlich und alles ganz gesetzeskonform, versteht sich. Von ihrer knappen Rente hatte sie eigens eine Packung Druckerpapier für 2,50 EUR im nahen Gemischtwarenladen gekauft, und das „ausgedruckte Buch“ sollte ihr dann als abendliche Bettlektüre dienen.

Gestern war also ihr „großer Tag“ … und auch ich hatte mir das Datum gemerkt: Gleich nach dem Frühstück, um 10:30 Uhr, hatte Frau Buchweizner ihren „Heimrechner-Termin“. Der Heimrechner steht praktischerweise im Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss. Nach dem Frühstück herrschte wie stets ein ziemliches Durcheinander: die Pflegekräfte räumten lautstark die Tische ab, die Heimbewohner strömten plappernd zu den Ausgängen.

Ich schlich hinter den Drucker, um das Kabel abzuziehen, das zum Rechner führt. Das Kabel warf ich später in einen Papierkorb.

Warum ich das tat? Nun, es ist doch äußerst unredlich, Schriftstücke einfach auszudrucken! Wir Menschen beschreiben seit Jahrtausenden Papyrusrollen oder Büttenpapier. Warum sollte man daran etwas ändern? Wer eine schöne Handschrift hat, hat auch einen schönen Charakter. Wer gar nicht mehr schreibt, verfügt über gar keinen Charakter!

Das sollte gerade Frau Buchweizner wissen, immerhin ist sie 82 Jahre alt. Als sie kurz darauf am Heimrechner saß und ihren Roman ausdrucken wollte, war sie schier am Verzweifeln. Der Drucker gab keinen Mucks von sich, so wie ich es geplant hatte. Auch Oberschwester Olga konnte nicht helfen. Oberschwester Olga kommt nämlich aus Russland und kennt sich deshalb nicht mit Technik aus.

Irgendwann gab sich Frau Buchweizner geschlagen. „Sie müssen den Text vom Bildschirm abschreiben!“, riet ich ihr.

Ich gab ihr eine Kladde und einen Füllfederhalter, woraufhin sie mit ihren leicht zittrigen Händen zu schreiben begann. Es dauerte ewig, damit hatte noch nicht einmal ich gerechnet. Jedes Wort zog sich wie das „Kaugummi“ eines Jugendlichen hin. Um 12:15 Uhr gab es bereits wieder Mittagessen und Frau Buchweizner hatte in der ganzen Zeit nicht einmal zwei Seiten aus dem Internetz abgeschrieben.

Da hätte sie ihren Roman ja gleich am Bildschirm lesen können. Manchen Leuten ist einfach nicht zu helfen. Zumindest wird es einige Tage dauern, bis jemand herausfindet, warum der Druckapparat seinen Dienst verweigert.

Frau Buchweizner sollte lieber in eine Bibliothek gehen statt den Heimrechner zu blockieren!

Read Full Post »

Lüsterne Rentnerinnen

Einige Heimbewohnerinnen nutzten die Silvesterfeier, um ein verwegenes „Outfit“ anzuziehen!

Auf das vergangene Jahr blicke ich mit einem gehörigen Maß an Wehmut zurück, immerhin gab es 2018 n. Chr. allerhand Erfolge zu verzeichnen – beispielsweise wurden zahlreiche drahtlose Fernsprechgeräte durch redliche Menschen außer Betrieb gesetzt.

Handy kaputt

Zahlreiche „Smartphones“ fielen zufällig vom Tisch!

Aber auch für das Jahr 2019 habe ich mir einiges vorgenommen. Jedes Mal, wenn ich einen rauchenden Jugendlichen sehe, will ich einen Asthmaanfall vortäuschen. Der unredliche Jugendliche bekommt dann einen dicken Schreck und ich vielleicht sogar vom Gericht Schmerzensgeld zugesprochen. Das also ist mein guter Vorsatz.

Allerdings fing das neue Jahr gar nicht so redlich an. Bei der zurückliegenden Neujahresfeier durften wir als Bewohner des Alten- und Pflegeheims bis Mitternacht wach bleiben. Das haben natürlich nicht alle geschafft, mehr als die Hälfte von uns schliefen bereits nach der 20-Uhr-„Tagesschau“ ein. Warum im Gemeinschaftsraum die ganze Zeit der Fernseher lief, verstehe ich ohnehin nicht. Man kann sich ja auch unterhalten, über bedeutende Bibelstellen usw.

Und mein Intimfeind Herr Göllner schlug (wer hätte etwas anderes erwartet?) mal wieder über alle Stränge: unentwegt gab er mit seinem „Smartphone S9“ an, was dieses Ding so alles könne und wie teuer es doch gewesen wäre…

Geiler Rentner

Herr Göllner gab den „Hahn im Korb“…

Die weiblichen Heimbewohnerinnen waren ganz beeindruckt und umringten den alten Narren, die Augen der betagten Damen leuchteten regelrecht, während sie seinem Seemannsgarn lauschten. Mich kümmerte das nicht, obwohl ich auf Brautschau bin. Meine Zukünftige soll jedoch recht jung an Jahren sein, von angenehmen Äußeren und außerdem berufstätig, damit ich meinen Steckenpferden nachgehen kann. Die Heimbewohnerinnen interessieren mich entsprechend kaum.

Ganz schlimm wurde es schließlich zu Mitternacht. Oberschwester Olga drehte den Fernsehton ganz laut auf, wo im „ZDF“ ein Sänger namens „Spandau Ballet“ auftrat. Der junge Mann kam jedoch gar nicht aus dem Berliner Stadtteil Spandau … und Ballett konnte er auch nicht!

Ich glaube, er kommt aus England und „singt“ in dieser unredlichen „Sprache“, die dort üblich ist. Ganz besonders abstoßend war außerdem die ZDF-Ansagerin, die (obwohl sie offenbar Deutsche ist) ständig Englisch sprach und den Zuschauern „All the best…“ (ausgesprochen: „oll se best“) und ein „Happy New Year“ (ausgesprochen: „heppi nu jer“) wünschte. Da ich unter Betreuung stehe, brauche ich für diesen Unfug wenigstens kein Geld bezahlen. Alle anderen sollten sich schnellstens bei der Regierung beschweren. Das alles darf nicht sein!

Silvesternacht im ZDF idiotisch!

Steuerzahler müssen für diese Narren aufkommen!

Ein sehr schönes Jahr 2019 wünscht Ihnen, Ihr:

Johannes Kaplan!

Read Full Post »

Umtausch Weihnachten für Kinder

Weihnachtlicher Umtausch: So bekommen Kinder kostenloses Spielzeug!

Wie jedes Jahr, so warten auch zu diesem Christfest viele Eltern auf meine Idee, wie man unseren Kleinsten eine freudige Bescherung bereiten kann. Besonders beliebt sind meine Vorschläge natürlich auch deshalb, weil sie so kostengünstig oder gar kostenfrei für die vielen Mütter und Väter in unserem schönen Lande sind.

Zum kommenden Fest kommt es sogar noch besser! Die Eltern selbst brauchen rein gar nichts zu unternehmen – wir redlichen Senioren tun das, wir spielen nämlich dieses Mal den Weihnachtsmann! Liebe Eltern, lehnen Sie sich also zurück und lassen Sie sich überraschen!

Für uns redliche Menschen gebe ich hingegen folgende löbliche Anweisung:

Gehen Sie gleich am morgigen Samstag in die großen Kaufhäuser und Einkaufszentren (neuerdings unlöblich: „Shopping Malls“) Ihrer Stadt. Sie werden dort viele Väter und Mütter sehen, die einen Kinderwagen oder einen Sportwagen (unlöblich: „Buggy“) vor sich herschieben. Die Eltern beachten ihre Kinder meist gar nicht, sondern befinden sich im sogenannten Kaufrausch. Die Kinder wiederum schlafen oder sind von den zahlreichen lauten und bunten Dingen um sie herum völlig abgelenkt.

Das ist der Moment, in dem wir redlichen Menschen zuschlagen! In jeder Sportkarre und in jedem Kinderwagen findet sich nämlich irgendein unnützes Spielzeug, meist lilafarbene Kuschelbären oder irgendwelche „Horror-Monster“ aus Kunststoff, wie sie dauernd in der Fernsehwerbung gezeigt werden. Oft halten die schlaftrunkenen Kleinkinder auch halb aufgegessenes, nass gekautes Backwerk in den Händen. Widerlich.

Während nun also sowohl die Eltern als auch die Kinder abgelenkt sind, schnappen Sie sich irgendetwas von dem Zeug. Natürlich wollen Sie es nicht behalten, sie legen es umgehend in den Kinderwagen irgendwelcher anderer Eltern. So tauschen sie alles munter hin und her. Dadurch erhält jedes Kind ein neues Spielzeug oder ein anderes angekautes Backwerk.

Vergessen Sie aber nicht zahlreiche Notizzettel zu schreiben, auf denen jeweils in deutlichen Druckbuchstaben zu stehen hat:

Liebe Eltern! Dieses Jahr brauchen Sie für Ihr Kind kein Weihnachtsgeschenk kaufen. Wie Sie sehen, befindet sich bereits ein neues Geschenk in Ihrem Kinderwagen/Ihrer Sportkarre! Das Geld, das Sie dadurch gespart haben, spenden Sie bitte an ein Alten- und Pflegeheim. In Koblenz soll es beispielsweise ein Heim geben, das noch Geld braucht, damit die Insassen viele aufregende Ausflüge machen können.

Diese Zettel drücken Sie den beschenkten Kindern dann in die kleinen, klebrigen Hände. Liebe redliche Mitbürger, Sie brauchen keine Angst haben, dass eine solche Tat groben Unfug oder sogar eine strafbare Handlung darstellt. Heutiges Kinderspielzeug verdient diesen Namen gar nicht und gehört sowieso auf den Müll. Das weiß auch jeder Polizist.

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein redliches Jahr 2019!

Ihr Johannes Kaplan

Read Full Post »

Offener Mund gähnen

Was man gegen Leute, die öffentlich gähnen, tun kann!

Ein redlicher Mensch gähnt nicht, denn er ist stets ausgeschlafen, weshalb er sich immerzu frisch und wach fühlt. Menschen, die nicht schon redlich geboren wurden, gähnen hingegen recht häufig. Das ist ein Zeichen von Verlotterung – betroffen sind erst einmal Kinder und Jugendliche.

Hier sind Eltern und Erzieher gefragt – sie müssen die jungen Menschen zu angemessenem Verhalten bewegen. Ansonsten hält das Gähnen bis ins Erwachsenenalter an. Richtig schlimm wird es aber erst, wenn diese Menschen nicht einmal die Hand vor den Mund nehmen. Das ist eine abscheuliche Sache, denn unredliche Menschen riechen unangenehm aus dem Mund und haben oft schlechte Zähne.

Wir Redlichen müssen etwas gegen jene Herren und Damen tun, die in der Öffentlichkeit weit den Rachen aufreißen, um uns anderen zu zeigen, wie müde sie doch sind. Wir sollten grundsätzlich eine Handvoll Kieselsteinchen in unseren Taschen bereithalten.

Sieht man nun einen verlotterten Jugendlichen oder Erwachsenen, der ungezogen in der Öffentlichkeit gähnt, greife man sich einen der kleinen Steinchen und werfe ihn schwungvoll in den offenen Mund des Flegels! Das wird ihm eine Lehre sein, das können Sie mir glauben!

Nach einer solchen erzieherischen Maßnahme sollte man sich flink vom Ort des Geschehens entfernen. Leider können Jugendliche und unredliche Erwachsene oftmals sehr schnell laufen und holen einen dann ein. Die Unholde wollen sich nämlich rächen, primitiv, wie sind nun einmal sind.

In solchen Fällen täusche ich immer einen Herzanfall vor. Man greife sich hierzu mit einer Hand an die Brust und stöhne dabei laut: „Mein Herz, mein Herz!“. Gleichzeitig sollte man heftig röcheln. Dann hat man seine Ruhe, weil der unredliche Angreifer dann augenblicklich das Weite sucht.

Bitte helfen auch Sie mit, unredliches Gähnen zu bekämpfen!

Read Full Post »

Weihnachtsbäume auf der Straße

Ein trauriger Anblick: Weihnachtsbäume lieblos auf den Gehweg geschmissen!

Liebe Leserinnen und Leser,

ein fein herausgeputzter Christbaum wirkt sehr stimmungsvoll und heimelig, das ist gar keine Frage.

Aber auch Fichten und Tannen haben ein Recht auf Würde, man darf sie deshalb nicht brutal mit der Axt fällen! Sie sind samt des Wurzelwerks vorsichtig auszubuddeln und nach dem Weihnachtsfest wieder im Wald einzupflanzen. Damit befindet man sich im Einklang mit der Schöpfung.

Wie sieht aber die Wirklichkeit aus? Die meisten Leute werfen ausgediente Weihnachtsbäume lieb- und achtlos auf den Bürgersteig! Die Stadtreinigung kann sich ja darum kümmern, so denken sie sich.

Vor einem Mietshaus in der nahen Gutenbergstraße sah es besonders arg aus – ein halbes Dutzend Bäume lag auf dem Gehweg! Ich beschloss einzugreifen und drückte am Hauseingang irgendeinen Klingelknopf. Der Summer ertönte, und nachdem ich die Tür fixiert hatte, schleppte ich die Tannen in das Treppenhaus. Der Boden im Durchgang war bald von Nadeln übersät und vor lauter Bäumen gab es kaum noch ein Durchkommen.

Auch hatten sich einige kleine Äste gelöst, die ich aufhob, um sie sogleich in die die Briefkästen an der Wand zu stopfen. Die Mieter in diesem Haus würden schon bald darüber nachdenken, ob es eine gute Idee war, so lieblos mit den Weihnachtsbäumen umzugehen.

Als ich wieder ins Freie kam, sah ich, dass ich eine Tanne übersehen hatte. Ich packte sie am Stumpf und warf sie einfach auf die Straße, mitten auf die Fahrbahn. Mit dieser Aktion schlug ich also auch den unredlichen Autofahrern ein Schnippchen! Just in diesem Augenblick kam auch ein Wagen, der Fahrer hupte wütend. Ich lachte nur und lief schnell davon. Ich kenne in der Stadt natürlich allerhand Schleichwege, so dass mich niemand erwischte.

Wichtiger ist jedoch, dass ich wieder einmal einen Beitrag zur redlichen Volks- und Verkehrserziehung geleistet habe.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Vorbild Johannes Kaplan

Nützliche Hindernisse auf Fahrbahn

Nützliche Hindernisse auf der Fahrbahn!

Read Full Post »

Jedes Jahr die gleiche unredliche Sitte: Die Leute kaufen sich Chinaböller, Polenknaller, Russenkracher und ähnlichen groben Unfug.

Zur letzten Stunde des Jahres herrscht dann auf den Straßen ein unsäglicher Lärm und Gestank. Wie mag das auf die Vögel und Eichhörnchen in den Bäumen wirken, und auch auf Hausgenossen wie Katzen und Goldhamster? Tiere können vor Schreck sterben! Doch daran denken diejenigen natürlich nicht, die den ganzen Aufruhr veranstalten!

Heute beschloss ich, etwas gegen diese Silvesterknallerei zu tun.  Ich ging zum nahen „Supermarkt“, wo seit Tagen nicht nur Butter, Milch und Brot angeboten werden, sondern auch diese ganzen Knaller und Raketen. Was hat sowas in einem Lebensmittelgeschäft zu suchen?

Ich ging erst einmal in die Getränkeabteilung und nahm die größte Flasche mit Sprudelwasser aus dem Regal, die ich finden konnte. Damit lief ich dann schnurstracks zu den Silvesterartikeln, die auf einem großen Tisch ausgebreitet waren. Ich öffnete die Flasche und schüttete schnell den ganzen Inhalt auf die gefährlichen Knaller.

Die Kunden im Laden schauten mich kopfschüttelnd an. Schnell drängelte ich mich an der Kasse vorbei und rannte auf den Ausgang zu, als ich plötzlich eine Männerstimme hörte: „Johannes Kaplan, da kannst du ruhig wegrennen, ich habe dich ja doch erkannt!“

Das war Herr Hassenröder, der Filialleiter, mit dem ich schon vorher mehrmals Ärger wegen meiner redlichen Aktionen hatte! Ich tat so, als hätte ich nichts gehört. Ich rannte aus dem Laden bis hin zum Alten- und Pflegeheim, wo ich mich sicherheitshalber zwei Stunden lang in einer Toilette einschloss.

Einige der Silvesterraketen und Chinabomben sind bestimmt durch das Sprudelwasser beschädigt worden und konnten nicht mehr verkauft werden. Meine Aktion war also ein voller Erfolg.

Read Full Post »

Explodierendes Tablet, Samsung, Akku

Herr Göllners nagelneues Tablet ist wegen Überhitzung nicht mehr betriebsbereit

Zunächst zur Beruhigung: Mir und den anderen Bewohnern des Alten- und Pflegeheims geht es recht gut. Und das, obwohl es in der Silvesternacht einen regelrechten Terroranschlag auf unsere Einrichtung gab.

Als es auf die Mitternachtsstunde zuging, herrschte im Aufenthaltsraum eine verständliche Vorfreude. Jeder hatte sich ein besonderes Getränk aussuchen dürfen: Sprudelwasser mit Himbeer- oder mit Waldmeistersirup. Ich hatte Waldmeister gewählt.

Wie sämtliche Heimbewohner hielt ich eine „Wunderkerze“ in den Händen, die ich Punkt Mitternacht anzuzünden gedachte, um so das neue Jahr zu begrüßen. Doch dazu sollte es nicht kommen. Der verruchte Herr Göllner und sein nicht minder charakterloser Neffe hatten sich nämlich längst aus dem Haus geschlichen. Während wir anderen feierlich die Sekunden rückwärts zählten …5, …4…, 3… – da blitzte und donnerte es plötzlich von außen durch die Panoramascheiben. Das Glas vibrierte regelrecht!

Göllner hatte sich – entgegen der Heimregeln – Feuerwerkskörper besorgt und diese angezündet! Eine komplette „Raketenbatterie“ ging hoch; gleichzeitig warf Göllners Neffe gefährliche „Polenböller“ ins Rosenbeet, in den Karpfenteich, ins Bio-WC und sonst wohin. Der Krach ließ uns fast taub werden.

Oma in voller Panik

Angst und Panik wegen Silvesterlärm!

Ich fiel überrascht in meinen Sessel zurück und leerte mein Waldmeistergetränk ohne Abzusetzen. Das Personal eilte umher und verteilte frischen Kamillentee, damit sich die Heimbewohner beruhigen konnten. Anschließend mussten wir alle hinaus an die kalte Luft, um den Dreck wegzumachen, den Göllners „Feuerwerk“ hinterlassen hatte. Diese abgebrannten Silvesterknaller riechen nach faulen Eiern, müssen Sie wissen, und so waren wir froh, als wir um 1 Uhr früh endlich alle ins Bett durften.

Am nächsten Morgen dann, beim Frühstück, saß Göllner allein an seinem Tisch und grinste über das ganze Gesicht. Er prahlte von einem „gelungenen“ Feuerwerk, für das wir dankbar zu sein hätten. Erwähnte ich schon, dass ich in der Nacht zuvor einen „Blindgänger“ entdeckt und eingesteckt hatte? Jetzt, beim Frühstück, trug ich diesen „Polenböller“ immer noch bei mir. In weiser Voraussicht, wie sich herausstellen sollte…

Göllner machte sich nun mit seinem Samsung-„Tablet“ wichtig, das er zum Weihnachtsfest von seiner Sippe geschenkt bekommen hatte. Das Ding verfügt über ein „tsunamischnelles“ Internetz, sagt er immer. Trotzdem sprang er unvermittelt auf, um zum Heimrechner hinüberzugehen, der ja eigentlich für jene Heimbewohner da ist, die sonst keinen Zugang zum Internetz haben.

Göllner macht es offensichtlich Spaß, den Heimrechner zu blockieren, so dass kein anderer das Gerät benutzen kann. Er öffnete das „E-Mail“-Programm und begann umständlich, irgendwelchen Unsinn einzutippen. In mir entstand ein verwegener Plan, und als ich die zustimmenden Blicke der anderen Heimbewohner sah, wusste ich, dass ich ihn umsetzen sollte. Schnell zog ich den „Polenböller“ hervor und schlich mich rüber zu Göllners verlassenem Frühstückstisch. Sein „Tablet“ hatte er unbeaufsichtigt dort liegengelassen.

Auch auf seinem Tisch stand eine flackernde Kerze. Ich zündete an der Flamme die Zündschnur des „Polenböllers“ an und legte das Ding geschwind unter Göllners „Tablet“.

Nichts wie zurück zu meinem Tisch! Dort hielt ich mir die Ohren zu. Der Knall war unbeschreiblich! Das elektrische Tablett flog im hohen Bogen vom Tisch und landete brennend auf dem Boden, überall breiteten sich Qualm und beißender Gestank aus. Wir Bewohner verließen laut lachend den Aufenthaltsraum. Wir wurden vom Pflegepersonal auf unsere Zimmer geschickt und jeder bekam zwei Tage Stubenarrest aufgebrummt.

Oberschwester Olga führte später eine halbherzige Untersuchung durch. Als sie mich nach den Vorkommnissen fragte, erwiderte ich: „Die Gesetze sind heutzutage viel zu weich, früher hätte man diesen Herrn Göllner für ein paar Jahre hinter Gitter gesteckt“.

Damit war das Thema dann erledigt. Seit gestern dürfen wir Bewohner wieder an den Heimrechner. Deshalb konnte ich Ihnen, meine redlichen Freunde und Freundinnen, auch diesen schönen Blogbeitrag schreiben.

Ausgelassene Silvesterfeier mit Senioren

Hoffentlich ist es uns Senioren am 31.12.2017 vergönnt, einen besinnlichen Silvesterabend zu begehen!

Read Full Post »

Autoverbot

Autos – gefährlich und todbringend! Wann werden sie endlich verboten?

Liebe Leserinnen und Leser!

Gewisse redliche Aktionen kann ich nur im Schutze der Dunkelheit ausführen. Vor einigen Tagen war es wieder einmal soweit, ich verließ das Alten- und Pflegeheim zu später Stunde.

Es sind ja Ferien, und die meisten meiner Mitbewohner sind bei Verwandten zu Besuch. Auch die Mehrheit der Pflegekräfte befindet sich im Urlaub. Ich konnte mich also unbemerkt in die Heimküche schleichen, wo ich ein großes Messer an mich nahm. Ich versteckte es unter meinem Jackett, trat ins Freie und erreichte die nahe Straße, wo die unnützen Autos parken.

Diese Dinger sind gefährlich, da sie Abgase erzeugen, die der Umwelt und uns Menschen nicht guttun. Außerdem werden Mensch und Tier oft von Autos verletzt. Aus diesem Grund holte ich das Messer hervor und zerstach geschwind mehrere Reifen. Ich nahm das laute Zischen zufrieden zur Kenntnis: Diese Fahrzeuge würden für lange Zeit kein Unheil mehr anrichten!

Kaum war ich mit meiner löblichen Aktion fertig, kam auch schon ein Polizeiauto näher. Ich bückte mich und ließ das Messer in einem Abwassergully verschwinden. Der Beamte, der kurz darauf aus seinem Streifenwagen stieg, war für mich kein Unbekannter.  Es handelte sich um Wachtmeister Eckenhöfer; er war offensichtlich allein unterwegs und schien völlig arglos zu sein.

„Na, Herr Kaplan, zu so später Stunde noch auf den Beinen?“, fragte er in väterlichem Ton. „Sie waren ja schon lange nicht mehr bei uns auf der Wache. Haben Sie sich etwa gebessert?“

Ich erwiderte listig: „Zugegeben, ich habe in der Vergangenheit viele Fehler gemacht, aber damit ist es längst vorbei.“ Dies meinte ich natürlich nicht ernst, sondern sagte es nur, damit er sich nicht wieder bei der Heimleitung über mich beschwert. Sie – meine liebe Leserinnen und Leser – müssen nämlich wissen, dass jene Menschen, die mich für verrückt halten, es gerne hören, wenn ich beteure, „alles eingesehen“ zu haben. Dann habe ich nämlich meine Ruhe.

„Das freut mich für Sie, Herr Kaplan. Ja, wirklich!“ Wachtmeister Eckenhöfer stieg wieder in seinen Wagen und rief durch das offene Seitenfenster: „Einen schönen Abend noch!“ – „Ja, ich werde den Abend genießen“, erwiderte ich lächelnd. Erleichtert darüber, dass er mich bei meiner löblichen Aktion nicht gesehen hatte, ging ich ins Heim zurück und legte mich ins Bett.

Ich hatte den Wecker auf fünf Uhr morgens gestellt. Als er klingelte, sprang ich putzmunter aus den Federn, unterzog mich einer „Katzenwäsche“ und rannte dann so schnell ich nur konnte ins Freie. Bald erreichte ich die nahe Straße, wo ich mich in einem dunklen Hauseingang versteckte.

Es dauerte noch ungefähr 30 Minuten, bis der erste Autobesitzer aufkreuzte. Als er die zerstochenen Reifen an seinem Wagen sah, guckte er „ganz schön dumm aus der Wäsche“. Er fing an zu schimpfen und blickte sich dabei suchend um. Ich jedoch stand sicher in meinem Hauseingang, freute mich, sprang in die Luft und flüsterte „Heureka!“.

Zufrieden ging ich ins Alten- und Pflegeheim zurück und döste dort noch eine Weile.  Nachmittags tauchte jedoch Wachtmeister Eckenhöfer auf. Er wartete unten in der großen Halle auf mich: „Herr Kaplan, ganz in der Nähe wurden die Reifen mehrerer Autos zerstochen“, sagte er mit ernster Miene. „Wissen Sie etwas über die Sache?“

Ich zuckte mit den Schultern und verneinte. Eckenhöfer ließ nicht locker: „Auffällig ist, dass die Reifen der Autos genau in dem Bereich zerstochen wurden,  in dem ich Sie gestern angetroffen hatte.“ Er sah mich forschend an.

Um eine Erklärung war ich nicht verlegen: „Gleich als Sie wieder fort waren, Herr Wachtmeister, tauchten ein paar Jugendliche auf. Die waren alle betrunken und grölten herum. Vielleicht waren die das! Sie wissen ja, wie Jugendliche so sind.“ Er schien mir nicht zu glauben, sagte aber trotzdem: „Nun gut, ich werde mal die anderen Nachbarn befragen.“

Wie Sie sehen, liebe Leser und Leserinnen, war meine löbliche Aktion ein voller Erfolg! Die von mir redlich außer Betrieb gesetzten Autos können die Umwelt nicht mehr verpesten, auch können sie keine Menschen und Tiere mehr verletzen oder sogar töten.

Es grüßt Sie redlichst: Ihr Johannes Kaplan!

Kinder im Auto

Selbst Kinder werden heutzutage dazu gezwungen, in gefährlichen Autos mitzufahren!

Read Full Post »

Joggen auf dem Friedhof

„Jogger“ sind häufig gekleidet wie der Dumme August aus dem Zirkus … und sie stören gern die Friedhofsruhe!

Meinen treuen Lesern und Leserinnen ist bekannt, dass meine Frau Mutter vor einigen Jahren verstarb. Die Heimleitung gestattet mir, jeden Dienstag zum 12 km entfernten Friedhof zu fahren. Ich nehme dazu den öffentlichen Omnibus (Linie 4), das Fahrgeld wird mir abgezählt mitgegeben.

Vom Friedhofstor aus muss ich noch 200 Meter gehen, bis ich die Grabstelle erreiche. Ich spreche dann immer mit dem Grabstein – auf diese Weise unterhalte ich mich nämlich mit der lieben Verstorbenen … ich berichte ihr beispielsweise, was in letzter Zeit so alles vorgefallen ist. Meine Mutter war nämlich Zeit ihres Lebens sehr neugierig.

Ewige Ruhe für Ellonore Kaplan

Meine Mutter war immer sehr neugierig und jetzt ist sie tot.

Vor zwei Wochen wurde ich in meiner Andacht durch einen jungen Mann und eine junge Frau gestört, die miteinander lachten und offensichtlich auch sonst guter Dinge waren. Die beiden kamen des Weges entlang, aber sie spazierten nicht gemächlich, sondern sie rannten! Sie trugen auch Kleidungsstücke, die dem feierlichen Ort in keinster Weise entsprachen; es handelte sich wohl um neumodische Sportkleidung.

Ich erkannte sofort, dass ich es mit sogenannten „Joggern“ (Dauerläufern) zu tun hatte.

Stichwort „Dauerlauf“/“Jogging“: Das sogenannte Dauerlaufen ist in Deutschland seit dem 19. Jahrhundert bekannt. Durch die Fortschritte der Wissenschaft fand man dann heraus, dass es sich um gesundheitsgefährdenden Unfug handelt. Der Mensch ist schließlich kein Pferd, das stundenlang über irgendwelche Wiesen galoppiert. Deshalb wurde das „Dauerlaufen“ dann abgeschafft.

Erst 1970 ist es wieder in Mode gekommen. Wie so manch anderer Unfug kam es aus Amerika zu uns nach Deutschland: man nannte es nun „Jogging“. Junge Leute finden ja alles ganz großartig, sobald es nur einen englischen Namen trägt. 

Ich hatte hier also solche „Jogger“ vor mir. Ich trat auf den Weg: „Halt! Das hier ist ein Ort der ewigen Ruhe – und kein Sportplatz! Herumzurennen ist laut Friedhofsordnung verboten, also treiben Sie Ihren Unsinn gefälligst woanders!“ – Der junge Mann blickte mich nassforsch an: „Wir kommen jeden Tag hierher, und zwar um Punkt 10 Uhr. Das können Sie ja melden wem Sie wollen. Bisher ist jedenfalls noch kein Toter vor Schreck aus dem Grab gesprungen…“

Seine Begleiterin kicherte daraufhin laut und gackernd, als habe sie einen besonders gelungenen Witz gehört. Die beiden rannten einfach weiter, wobei ich die Frau noch sagen hörte: „Hast du den Freak gesehen? Das war bestimmt ein Zombie.“ Beide lachten bösartig.

Am nächsten Tag schlich ich mich gleich nach dem Frühstück aus dem Alten- und Pflegeheim. Den Bus bezahlte ich von meinem Ersparten. Kurz vor zehn Uhr erreichte ich den Friedhof, der noch leer und verlassen wirkte. Einen genauen Plan hatte ich nicht, aber als anständiger Mensch wollte ich die Schmach des Vortages nicht auf mir sitzen lassen.

Ich versteckte mich hinter der Kapelle, behielt dabei aber das Friedhofstor im Auge. Tatsächlich betraten die „Jogger“ – fast auf den Glockenschlag genau – den Friedhof. Zu meinem Erstaunen trugen die beiden Rucksäcke auf den Rücken. Der Mann und die Frau blickten verstohlen umher, und als sie sich alleine wähnten, verbargen sie ihre Rucksäcke in einem Gebüsch. Das war interessant! Die beiden versteckten also immer ihre Sachen, um besser laufen zu können!

Als sie endlich losgerannt und außer Sichtweite waren, kam auch ich hinter der Kapelle hervor. Tollkühn ging ich zum Gebüsch und zog die Rucksäcke heraus. Zur Polizei bringen konnte ich die Dinger nicht, denn ich hatte ja von der Heimleitung keine Erlaubnis, heute hier zu sein. Hastig blickte ich mich um. Da entdeckte ich ein frisch ausgehobenes Grab … offensichtlich für eine anstehende Beerdigung vorbereitet!

Ohne weiter nachzudenken schleifte ich die Rucksäcke dorthin und warf sie lachend in die Grube. Leider waren sie sehr bunt, weshalb man sie sofort finden würde. Geschwind rannte ich zu den umstehenden Gräbern und sammelte Blumen, Kränze und sonstiges Schmuckwerk ein, um alles in die frische Grube zu werfen. Die Toten und ihre Angehörigen würden mir verzeihen, denn das alles war ja für einen guten Zweck. Von den Rucksäcken war bald nichts mehr zu sehen.

Ich lachte noch ein wenig und tanzte auf der Stelle. Dann beeilte ich mich, zur Bushaltestelle zu kommen. Im Heim war mein Verschwinden noch nicht aufgefallen, so dass ich dort keinen Ärger bekam.

Abschließend ist zu erwähnen, dass am letzten Dienstag – also bei meinem planmäßigen Friedhofsbesuch – weit und breit kein „Jogger“ zu sehen war.

toter_rucksack

Read Full Post »

bratpfanne

Rentnerin treibt Diebesgesindel mit der Bratpfanne in die Flucht!

Man könnte denken, dass im beschaulichen Ostfriesland Ruhe und Ordnung herrscht. Doch dem ist mitnichten so! „Radio Bremen“ meldet heute:

Zwei unbekannte Männer haben am Montag in Bremen-Gröpelingen eine 64 Jahre alte Frau überfallen. Sie wollten die Handtasche der Dame stehlen. Allerdings setzte sich die Frau erfolgreich mit einer gerade erworbenen Bratpfanne zur Wehr. Während einer der Täter schon bei der Androhung nachließ, trat sein Komplize näher an die 64-Jährige heran – wurde aber direkt mit der Pfanne attackiert und ergriff die Flucht. Die Polizei fahndet jetzt nach zwei etwa 30 Jahre alten, 1,70 Meter großen Männern, mit kurzen dunklen lockigen Haaren. Gleichzeitig warnt die Polizei: „Die Schläge mit der Pfanne hätten auch eine andere Reaktion bei den Tätern hervorrufen können!“

Natürlich will der norddeutsche Rundfunk-Sender mittels des letzten Satzes suggerieren, dass es für alte Menschen grundsätzlich besser sei, sich nicht gegen dahergelaufene Unholde zu wehren. Doch wie wäre die Angelegenheit denn ausgegangen, wenn die alte Dame eine gusseiserne Bratpfanne verwendet hätte, um die Diebesleute auf den Pfad des Rechts und der Ordnung zurückzuführen? Sicherlich wären die Schurken froh gewesen, wenn sie nach einer solchen Lektion noch im Krankenhaus aufgewacht wären.

In diesem Sinne, liebe redliche Mitbürger und Mitbürgerinnen: Lassen Sie sich nichts gefallen!

Mit herzlichen Grüßen:
Ihr Johannes Kaplan

pfannenschlag

Read Full Post »

johannes-kaplan-strasse

Eine „Johannes-Kaplan-Straße“ wäre eine löbliche Errungenschaft!

Liebe Leserinnen und Leser,

heute möchte ich Ihnen erneut von einem Abenteuer aus jener Zeit berichten, als ich noch ein recht ungestümer Wildfang war. Bevor Sie sich wieder aufregen, möchte ich Ihnen versichern, dass ich solch unbedachte Dinge, nämlich einen tätlichen Angriff auf einen Mitmenschen, nicht mehr unternehmen würde. Die Altersmilde verbietet es mir.

Redliche Grüße: Ihr Johannes Kaplan

04.08.2000: Besuch beim Bürgermeister

Da ich bereits damals sehr beliebt und bekannt war, kam mir die Idee, dass man eine Straße nach mir benennen könnte. „Johannes-Kaplan-Straße“, das wäre doch was! Daher bat ich um einen Termin beim Bürgermeister meiner Heimatstadt. Alsbald war es soweit. Der Herr Bürgermeister bat mich freundlich in sein Büro, und darum, dass ich ihm mein Anliegen vortragen möge.

Da ich eine besonders redliche Person sei und mich überdies für das Wohl der Menschen einsetze, wäre es doch ganz normal, wenn eine Straße in unserer Stadt meinen Namen trüge, erklärte ich ihm. Daraufhin lachte der Bürgermeister und meinte, dass dies nicht ginge, denn man würde Straßen nur nach Personen benennen, die nicht mehr leben und die überdies „Großes geleistet hätten“.

Unser Stadtoberhaupt kannte mich offensichtlich nicht sehr gut. „Ich leiste doch große Dinge, Herr Bürgermeister!“, erklärte ich freundlich und wies auf meine zahlreichen Aktivitäten im Internetz hin. Gemeinsam schauten wir uns dann meine Heimseite an. Ich war doch sehr überrascht, dass der Bürgermeister so gar nicht von den redlichen Inhalten begeistert war. Er wirkte auf einmal sehr reserviert und meinte, dass „mein Online-Auftritt“ ein wenig skurril sei.

Unbeirrt versuchte ich ihn von meiner Idee zu überzeugen: Wenn eine Straße meinen Namen trüge, würde ich mich auch speziell um diese Straße kümmern – indem ich sie beispielsweise regelmäßig fege. Es dürften zudem keine Autos dort fahren, die Straße würde zur „Rauchfreien Zone“ erklärt. Kein Hund dürfte sie betreten, und selbstverständlich sei auch das Telefonieren mit einem tragbaren Handsprechapparat („Handy“) nicht gestattet. Bei Zuwiderhandlung würde ich natürlich persönlich eingreifen! Schließlich besäße ich ja Zivilcourage.

Aber wie reagierte der Bürgermeister? Er schüttelte nur mit dem Kopf und meinte, dass dies nicht ginge. Obwohl ich dachte, dass das eine Frechheit sei, sagte ich: „Nun, da kann man halt nichts machen…“ Der Bürgermeister wurde wohl ein wenig nervös, denn plötzlich fiel ihm sein Kugelschreiber aus der Hand. Als er sich bückte, nahm ich seine Heftzange vom Schreibtisch und versteckte sie hinter meinem Rücken.

„Sie haben da etwas auf Ihrer Krawatte“, sagte ich, als er wieder nach oben kam. Aber das war in Wahrheit gar nicht der Fall, ich behauptete es nur, um meinen Plan umzusetzen. „Warten Sie, ich zeige es Ihnen!“ Ich nahm seine Krawatte am unteren Ende in die Hand. Schnell zog ich die Heftzange hervor und tackerte damit die Krawatte an seinem Hemd fest – und das gleich zweimal! Heureka! Schnell lief ich zur Tür, bliebt kurz stehen, hüpfte vor Freude und rief: „So was passiert, wenn man so bösartig ist wie Sie!“

„Herr Kaplan, Sie sind ja nicht ganz bei Trost! Raus aus meinem Büro, sonst rufe ich die Polizei!“, schimpfte der Bürgermeister.

Ich zog noch eine Grimasse (über die er sich gewiss sehr ärgerte), dann verließ ich in aller Eile das Rathaus. Auf dem Weg nach Hause begegnete ich Frau Eisenkrätzer, die ihre frechen Söhne an den Händen hielt. Ich war schon ein Stück an ihr vorbei, als einer der Buben rief: „Guck mal, Mama, der verrückte Opa rennt wieder. Der hat bestimmt Scheiße gebaut!“

Leider bin ich bis in die heutige Zeit hinein etwas traurig, dass keine Straße meinen redlichen Namen trägt.

Read Full Post »

unredliche_magd

Zigarettenkonusm und ungewollte Schwangerschaft gehen bei jungen Mädchen oft Hand in Hand!

Liebe Mitmenschen,

viele von Ihnen wissen, dass ich jeden Sonntagnachmittag in einem nahen öffentlichen Park spazieren gehe, oft sogar ohne Aufsicht des Heimpersonals. An einem Teiche sah ich dort ein Mädchen herumlungern, das zwischen 13 und  15 Jahre alt gewesen sein mochte, und das Erschreckende dabei war, dass das junge Ding deutlich sichtbar eine Schachtel Zigaretten in den Händen hielt. Ich ging auf die Heranwachsende zu und fragte: „Sind die für deinen lieben Herrn Papa?“

„Nee, nicht für meinen Alten. Was geht dich das überhaupt an?“, meinte das dumme Gör daraufhin im frechen Ton. So sind einige Jugendliche heutzutage: bezeichnen ihre Eltern als Alter oder Alte! Die Eltern ziehen diese Rotzlöffel groß, finanzieren deren unsinnige Spielereien, und müssen sich dann so etwas anhören.

In mir kam der schlimme Verdacht auf, dass das Kind die Zigaretten selbst rauchen wollte, darum entwickelte ich einen Plan, den ich sofort in die Tat umsetzte. Ich verbarg mich hinter einem Holunderstrauch, wartete bis das Mädchen ebenfalls losging – und folgte ihm dann unauffällig. Flink setzte ich noch meine Sonnenbrille auf, um nicht wiedererkannt zu werden. Das junge Fräulein erreichte bald eine Bank, auf der vier weitere Jugendliche herumlümmelten. Es waren ausschließlich männliche Jugendliche, und „natürlich“ saßen sie nicht anständig auf der Bank, sondern oben auf der Sitzlehne, während sie ihre schmutzigen Schuhe auf der regulären Sitzfläche platziert hatten.

Das Mädchen zündete sie sich nun eine Zigarette an, und auch die anderen erhielten jeweils eine Zigarette. Alle qualmten, lachten und spielten zugleich mit ihren „Smartphones“ herum. Jetzt reichte es mir endgültig. Beherzt ging ich auf die Bank zu. „Setzen Sie sich gefälligst vernünftig hin!“, wollte ich mit fester Stimme sagen. Aber an diesem Tage schien ich sehr heiser zu sein und brachte keinen Ton hervor. Stattdessen holte ich fünf jener Merkblätter aus meiner Manteltasche, von denen ich immer einige Exemplare bereithalte:

Kaplan_Warnung

Merkblatt für Jugendliche. Vervielfältigen und verbreiten ausdrücklich erlaubt!

Zwei der jungen Männer nahmen sogar ein Blatt entgegen und begannen es zu lesen. Ein anderer jedoch fing zu pöbeln an – dass ich ihn in Ruhe lassen solle mit „so einer verf…kten Sche.ße“. Ich fand meine Stimme wieder und erklärte dem Rabauken, dass Zigarettenkonsum nach einigen Jahren Raucherbeine verursacht, selbige röchen schlecht und gehen könne man man mit denen auch nicht besonders ordentlich. Da brüllte der Bub los: „Um meine Beine musst du dir keinen Kopp machen, Opa, weil nächstes Jahr biste nämlich tot … wirst von den Würmen gefressen, weiste?!“ Der Junge, der neben ihm saß, begann hässlich zu lachen und schlug seinem Kumpan begeistert auf die Schulter.

Den anderen schien die dumme Bemerkung eher peinlich zu sein. Ich konnte mit ihnen sogar noch vernünftig über die Gefahren des Rauchens diskutieren, und sie versprachen mir überdies, mit dem ungesunden Verhalten aufzuhören! Nun, dies werde ich natürlich zu gegebener Zeit überprüfen. Meine redliche Tat bewirkte wieder mal etwas Gutes! Machen Sie es einfach wie ich! Verteilen Sie Merkblätter an Jugendliche über die Gefahren des Nikotinkonsums; diskutieren sie mit ihnen darüber. Die meisten wissen nicht was sie tun, da es ja noch Kinder sind. Lassen Sie sich nicht von anfänglichen „Frotzeleien“ irritieren, denn mein Erlebnis zeigt, dass es sich durchaus lohnt!

Mit redlichem Gruß
Ihr Johannes Kaplan

Read Full Post »

Ei_putt

In den Fluren unseres Pflegeheims wurden heute früh zerbrochene Hühnereier gefunden!

Liebe Freunde der Redlichkeit,

gestern, am Samstag vor Ostern, machte ich einen kleinen Spaziergang in Richtung eines nahen Edeka-Marktes. Als ich den Laden betrat, musste ich leider feststellen, dass sich die anderen Kunden wie die Wilden gebärdeten. Sie liefen unkoordiniert umher und drängelten unwirsch an der Kasse. Dennoch gelang es mir, eine Sechserpackung Hühnereier zu erwerben. Solide Farbrikware, nicht diesen „Bio“-Unsinn, den sich die  jungen Leute immer kaufen!

Zurück im Alten- und Pflegeheim, wo ich ja Insasse bin, wartete ich bis zur Abenddämmerung. Mir ist bekannt, dass die Pflegekräfte alljährlich in der Nacht zu Ostern einen kleines „Hasennest“ vor jede Zimmertür stellen, in welchem sich hartgekochte, angemalte Eier befinden. Wenn die Zimmergenossen dann am Ostermorgen erwachen, können sie sich die Eier nehmen und schon vor dem Frühstück verspeisen. Letztes Jahr ist mir aufgefallen, dass sich vor dem Zimmer, in welchem der unredliche Herr Göllner wohnt („haust“ wäre eigentlich der treffendere Ausdruck!) lauter Reste von Eierschalen befunden hatten. Offensichtlich hatte Göllner die Eier sofort im Gang verspeist und die Eierschalen achtlos auf den Boden geworfen. Ein solches Verhalten sieht dem Lottergreis ähnlich.

Deshalb wollte ich ihm dieses Jahr eine Lehre erteilen. Und deshalb hatte ich auch die rohen Eier im Edeka-Markt gekauft! Nachdem die Pflegekräfte also wie jedes Jahr die Nester vor die einzelnen Türen gestellt hatten, schlich ich mich vor das Zimmer des Herrn Göllner. Geschwind nahm ich dort die Eier aus dem Nest und tauschte sie gegen die rohen Eier aus! Diese rohen Eier hatte ich zuvor sorgfältig mit Filzstiften bemalt, um keinen Verdacht zu erregen. Mein Plan ging auf und war ein voller Erfolg! Heute früh hörte ich Oberschwester Olga laut und fürchterlich schimpfen. Offensichtlich hatte der unredliche Herr Göllner versucht, die Schale zu entfernen, indem er das Ei im Gang gegen die Wand schlug. Dabei ging es zu Boden wo es zerbrach.

Sachbeschädigung Herr Göllner

Strafe muss sein: Für Herrn Göllner gibt es heute weder Ostergebäck noch den nachmittäglichen Kamillentee!

Nun konnte sich also auch das Personal davon überzeugen, was für ein Schmutzfink Herr Göllner ist und wie verantwortungslos er mit wertvollen Lebensmitteln umgeht. In diesem Sinne, liebe Leserinnen und Leser, wünsche ich Ihnen ein frohes Osterfest!

Ihr Johannes Kaplan!

eier-ostern

Frohe Ostern!

Read Full Post »

drei_vollpfosten_drehen_ab

Diese Posse wurde den redlichen Bewohnern eines Alten- und Pflegeheims zugemutet!

Liebe Freunde und Freundinnen der Redlichkeit!

Am zurückliegenden Sonntag sollte eine „ganz besondere Veranstaltung“ stattfinden, so hatte es das Pflegepersonal angekündigt. Es handelte sich dabei um die Aufführung eines Lichtspiels.

Das ist eigentlich nichts Neues und bedeutet, dass im Speisesaal der große Flachbildfernseher aufgebaut wird und dass die Schwestern eine Datenträgerscheibe (unlöblich: DVD) in das dazugehörige Abspielgerät einlegen. Bei uns im Alten- und Pflegeheim wohnen ganz normale Senioren, die meisten davon sind sogar redlich. Eine Ausnahme ist Herr Göllner, der ist geisteskrank. Jedenfalls freute sich die Mehrheit der Bewohner auf das bevorstehende Ereignis.

Ich war nicht in fröhlicher Stimmung, denn vom Fernsehschauen halte ich nicht viel. Lieber lese ich ein gutes Buch, allenfalls schaue ich mir gern mal ein heiteres, volkstümliches Theaterstück an. Weil jedoch an diesem Tage Kamillentee sowie ein redliches Stück Gebäck serviert werden sollten, beschloss ich, mich ebenfalls in den Speisesaal zu begeben.

Tee und der Kuchen standen schon auf den Tischen, der Film begann. Es handelte sich um ein Lustspiel mit dem Titel „Die Stooges – drei Vollpfosten drehen ab!“. Darüber musste ich mich doch sehr wundern, denn wer sich einen solchen Titel ausdachte, der musste dem Narrenhaus entstammen.

redliche_nonne

Diese Nonne weiß, dass Kinder Strenge und Konsequenz benötigen, um zu verantwortungsvollen Menschen heranzuwachsen.

Der Filmanfang gefiel mir jedoch ganz gut, weil eine Nonne gezeigt wurde, die mit strengem Ton eine Kindergruppe zur Raison rief. Sie untersagte den Kindern das laute Singen und Tanzen und schickte sie ins Haus zurück.

Das Ganze spielte im Waisenhaus, und eigentlich ging es um drei freche Buben, die ständig schlimme Streiche ausheckten. In der nächsten Szene war zu sehen, wie die bösartigen Jungen eine Nonne an einen Tisch fesselten, weil sie ihr mit einer Zange die Zähne herausreißen wollten. Meine redlichen Mitbewohner und ich waren darüber natürlich sehr empört. Lediglich Herr Göllner lachte.

gefesselte_nonne

Drei Knaben haben eine Nonne gefesselt und wollen sie mit einem Holzhammer bewusstlos schlagen!

Was sonst noch in diesem angeblichen Lustspiel gezeigt wurde, war so unsinnig, dass ich es hier gar nicht erzählen möchte. Erwähnt sei lediglich, dass zum Ende hin eine Nonne an einem Schwimmbecken saß, dabei mit nichts anderem als Unterwäsche bekleidet! Unmoralische, unredliche Menschen – wie beispielsweise Herr Göllner – können durch solche Bilder erregt und zu unsittlichen Handlungen angestiftet werden.

nonne_als_dirne

Diese nackte Nonne wurde in dem Film gezeigt, der ja angeblich auch für Kinder geeignet ist.

Ich musste also etwas tun. Laut rief ich in den Saal: „Ausmachen! Ausmachen!“

Die meisten meiner Mitbewohner nickten zustimmend, aber Oberschwester Olga winkte ab und sagte, der Film sei doch sehr nett, man dürfe das alles nicht so ernst nehmen. Mir wurde klar, dass ich mit Vernunft nicht weiterkommen würde. Darum nahm ich meine Tasse, die noch randvoll mit Kamillentee war, und kippte sie über den Laminatboden aus.

Die Mehrheit meiner Mitbewohner folgte diesem Beispiel … eine Tasse nach der anderen wurde ausgeschüttet. Auf dem Boden bildete sich eine große Lache. „Jetzt reicht es aber!“, brüllte daraufhin die Oberschwester. „Ihr seid ja verrückter als die Leute im Film!“ Sie nahm die Fernbedienung und schaltete das Machwerk ab.

Ich war sehr zufrieden und aß noch schnell meinen Kuchen auf. Die Schwester schickte uns dann alle in den Garten (auch den murrenden Herrn Göllner), wo wir in den feuchten Beeten Unkraut jäten mussten.

Aber das war natürlich allemal besser, als sich unredliche Lichtspiele anzusehen.

Es grüßt Sie, liebe Leser und liebe Leserinnen, redlich:
Ihr Johannes Kaplan

Read Full Post »

Kraftvoll griff ich, Johannes Kaplan, den Kraftwagenfahrern unter die Arme!

Vor einigen Tagen absolvierte ich einen ausgedehnten Abendspaziergang – ja, ich verließ dabei sogar das sichere Gelände des Alten- und Pflegeheims, in welchem ich lebe. Als ich eine sehr ruhige Nebenstraße erreichte, die Sonne war fast untergegangen, beobachtete ich einen morgenländischen jungen Mann. Er lief zwischen den parkenden Kraftwagen umher, wobei er winzige Werbezettel unter die Scheibenwischer der einzelnen Fahrzeuge klemmte. Er pfiff dabei eine leise Melodie, so als sei das, was er da tat, das Selbstverständlichste auf der Welt. Ich aber mochte dem schändlichen Treiben nicht länger zusehen, und aus einer List heraus rief ich:

„Halt, Polizei! Stehenbleiben, Sie sind verhaftet!“

Der Bub bekam einen Riesenschreck, blickte unsicher um sich, dann rannte er davon, bis ich ihn nicht mehr sah. Dem hatte ich die dummen Flausen gründlich ausgetrieben! Dennoch brach ich die Scheibenwischer der herumstehenden Autos ab, damit der junge Kriminelle dort nicht erneut seinen Reklameunfug anbringen kann. Redlichkeit erfordert Mut und Taten!

Read Full Post »

Zweiter Weltredlichkeitskongress
Liebe Freunde und liebe Freundinnen der Redlichkeit!

Der 2. Weltredlichkeitskongress hätte eigentlich schon vor Jahren stattfinden sollen, fiel damals aber wegen Nieselwetters aus. Nun endlich, am 26.08.2012, wurde der Kongress nachgeholt, hier bei mir im zwischen Koblenz und Wuppertal gelegenen Alten- und Pflegeheim. Der Herr Direktor hatte den großen Speisesaal links vom Haupteingang zur Verfügung gestellt, und der Einlass (der selbstverständlich kostenfrei war) wurde ab 12 Uhr gewährt. Die Temperaturen an diesem Spätsommertag waren moderat, die Sonne schien fröhlich an einem nahezu blauen Himmel.

Obwohl die Voraussetzungen somit ideal waren, überraschte mich der Besucheransturm sehr. Mit einem derartigen Interesse hätte ich nie und nimmer gerechnet! Ständig fuhren Kraftwagen vor, zahlreiche Fahrräder wurden abgestellt. Weitere Besucher kamen mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder gar – trotz hohen Alters – per pedes. Manche unterstützt von einem Gehstock oder einem dieser neumodischen Rollatoren.

Andere Anreisende hatten Fahrgemeinschaften gebildet, wie z. B. die Mitglieder des Internetz-Sprachbretts „Missionare anschnur“. Insgesamt verlief der Zustrom der Kongressteilnehmer ohne Tumulte. Lediglich in öffentlichen Verkehrsmitteln sollen Jugendliche mit Rohrstöcken und mit Bibelsprüchen gezüchtigt worden sein, was ja nur rechtens ist. Jugendliche haben sonntags in Bussen und Bahnen nichts zu suchen, sie haben gefälligst ihren Eltern bei der Hausarbeit zu helfen!

Es dauerte jedenfalls keine Viertelstunde bis der Saal proppenvoll war. Die Heimleitung veranlasste, dass weitere Sitzgelegenheiten herbeigeschafft wurden. Bedingt durch diese Maßnahme mussten nur wenige Kongressteilnehmer stehen.

Geschlechtertrennung sollte bei alten redlichen Menschen eine Selbstverständlichkeit sein!

Im Saal wurden die Kongressteilnehmer selbstverständlich nach Geschlechtern getrennt! Die Frauen durften ziemlich weit vorn sitzen.

Als ich ans Mikrofon trat, um die Begrüßungsrede zu halten, kam ich zunächst gar nicht zu Wort. Die Teilnehmer empfingen mich mit 20-minütigem, stehendem Applaus. Das trieb mir die Tränen in die Augen und vor lauter Schluchzen konnte ich kaum sprechen. Ich bin also immer noch sehr bekannt und beliebt.

Johannes Kaplan löst Massenbegeisterung aus

Als die Kongressteilnehmer nach 20 Minuten stehender Ovation in die Sitze sanken, jubelten sie Johannes Kaplan weiterhin zu. Sie riefen außerdem löbliche Worte!

Nach diesem herzlichen, gegenseitigen Empfang trat Frau Bernholdia Baumeister (72) auf die provisorisch eingerichtete Bühne. Mithilfe eines Tageslichtprojektors (unlöblich: Overheadprojektor, Polylux) zeigte sie rund 100 Lichtbilder von sogenannten „Handys“, welche sie eigenhändig Kindern entrissen und anschließend kaputtgeworfen hatte. Die Bilder von zerstörten „Handys“ waren eine gute Einstimmung und ein wahrer Balsam für die Seele eines jeden redlichen Menschen. Leider wurde dieser Vortrag jäh unterbrochen, da sich der unredliche Herr Göllner in den Saal geschlichen hatte und den Netzstecker des Projektors aus der Wand riss. Offensichtlich hatte sich der unredliche Schurke über eine Stunde lang unter einem Tisch versteckt, so dass ich ihn im Vorfeld der Veranstaltung nicht zu entdecken vermochte.

Zum Glück hielt die russischstämmige Oberschwester Olga die ganze Zeit über an der Tür Wache und stürmte umgehend nach vorn. Sie nahm Herrn Göllner in den Polizeigriff bzw. Schwitzkasten und führte ihn ab. In den nächsten Tagen wird er gewiss keinen Nachtisch mehr erhalten. Auch mit Stubenarrest und Heimrechnerverbot ist zu rechnen.

Herr Göllner ist Komplize von Megaupload

Der Saboteur Herr Göllner wird einige Wochen ohne Nachtisch auskommen müssen!

Trotz aller Bemühungen gelang es keinem der Teilnehmer, den Netzstecker zurück in den Schukokasten zu stecken, was nichts machte, denn es sollten sowieso keine Lichtbilder mehr gezeigt werden. Stattdessen trat Herr August Hohenmeiser, ein Urgestein der Redlichkeit, an das Pult. Auch er erhielt einen tosenden, stehenden Applaus. Er kam gar nicht dazu, seine Rede zu halten, da die Anwesenden Schlange standen, um Autogramme von ihm zu ergattern. Außerdem erhielt er jede Menge Fanatiker-Briefe (unlöblich: „Fanpost“).

August Hohenmeiser ist ein Urgestein der Redlichkeit

Herr August Hohenmeiser brachte mit seinem redlichen Auftritt den Saal zum Kochen!

Danach wurden recht herzlich einige Mitglieder des bereits erwähnten Internetzforums „Missionare anschnur“ begrüßt, welche anschauliche und interessante Redebeiträge hielten. Dann gab es die erste Pause. Das Pflegepersonal servierte Linsensuppe und Leitungswasser. Kongressteilnehmer, die dies wünschten, wurden vom Personal gefüttert. Danach erkundeten viele Besucher den schönen Park unseres Alten- und Pflegeheims.

Erhohlung von der Redlichkeit

Im schönen Park des Alten- und Pflegeheims konnten sich die Kongressteilnehmer von der geballten Kraft der Redlichkeit erholen!

Alte, redliche Menschen ruhen sich von ihrem löblichen Tun aus!

Auch vor dem Haus trafen sich die Besucher zu keuschen und löblichen Gesprächen!

Nachdem ein Teilnehmer mit dem Krückstock gegen den großen Gong geschlagen hatte, versammelten wir uns wieder im Speisesaal, wo Wassergläser und Linsenteller inzwischen entfernt worden waren. Eigentlich war nun ein Vortrag von Herrn Hans-Klaus Ragau aus Mödlich (Brandenburg) vorgesehen. Er hatte leider sein künstliches Gebiss vergessen und konnte sich deshalb nicht verständlich artikulieren. Daher wurde über einige der Tagespunkte abgestimmt.

So wurde einstimmig eine Erhöhung des Kindergeldes beschlossen. Das heißt, wer Kinder bekommt, soll zukünftig Geld bezahlen, und zwar an den Staat. Zur Strafe sozusagen. Die Anträge auf Erhöhung der Renten und Pflegegelder wurden glatt durchgewunken. Ebenfalls bekräftigten die Anwesenden den Anspruch aller Senioren auf kostenlose Mobil-Fernsprechapparate sowie auf Gratis-Internetzanschlüsse samt dazugehöriger Heimrechner. Diese kostenlosen Heimrechner sollten jeweils dem neuesten Stand der Technik entsprechen.

Die Aktionsgruppe „Ein Herz für Entmündigte“ (Schirmherr: Johannes Kaplan) verteilte danach die selbsterstellte Broschüre: „Verflixt – ich habe einen Betreuer! Was nun?“. Dann endlich hielt ich den langersehnten Beitrag zum Schmutzthema „Sexualität“. Wie erwartet zeigten sich die redlichen Teilnehmer äußerst empört: sie verurteilten die sogenannte „Sexualität“ einstimmig. Da der Hausmeister des Pflegeheims seine Stereoanlage im Speisesaal aufgebaut hatte, hörten wir dann noch gemeinsam das schöne Lied „Ich hab‘ noch Sand in den Schuhen aus Hawaii“, welches der begabte Sänger Bata Illic einst vortrug. Dies besänftigte die Gemüter.

Abschließend bildete sich ein Fernsprech-Komitee, welches zukünftig die „Handy“-Nutzung (Missbrauch) durch Jugendliche kontrollieren und möglichst völlig ausbremsen will. Hier im Blog wurde bereits über diesen Gesetzentwurf berichtet. Alle waren sich einige, dass dieser Weltredlichkeitskongress ein überwältigender Erfolg war. Ich schüttelte jedem Teilnehmer persönlich die Hand und versprach hoch und heilig, dass der nächste Kongress pünktlich in zehn Jahren stattfinden wird!

Mit herzlichen, redlichen Grüßen
Ihr Johannes Kaplan !

Trübes Leitungswasser und lauwarme Suppe

Die lauwarme Linsensuppe wirkte nachhaltig auf die Besucher des Kongresses, das angebotene Leitungswasser war nahezu glasklar!

Weitere zahlreiche Eindrücke und Lichtbild-Impressionen finden Sie, liebe Leser und Leserinnen, in einem Gesprächsfaden des befreundeten Internetz-Forums der „Missionare anschnur“:

Impressionen aus dem Weltredlichkeitskongress

Read Full Post »

Kaputte Bierflaschen

Nur eine kaputte Bierflasche ist eine gute Bierflasche!

Neulich, gleich nach dem Mittagstisch bei uns im Pflegeheim, kam ich auf die Idee, mal eine Aktion gegen den Alkohol zu starten. Daher ging ich in einen nahen Getränkeladen, in welchem man nicht nur Obst- und Brotsaft erwerben kann, sondern auch alkoholhaltige Getränke. Obgleich ich nicht mehr der Jüngste bin, wohnt mir doch allerlei Kraft inne, und so schmiss ich mich mit voller Wucht gegen einen Stapel Bierkisten. Es knirzte und knarzte, der Stapel kippte um, die Kisten purzelten durcheinander und viele Flaschen gingen lautstark zu Bruch! Es roch scheußlich nach Bier, mir wurde blümerant.

Dennoch: Jede Flasche, die da nun in Scherben lag, konnte nicht mehr verkauft werden und somit kein Unheil mehr anrichten. Meine Aktion hatte daher Erfolg!

Nackter Mann nuckelt an Bierflasche

Demnächst wird diesem unangenehmen Zeitgenossen (aufgrund meiner redlichen Aktion) die eine oder andere Flasche Bier zum Trinken fehlen!

Eilig kamen einige Angestellte herbei, welche ganz erschrocken wirkten. Ich hatte Angst, dass sie erkennen würden, dass ich mit Absicht gehandelt hatte. Aber ich wurde gefragt, ob mir nichts passiert sei.

Ich sagte nur: „Nein, ich habe nichts abbekommen … ist gerade nochmal gutgegangen.“

Sie entschuldigten sich dafür, dass der Stapel unfachmännisch aufgebaut gewesen sei. Ich meinte dann nur noch, dass sie beim nächsten Mal besser überlegen sollten, wie und wo sie die Kisten stapeln. Als Wiedergutmachung wurde mir eine Kiste Wasser direkt ins Pflegeheim geliefert, bis hinauf in mein Zimmer. Mein alter Feind und Mitbewohner, Herr Göllner, guckte sehr neidisch, als er das sah.

Herrn Göllner stand die Eifersucht noch tagelang ins Gesicht geschrieben!

Herrn Göllner stand die Eifersucht noch tagelang ins Gesicht geschrieben!

Dem Angestellten hingegen, der diese Kisten aufgestapelt hatte, wurde fristlos gekündigt. Da es sich um einen nahezu rechtlosen „Mini-Jobber“ handelte, war die Kündigung für die redliche Geschäftsleitung kein Problem.

Read Full Post »