Archive for the ‘Artikel: Klassiker’ Category

PC Jugend

Ein typischer Jugendlicher von heute: Zwar mit modernster Technik ausgerüstet, aber ohne echte Freunde. Er hockt den ganzen Tag vor seinem Heimrechner, spielt unsinnige Spiele und „unterhält“ sich mit virtuellen Menschen. Ein Verhalten, das zur Selbstbefriedigung und zur Zigarettensucht führt!

Liebe Freunde und Freundinnen der Redlichkeit!

Vor einigen Jahren noch begab ich mich des Öfteren in elektronische Gesprächsrunden (sogenannte „Chats“), um Menschen individuell anzuschreiben und ihnen die Redlichkeit näherzubringen.  Wie außerhalb des Netzes auch, erlebte ich, dass sich die Leute mokierten oder aggressiv wurden, wenn ich sie auf den rechten Weg führen wollte.

Ich musste mich nicht selten als „blöder Spinner“ u. ä. titulieren lassen und bekam gesagt, dass ich mich „verpissen“ solle.  Es ging sogar so weit,  dass, wenn ich einen „Chat“ nur betrat, von anderen Teilnehmern den Kommentar hörte: „Ah, da ist er ja wieder, den veräppeln wir jetzt!“

Und dann rauften sie sich zu einem Rudel zusammen, um mich zu beschimpfen.  Alleine fühlten sie sich wohl zu schwach mir gegenüber. Das waren untragbare Zustände!  Redlichkeit bedeutet unter anderem, dass man sich liebevoll und friedlich begegnet.

Nun stellt sich die Frage, liebe Leserin, lieber Leser, wie opportun das elektronische Gespräch ist.

Die Antwort ist niederschmetternd: Jegliche Konversation im Internetz führt zur Isolierung der Menschen!

In der Praxis sieht es doch so aus, dass jemand zu Hause vor einem Computer sitzt, und  per Tastatur in dieser künstlichen Welt plaudert. Es findet ein Austausch von schriftlichen Meinungen statt, aber der persönliche Kontakt fehlt. Im Netz gibt es keine Gestik und Mimik, die doch so wichtig für ein gutes Gespräch sind. Mit der Zeit verkümmert die Gefühlswelt, da das sterile Handeln in einer elektronischen Gesprächsrunde das menschliche Miteinander nicht ersetzen kann.

Ich ziehe Gespräche mit persönlichem Kontakt vor. Möchte ich mal diskutieren oder mich „nur mal unterhalten“, gehe ich hinüber ins nahe Kirchencafé –  dort treffe ich immer nette und redliche Menschen!

Herzlichst,
Ihr Johannes Kaplan

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Anständiger junger Mann

Ein Jugendlicher, der ein angemessenes Taschengeld erhält, wächst zu einem lebenstüchtigen, moralischen Menschen heran!

Liebe redliche Mitmenschen!

Wie viel Taschengeld soll ich meinem Kind geben? Diese Frage stellen mir viele Eltern. Die Höhe des Taschengeldes ist oft ein Streitpunkt in der Familie. Eltern, die gute Menschen sind oder sein wollen, möchte ich folgende redliche Richtlinien zur Orientierung geben:

Bis zum Alter von 14 Jahren sollten Kinder kein Taschengeld erhalten. In dieser Zeit lernt das Kind, ohne Geld auszukommen. Ab 15 Jahren sollten Jugendliche Taschengeld erhalten, damit diese lernen, wie man mit Geld umgeht. Meine redlichen Vorschläge:

15-jährige:  3, 50 EUR/Monat

16-jährige:   5, 00 EUR/Monat

17-jährige:   6, 50 EUR/Monat

Ab 18 Jahren sollte der Jugendliche sein eigenes Geld erwirtschaften, damit er ermessen kann, wie schwer es ist, Geld zu verdienen.

Verdorbene Jugend

Jugendliche, die mehr als 10 EUR Taschengeld erhalten, verwandeln sich in unmoralische Geschöpfe, welche Techno-Bier trinken und sich der Unkeuschheit hingeben!

Für was sollte der Jugendliche sein Taschengeld verwenden? Besonders sinnvoll sind (da pädagogisch wertvoll):

Malbuch

Malstifte

Sprungseil (zum Seilhüpfen)

Zoobesuch

Müsliriegel

Spenden für wohltätige Zwecke

Strauß Blumen für die löbliche Frau Mutter respektive für die redliche Frau Großmutter

Malstifte

Mit Malstiften können Heranwachsende Malbücher ausmalen. Ein sinnvoller Zeitvertreib, der zudem die künstlerische Kreativität anregt!

Nicht sinnvoll hingegen:

CDs/DVDs

Gebühren für tragbare Telefone („Handys“)

Kino-, Disko-, Kneipenbesuch

Süßigkeiten, „Bubble Tea“

Komik-Hefte (z. B. „Micky-Maus“, „Spinnen-Mann“)

Heimrechnerspiele (z. B. „Laura Kraft“, „Mario Brüder“)

Rollbretter

Moderne Heimrechnerspiele wie die „Super Mario Brüder“ führen zur Verrohung, zur Kriminalität und letztlich zum Amoklauf. Jugendliche können Spiel und Wirklichkeit nicht trennen.

Natürlich lassen sich beide Listen noch weiter ausführen. Diese sollen aber lediglich als Denkanstoß dienen, so dass der interessierte Leser diese Listen für sich selbst weiterführen kann.

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Johannes Kaplan bringt Kindern und jugendlichen Deppen das Briefeschreiben bei!

Die gute, alte Tradition des Briefeschreibens muss unbedingt wiederbelebt werden!

Liebes Kind, lieber Jugendlicher,

in einem Zeitalter, in welchem man „E-Mails“ – wie viele salopp sagen – oder auch Kurznachrichten mit einem tragbaren Telefon verschickt, verliert bei vielen Menschen der gute alte Brief an Bedeutung. Ich habe die Befürchtung, dass die Kinder und Jugendlichen gar nicht mehr wissen, wie man einen Brief schreibt, da sie es nicht mehr gewöhnt sind. Aber keine Bange, Dein Onkel Johannes erklärt Dir nun, wie man ein Schreiben aufsetzt! Nimm doch die Gelegenheit wahr, diese alte Tradition wieder aufleben zu lassen und Deinen lieben Verwandten, Bekannten und Freunden in der Ferne einen lieben Gruß zu senden!

SMS sind etwas für dumme Menschen

„SMS“-Nachrichten beinhalten nur unsinniges Zeug, und wer sie liest oder verschickt fängt dümmlich zu Grinsen an!

Und so geht es mit dem Briefeschreiben: Besorge Dir ein weißes Blatt aus Papier (gibt es im Schreibwarenhandel). Wichtig: nicht ein Blatt aus einem Spiralblock reißen, da dann unschöne „Fransen“ an der Seite des Papiers entstehen. Einen persönlichen Brief schreibt man mit der Hand – nicht mit dem Heimrechner oder mit der Schreibmaschine! Zum Schreiben benutze auch keinen Kugelschreiber, sondern einen Füllfederhalter, da man mit diesem eine schönere Schrift hat. Sollte Deine Handschrift dennoch krakelig erscheinen, lege Dir ein „Schönschreibheft“ zu und übe darin fleißig.

Nun schreibe auf das Papier Deine redlichen Grüße, denke aber daran, dass Du einen Rand von drei Zentimetern lässt. Ist der Brief fertig geschrieben? Schön! Nun brauchst Du einen Briefumschlag (diesen gibt es ebenfalls im Schreibwarenladen). Jetzt beschrifte den Umschlag  mit der Adresse des Empfängers! Diese Adresse benötigt nicht das @-Zeichen, sondern die POSTLEITZAHL des Empfängers. Wenn Du diese nicht kennst, dann frage einen Erwachsenen, der sie für Dich in Erfahrung bringen kann. Die Adresse gehört auf die Vorderseite des Umschlages.

Schreibe auf die Rückseite des Umschlages auch Deine eigene Anschrift. Denn wenn der Empfänger verzogen sein sollte, weiß der Onkel von der Post, wohin er den Brief zurückbringen muss. Jetzt den Brief falten, so dass er in den Umschlag passt. Umschlag zukleben. Nun brauchst Du nur noch eine Briefmarke. Gehe zu einem Postamt in Deiner Nähe und der Schalterbeamte wird Dich beraten, welche Marke Du da aufkleben solltest. Merke: eine Briefmarke gehört auf jeden Brief!

Johannes Kaplan erklärt den Sinn von Briefmarken

Die richtige Briefmarke auf einem Umschlag dient nicht als schmückendes Beiwerk … nein, sie ist im Postverkehr so viel wert wie Bargeld. Daher sprich man auch von „Wertzeichen“ und vom „frankieren“.

Nun wirfst Du den Brief in den Briefkasten (dies sind die gelben Kästen, die man überall sieht, auch vor dem Postamt). Und bald erhalten Deine Lieben Deinen Brief, Deine Grüße in den Händen und erfreuen sich an diesen.

Ich hoffe, Dir geholfen zu haben und verbleibe mit den besten Wünschen, Dein:
Johannes Kaplan

Liebesbriefe sind eine Beleidigung für den Empfänger

Keinesfalls sollte die Kunst des Briefeschreibens missbraucht werden, um sogenannte „Liebesbriefe“ zu verfassen.

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Weltredlichkeitskongress im Alters- und Pflegeheim

Wegen des großen Erfolges des Weltredlichkeitskongresses, der im Februar 2001 stattfand, wird dieser nach über 10 Jahren wiederholt!

Liebe Freunde und Freundinnen der Redlichkeit! 

Im August findet der 2. Weltredlichkeitskongress hier bei mir im Alters- und Pflegeheim statt, und zwar im großen Speisesaal links vom Haupteingang! Alle löblichen Menschen sind eingeladen, Vorträge zu halten, wie man die Redlichkeit in die Welt tragen kann. Auch ich halte dort als Dozent einen wissenschaftlichen Vortrag ab. Ich werde mich mit dem Thema …

„Die Widernatürlichkeit der ‚Sexualität‘ in der heutigen Zeit“

… auseinandersetzen. Hier einige der Unterpunkte, die ich behandeln werde:

– Jugend und „Sexualität“:  Warum man bereits jungen Menschen die „Sexualität“ verbieten sollte!

– „Sexualität“ in den Medien: Wie ein Medium die Menschen manipuliert, „Sexualität“ als „normal“ anzusehen!

– Verhütungsmittel: Die modernen Verführer, um „Sexualität“ nur aus „Lust“ zu praktizieren!

Attraktive Frau will keusch sein

Eine attraktive Frau bekennt sich zur Keuschheit!

Der Vortrag von Herrn August Hohenmeiser wird folgende Punkte behandeln: 

– Mann oder Frau? – Klärung der Schuldfrage beim Auftreten von „Sexualität“.

– Gibt es einen „Sexual“-Trieb? – Hintergründe und Fakten, die zeigen, dass dem nicht so ist.

– „Sex“ in der Vergangenheit – ein Mythos oder eine Lügengeschichte?

Mit der Bitte um Kenntnisnahme!

Kein Mitläufer – sondern ein Denker: Johannes Kaplan

Junge Menschen und Sexualität

Junge Menschen wissen oftmals nicht, worauf sie sich mit der Sexualität einlassen.

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Kaputte Bierflaschen

Nur eine kaputte Bierflasche ist eine gute Bierflasche!

Neulich, gleich nach dem Mittagstisch bei uns im Pflegeheim, kam ich auf die Idee, mal eine Aktion gegen den Alkohol zu starten. Daher ging ich in einen nahen Getränkeladen, in welchem man nicht nur Obst- und Brotsaft erwerben kann, sondern auch alkoholhaltige Getränke. Obgleich ich nicht mehr der Jüngste bin, wohnt mir doch allerlei Kraft inne, und so schmiss ich mich mit voller Wucht gegen einen Stapel Bierkisten. Es knirzte und knarzte, der Stapel kippte um, die Kisten purzelten durcheinander und viele Flaschen gingen lautstark zu Bruch! Es roch scheußlich nach Bier, mir wurde blümerant.

Dennoch: Jede Flasche, die da nun in Scherben lag, konnte nicht mehr verkauft werden und somit kein Unheil mehr anrichten. Meine Aktion hatte daher Erfolg!

Nackter Mann nuckelt an Bierflasche

Demnächst wird diesem unangenehmen Zeitgenossen (aufgrund meiner redlichen Aktion) die eine oder andere Flasche Bier zum Trinken fehlen!

Eilig kamen einige Angestellte herbei, welche ganz erschrocken wirkten. Ich hatte Angst, dass sie erkennen würden, dass ich mit Absicht gehandelt hatte. Aber ich wurde gefragt, ob mir nichts passiert sei.

Ich sagte nur: „Nein, ich habe nichts abbekommen … ist gerade nochmal gutgegangen.“

Sie entschuldigten sich dafür, dass der Stapel unfachmännisch aufgebaut gewesen sei. Ich meinte dann nur noch, dass sie beim nächsten Mal besser überlegen sollten, wie und wo sie die Kisten stapeln. Als Wiedergutmachung wurde mir eine Kiste Wasser direkt ins Pflegeheim geliefert, bis hinauf in mein Zimmer. Mein alter Feind und Mitbewohner, Herr Göllner, guckte sehr neidisch, als er das sah.

Herrn Göllner stand die Eifersucht noch tagelang ins Gesicht geschrieben!

Herrn Göllner stand die Eifersucht noch tagelang ins Gesicht geschrieben!

Dem Angestellten hingegen, der diese Kisten aufgestapelt hatte, wurde fristlos gekündigt. Da es sich um einen nahezu rechtlosen „Mini-Jobber“ handelte, war die Kündigung für die redliche Geschäftsleitung kein Problem.

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Sonntagsgarderobe

„Herr“ Hartenfels meint allen Ernstes, dies sei die passende Garderobe für einen Sonntagnachmittag!

Herr Münzing hat mir diesen Fall per elektronischer Post zugeschickt:

Ich hatte heute ein Erlebnis, welches mich sehr echauffierte. Ich bin so frei, Herr Johannes Kaplan, und berichte Ihnen davon. Vielleicht machen Sie sich die liebevolle Mühe, mir Ihre hochgeschätzte Meinung mitzuteilen.

Da ich ein redlicher Mensch bin, stattete ich meinem guten Freund Fürchtegott Hartenfels vor kurzem einen sonntagnachmittäglichen Besuch ab. Vorher kaufte ich eine rote Rose, um sie seiner lieben Frau als kleine Aufmerksamkeit zu überreichen. Ich klingelte an seiner Türe und besagte Gattin gewährte mir freundlicherweise Einlass. Ich überreichte der netten Dame das floristische Präsent, an welchem sie Wohlgefallen hatte. Wir plauschten ein bisschen, danach führte sie mich in das Heimrechner-Zimmer ihres Mannes, meinem zu jener Zeit noch guten Freund Fürchtegott Hartenfels.

Sogleich bot sich mir ein fürchterliches Bild! Ich war entsetzt! Ja … ich war schockiert, das können Sie mir glauben!

Was ich da sah, das konnte ich nicht fassen: Fürchtegott Hartenfels saß mit einem Dauerlauf-Anzug bekleidet vor seinem Heimrechner, wobei hinten gar ein Zipfel seines Unterhemdes herausschaute!

Ich regte mich darüber sehr auf. Ich brüllte ihm ins Gesicht, dass heute Sonntag sei und man an diesem Tag redlich bekleidet sein sollte. Darunter verstehe ich: Anzug, weißes Hemd, Krawatte; Blümchen im Knopfloch. Er und seine Frau jedoch lachten mich aus, ich erntete nur Spott. Deprimiert zog ich von dannen. Doch ich wusste, ich würde zurückkehren!

Wenn Sie glauben, dass sei alles, was Herr Münzing durchgemacht hat, dann irren Sie sich. Wenige Tage später erhielt ich einen weiteren Brief:

Herr Kaplan! Heute Nachmittag stattete ich gemeinsam mit dem rechtschaffenen Herrn Pastor meinem Nicht-mehr-Freund Hartenfels einen „Überraschungsbesuch“ ab. Es handelte sich sozusagen um eine Art Endkontrolle. Wir klingelten an der Haustüre des Deliquenten … und sofort nach dem Öffnen bot sich uns ein Bild des Grauens! Hartenfels war zum wiederholten Male – an einem Sonntag wohlgemerkt! – unredlich bekleidet. Er stand vor uns: mit einer Art Unterhose sowie einem geriffeltem Unterhemd, auf welchem sich zu allem Überdruss zahlreiche Senfflecken befanden. In der rechten Hand hielt mein ehemaliger Freund eine geöffnete Dose Bier, in der linken eine übelriechende Bratwurst. Und dies an einem solch heiligem Tage!

„Das ist skandalös“, intonierte der rechtschaffene Herr Pastor. Er japste nach Luft, aber weitere Vorwürfe fielen ihm nicht ein. Wir schauten Hartenfels eine Weile stumm an, unser Schock saß einfach zu tief.

Hartenfels verschnabulierte in aller Ruhe (und mit lauten Schmatzgeräuschen) seine Wurst, anschließend fragte er uns, was das alles solle. Der rechtschaffene Herr Pastor forderte ihn daraufhin auf, dass er sich unverzüglich einen Anzug samt Krawatte anziehen solle, denn seine derzeitige Aufmachung sei blasphemisch und sakrilegisch! Wir ernteten nur Aggressionen und mussten uns anhören, dass wir „Spinner“ seien, die ein „Rad ab“ hätten. Vielleicht war Hartenfels bereits sufftrunken, dass er derart auf uns schimpfte, denn er konsumierte ja alkoholhaltiges Bier.

„Ziehen Sie unverzüglich einen redlichen Anzug an!“, postulierte der rechtschaffene Herr Pastor erneut. Er bekam von Hartenfels das Wort „Vollidiot“ an den Kopf geknallt, anschließend schlug der unredliche Trunkenbold uns krachend die Tür vor der Nase zu.

In meiner argen Not rief ich per moderner Fernmeldetechnik die Polizei. Der diensthabende Beamte wollte wissen, was denn passiert sei, aber ich war so konfus, dass ich am Telefon nichts Genaues zu erläutern vermochte. Ich stammelte nur, hier vor Ort sei etwas Entsetzliches geschehen.

Zehn Minuten später traf ein Streifenwagen ein – mit Blaulicht und Tatütata. Der rechtschaffene Herr Pastor und ich waren immer noch aufgeregt, konnten aber den beiden Beamten in halbwegs zusammenhängenden Worten das Geschehene schildern. Die uniformierten Schutzmänner schmunzelten sich an! Ich fragte mich, was an diesem Vorfall denn nun so lustig sei. Warum das Grinsen? Es ist doch alles andere als lustig, an einem Sonntag ordinär bekleidet zu sein! Die Schutzmänner fragten uns, ob wir was getrunken hätten, was wir redlich verneinten.

„Nun gut, da habt ihr Jecken euch einen schönen Ulk mit uns erlaubt. Wir drücken ausnahmsweise ein Auge zu – ist ja Karneval. Aber beim nächsten Mal wird’s teuer.“ Als die Staatsdiener weggingen hörten wir noch, wie sie sich über das Gewand des rechtschaffenen Herrn Pastors lustig machten – welch eine alberne Karnevalsverkleidung das sei.

Ich stelle also fest, dass es unserer Regierung völlig egal ist, wie die Leute am heiligen Sonntag gekleidet sind. Und jetzt befürchte ich gar, dass der gesamte Staat vor dem Verfall steht. Ein Sodom und Gomorrha ist unausweichlich!

Der Pfaffe und ich waren so entsetzt von alledem, dass wir den Ort der Sünde umgehend verließen. Wir spürten Ohnmacht, Trauer und Zorn. Aber wir geben nicht auf! Wir werden die notwendigen Schritte in die Wege leiten, damit Hartenfels sein Unrecht einsieht. Und wenn nicht, bringen wir ihn ins Gefängnis, diesen widerlichen Verbrecher!

Ich schrieb Herrn Münzing umgehend zurück, dass ich seine Ansichten vollumfänglich teile. Doch mein Mitgefühl hatte sich erübrigt, da Herr Hartenfels zwischenzeitlich an einem Herzinfarkt verstorben war. Das hat er nun davon! Sicherlich kennen auch Sie unredliche Personen, die sich so aufführen wie dieser „Herr“ Hartenfels. Sagen Sie diesen Leuten, dass man erwarten könne, dass jeder Mensch am Sonntag zünftig bekleidet ist – denn dies ist ein Schritt auf dem Wege, ein löblicher Mensch zu werden!

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Alte Ehepaare sind besonders glücklich

Ältere Menschen wirken besonders glücklich, wenn sie zu zweit leben!

Hier, im Pflegeheim, ist es arg langweilig. Die Tage kommen und gehen, ohne dass etwas Aufregendes passiert. Andere Heimbewohner haben es besser als ich, sie werden mitunter von Kindern oder Enkelkindern besucht, mit denen sie dann Mensch-ärgere-Dich nicht oder sogar Mau-Mau spielen. Am besten sind jene Heimbewohner dran, die zu zweit leben: alte Ehepaare, die sich schon von früher her kennen und auch an diesem trostlosen Ort zwei, drei Stunden pro Tag gemeinsam verbringen.

Mann und Frau sitzen dann auf einer Parkbank und füttern die Spatzen, abends sehen sie sich gemeinsam die Tagesschau an. Auch halten diese Ehepaare zusammen – sie zerren im Gemeinschaftsraum schon mal einen Mitbewohner vom Stuhl, wenn dieser sich zu lange vorm Heimrechner aufhält. Schließlich möchte sich jeder mal etwas im Internetz ansehen, beispielsweise Kurzfilme mit schönen Liedern des beliebten Sängers Bata Illic.

Alter, einsamer Mann im Stadtpark

Alte Männer ohne Gattin sind oft einsam: Endstation Stadtpark!

Ja, es würde mir durchaus gefallen, eine Frau an meiner Seite zu wissen. Andere Heimbewohner fragen mich häufig, welche Eigenschaften – nach meinen redlichen Vorstellungen – meine zukünftige Gattin denn vorweisen sollte. Das Alter einer Frau ist mir generell unwichtig, sie sollte nur jung sein. Es ist selbstverständlich, dass sie noch nie eine sexuelle Beziehung zu einem Mann gehabt haben darf, da Sexualität etwas Widernatürliches ist. Auch in unserer Beziehung wird keine Sexualität stattfinden, sondern die Keuschheit wird unser oberstes Gebot sein!

Besonders wichtig wäre es mir, wenn sie eine ansehnliche Summe auf dem Giro- bzw. Sparkonto vorweisen könnte (Witwenrente, Erbschaften, Lottogewinne – oder ähnliches). Denn ich bekomme von der Heimleitung sehr wenig Geld zugeteilt, so dass ich mir keinen tragbaren Heimrechner (unredlich „Notebook“) leisten kann. Mit einem solchen Gerät wäre ich nicht mehr auf den veralteten, schmuddeligen Rechner im Gemeinschaftsraum angewiesen. Um meine Bedürfnisse zu finanzieren, kann meine zukünftige Gattin meinetwegen auch frühmorgens Zeitungen austragen, denn redliche Arbeit adelt schließlich!

Diese Frau käme grundsätzlich als meine Gattin in Frage, zumal sie einen tragbaren Heimrechner besitzt. Allerdings ist sie zu betagt.

Meine zukünftige Begleiterin sollte es für normal halten, dass ich manchmal Anfälle bekomme. Da werfe ich mich dann auf den Boden, schlage wild um mich und schreie laut. Dies ist aber für sie nicht gefährlich. Sie müsste schwere Gegenstände heben können (beispielsweise einen Kasten Mineralwasser in mein Zimmer hinaufbringen), da ich aus Altersgründen nicht sehr kräftig bin.

Äußerlichkeiten sind mir gleichgültig, sie sollte nur sehr hübsch sein und Kleidung tragen, die ihre schlanke Figur zum Ausdruck bringt. Die Grazie einer Frau erheitert das Herz des Mannes. Wenn sie so gut kochen könnte, wie es einst meine Mutter vermochte, würde mir das sehr gefallen. Auch sollte sie stets meine Sachen sauber halten (meine Haarbürste reinigen, meine Leibwäsche täglich kontrollieren, meine Schuhe putzen). Da solche Tätigkeiten für eine Frau spezifisch sind, werden sie diese Arbeiten auch redlich erfreuen.

Bei unterschiedlichen Meinungen hat meine zukünftige Gattin nachzugeben, da ich immer Recht habe. Wie Sie sehen, bin ich ein großzügiger, toleranter und liebenswerter Mann. Falls Sie eine Frau sind, und der Meinung, dass Sie meinen redlichen Vorstellungen entsprechen, schreiben Sie mir einfach einen Kommentar, hier, direkt unter diesem Artikel!

Opa auf Parkbank

Alleinstehende Männer wirken oft wie bestellt und nicht abgeholt!

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Handys terrorisieren die Menschheit

Viele Menschen können den täglichen Handy-Terror nicht mehr ertragen!

Vom Mobiltelefon („Handy“) gehen viele Gefahren aus:

Prof. Anton Brunkeuter hat erkannt, dass die Strahlungen der sogenannten „Handys“ die Gehirnzellen der Menschen regelrecht verbrennen. „Dadurch lässt“, so der Herr Professor, „sukzessiv die Intelligenzleistung des Gehirnes eines ‚Handy-Besitzers‘ nach“. Eine erschreckende Feststellung!

Wenn die Menschen immer „dümmer“ werden, wundert es mich, Johannes Kaplan, nicht, dass ich – und andere – fälschlicherweise entmündigt wurden! Ich habe zudem festgestellt, dass die Strahlung der „Handys“ mitverantwortlich für die globale Erderwärmung ist. Strahlung erzeugt Wärme, und da es unzählige Mobiltelefone gibt, gibt es viele Strahlenquellen und daher viel Wärme. Unsere Erde wird rund um die Uhr mit diesen Strahlen belastet. Die Folge: der Planet erwärmt sich. Einige Wissenschaftler haben dies noch nicht erkannt, denn es wird oft in der falschen Richtung geforscht. Benutzen Sie am besten kein Mobiltelefon, ansonsten machen Sie sich an der Erderwärmung mitschuldig!

Handystrahlung wirkt negativ auf das Gehirn

Prof. Brunkeuter beschäftigt sich, wie Johannes Kaplan auch, mit den schädlichen Auswirkungen der "Handys" auf Mensch und Umwelt.

Meine neusten Untersuchungen führten mich zu ganz neuen Schlussfolgerungen:

Ein Teil der Wärme (die aus der Strahlung der Mobiltelefone resultiert) gelangt ins Universum. Wie jeder weiß, weitet sich Wärme aus, nimmt Platz im Raum ein. Daher komme ich zur Schlussfolgerung, dass Mobiltelefone auch Schuld daran sind, dass unser Universum expandiert. Was bedeutet das – „Expansion“? Damit ist gemeint, dass sich die Planeten immer weiter voneinander entfernen. Davon haben Sie sicherlich schon mal gelesen oder gehört. Wollen Sie, dass unsere Erde, unser Universum, zugrunde geht? Wohl kaum!

Ferner ist mir aufgefallen, dass, wenn auf der Erde Mobiltelefone besonders häufig benutzt werden, Hochwasser- und Sturmkatastrophen entstehen. Es scheint, dass die „Handy“-Strahlungen auch für diese Unannehmlichkeiten verantwortlich sind, allerdings sind meine Forschungen auf diesem Gebiet noch nicht abgeschlossen.

Sie sehen: es gibt genug Gründe, die dafür sprechen, das Mobiltelefon nicht zu benutzen:

Handy-Verbot

Die gelegentliche Benutzung von "Handys" sollte älteren, redlichen Personen vorbehalten bleiben - beispielsweise, um die Polizei zu rufen.

Werden Sie ein guter Mensch! Sagen Sie „nein“ zu Mobiltelefonen! Wir brauchen diese nicht!

Ferner fordere ich die Mobilfunkunternehmen auf, ihre Preise so zu gestalten, dass das mobile Telefonieren unattraktiv wird! Beispiel: 100,- EUR Grundgebühr und 5,- EUR die Gesprächsminute bei Abrechnung im 3-Minutentakt. Für redliche Personen hingegen  – beginnend mit einem Alter von 55 Jahren – sollte die Ausgabe und Nutzung von Mobiltelefonen absolut kostenfrei gestaltet werden. Allein dieser Personenkreis ist in der Lage, verantwortungsvoll (gegenüber sich selbst und der Umwelt) mit der neuartigen Technik umzugehen.

Handys im Weltraum

Auch der Weltraum ist in Gefahr, wenn Handys (insbesondere von Jugendlichen) benutzt werden!

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Anwärter auf den Nobelpreis

Direktor des Instituts Rüsselheim: Professor Anton Brunkeuter

Weitgehend unbeachtet von der Mehrheit der Forscher, die sich in den letzten Jahren mit dem sündhaft teuren, sinnlosen und größtenteils unredlichen Human Genom Project, der Entschlüsselung der menschlichen Gene, beschäftigt haben, fand am redlichen Institut für Zellbiologie der wissenschaftlichen Akademie Rüsselsheim eine weitaus sinnvollere Forschung statt: die Suche nach dem Redlichkeits-Gen. Der Direktor des Instituts, Professor Anton Brunkeuter, und sein Oberassistent, Dr. Lambert Mürgler, traten jetzt mit ihren sensationellen Ergebnissen an die Öffentlichkeit.

Diese Ergebnisse könnten die menschliche Gesellschaft radikal verändern. Erstmals können redliche von unredlichen Menschen durch einen einfachen und vergleichsweise billigen Gentest unterschieden werden, den Prof. Brunkeuter demnächst auf den Markt bringen will. Menschen, deren Unredlichkeit so weit führt, dass sie eine ernsthafte Gefährdung für sich selbst und ihre Umwelt darstellen, können vielleicht schon in zehn Jahren auch einer Gentherapie unterzogen werden.

Dr. Muergler ist ein Oberasstistent

Dr. L. Mürgler - Mitentdecker des Redlichkeits-Gen

Dr. Lambert Mürgler berichtet: “Unsere Methode war genial einfach, so wie jede Idee des Professors. Wir nahmen Blutproben von erwiesenermaßen redlichen Menschen (Johannes Kaplan, Ferdinand Schratmannsdörffer, Franz Frommheld, KarlAugust Bromme, Edeltraud Engler und uns selbst), und trugen die Erbinformation (DNA) zur Auftrennung auf Gelplatten auf. Dann verglichen wir das Ergebnis mit der Erbinformation von notorisch unredlichen Menschen (Handybesitzer, Raucher, sowie Menschen, die Sexualität praktizieren oder sich unredlich kleiden, teilweise sogar Tangaslips anziehen!). Es war nicht einfach, die unredlichen Subjekte zu identifizieren und vor allem zur Blutabnahme zu bewegen. Die meisten wollten Geld, und manchmal blieb von unserem Gehalt nicht viel übrig, aber was tut man nicht alles für den redlichen Nobelpreis. Einmal wurden wir sogar verhaftet, als wir einem Mann vor einem unkeuschen Filmtheater im Bahnhofsviertel Blut abnahmen und die Polizei uns für Konsumenten unredlicher Drogen hielt.”

Die redliche Wissenschaftsarbeit in Rüsselsheim geht mit Hochdruck weiter. Zuerst muss der Brunkeuter-Test zur endgültigen Marktreife entwickelt werden, dann geht es an die Aufklärung der Struktur, also die Entschlüsselung des Gens. Das ist die Voraussetzung dafür, dass in etwa zehn Jahren eine einfache und schnelle Gentherapie zum Wohle der Menschheit das leisten kann, wozu heute eine jahrelange und allzu oft vergebliche Umerziehung vonnöten ist.

Redlichkeits-Gen wurde isoliert

Genau da sitzt es: das Redlichkeits-Gen!

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Handy im Auto

Diese Frau macht es falsch: Sie benutzt ein "Handy", während sie Auto fährt und sich die Augenbrauen lackiert!

Vom richtigen Umgang mit dem Handtelefon, im Nachfolgenden „Handy“ genannt!

Für viele ist das „Handy“ nur ein Spielzeug
und sie wissen nicht, wie man redlich damit umgeht!

Viele unredliche Menschen haben den Zwang ihrer Umwelt zu zeigen, dass sie ein „Handy“ besitzen. Dies geschieht dadurch, dass sie das „Handy“ öffentlich zur Schau stellen. Wie oft sieht man Menschen mit ihrem „Handy“ rumsitzen und sind ständig darauf am herumtippen. Hiermit wollen sie uns zeigen, dass sie ein „Handy“ besitzen – sie wollen sagen, dass sie „in“, dass sie „wer“ sind. Jugendliche zeigen sich für derartige Verhaltensweisen äußerst empfänglich – und das macht mich sehr nachdenklich. Besonders sind jene Jugendlichen betroffen, bei denen man sich des Eindrucks nicht erwehren kann, dass nie etwas aus ihnen wird. Das ist zumindest mein Eindruck, liebe Leserin, lieber Leser.

Da ich redlich bin, möchte ich allen unredlichen Menschen folgende redlichen Tipps mit auf dem Wege geben:

  • Tragen Sie Ihr „Handy“ VERSTECKT in einer Tasche, so dass es für andere nicht sichtbar ist.
  • Wenn Sie mit Bus oder Bahn reisen, stellen Sie das Gerät ab. Die anderen Fahrgäste wollen nicht durch das Klingeln des „Handys“ gestört werden.
  • Holen Sie es nicht heraus, um einfach nur darauf herumzutippen.
  • Führen Sie keine unsinnigen Gespräche! Denn dazu wird das „Handy“ oft missbraucht! Ein „Handy“ dient lediglich dazu, dass man im Notfall redliche Hilfe herbeiholen kann.

Wenn ich Jugendliche sehe, die gegen diese redlichen Regeln verstoßen, beschlagnahme ich ihr „Handy“ und sage ihnen, dass ihre werten Eltern es bei mir abholen können!

Ich freue mich, dass ich Sie mit diesen Tipps wieder ein Stückchen weiter zum Tore der Redlichkeit geleiten konnte.

Ihr Johannes Kaplan

Schönes, großes Handy

Dieser alte Herr macht es richtig: Er nutzt das "Handy", um die Polizei darauf aufmerksam zu machen, dass Jugendliche in der Nähe sind, die lachen und rauchen!

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Angezogen duschen ist redlich

Besonders junge Damen sollten sich unter der Dusche keinesfalls entkleiden!

Die redliche Frau Edeltraud Engler hat auf Ihrer redlichen Heimseite folgende Regeln aufgestellt, die ich hier auch erwähnen möchte:

Fr. Englers Regeln und Thesen für den züchtigen Christen (Auszüge)

Regel Lösung
1. Du sollst Dich nicht selbst berühren! Immer mit Gummihandschuhen duschen, Badehose tragen, sich nie nackt betrachten (pfui!). Züchtig geschlossen kleiden.
2. Du sollst nicht Lust empfinden! Nur redliche Sender gucken (Arte, Bibel TV, QVC). Sich nicht mit dem anderen Geschlecht treffen oder gar unterhalten.
3. Du sollst nicht attraktiv erscheinen! Die Haare, Achseln und Füße nur waschen, wenn unbedingt nötig. Alte Kleidung der Familie auftragen.
4. Du sollst Tiere lieben! Füttern und streicheln Sie jedes Tier, gehen Sie 2x wöchentlich in den Tierpark. Kaufen Sie sich ein Haustier (am besten Hund oder Katze).
5. Sorgen Sie für Sauberkeit Haben Sie immer Lappen und Scheuermittel dabei, um in Bus und Bahnen unangenehme Dreckflecken sofort entfernen zu können. Ihre Mitchristen werden es Ihnen danken.
6. Sorgen Sie für einen besseren Verkehrsfluss! Viele Christen fahren morgens mit dem Auto zur Arbeit. Da ist es oft störend, wenn es zu Staus durch Antichristen kommt. Stehen Sie 2h früher auf und regeln Sie an einer Kreuzung Ihrer Wahl per Handzeichen den Verkehr. Kommt nun ein Christ an die Kreuzung und winkt Ihnen zu, so können Sie den Verkehrsfluss so steuern, dass der Christ ungehinderte Durchfahrt erhält. Man wird es Ihnen danken und Ihnen Hochachtung zollen.

Auf die Einhaltung dieser Regeln ist strengstens zu achten, betont Frau Engler. Nur so sei es ihrer Meinung nach möglich, ein treuer, redlicher und züchtiger Christ zu sein, der frohen Herzens die schönen Dinge des Lebens genießen kann. Frau Edeltraud Engler weist in diesem Zusammenhang auf ihre täglichen Bibelstunden hin, auf ihre heiteren Kartoffelkochabende, ihre Teilnahme an der Spargelernte im Spätwinter (auf den Feldern einer Leidensmission). Überdies verteilt sie Informationsblätter in der ehemaligen Ostzone.

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So ist es falsch: Dieses Mädchen macht einen Diener statt einen Knicks!

Leider sind die Zeiten vorbei, in welchen man sich redlich verhielt. Mit dieser Beitragsreihe möchte ich Sie wieder zurück zu den guten Sitten führen!

Wie war es damals, als Tante Betti noch lebte? Der Bub trug einen blauen Matrosenanzug und das Mädelein ein rosa Plüschkleidchen. Auch wurden früher die Umgangsformen eingehalten. Oder sehen Sie heute noch einen Buben, der redlich einen Diener bzw. ein Mädelein, das einen redlichen Hofknicks zur Begrüßung einer erwachsenen Person macht?

So ist es richtig: Dieser Junge macht vor dem alten Herren einen unterwürfigen Diener!

Besonders am Sonntag sollte man sich redlich bekleiden. Viele tragen da einfach nur einen Jogginganzug oder nur ein Unterhemd oder laufen gar den ganzen Tag im Schlafanzug rum! An folgender Tabelle können Sie sich orientieren und sehen, wie sich ein redlicher Mensch bekleidet:

Korrekte Bekleidung am Sonntag für…

…den Herren

…den Buben

…die Dame

…das Mädelein

– weißes Hemd
– blaue Krawatte
– Nadelstreifenanzug (samt Hose)
– Hut
– einen blauen Matrosenanzug
– eine Matrosenmütze
– weiße Bluse
– blaue Stoffhose
– Hut mit einer Blume dran
– rosa Plüschkleidchen
– rosa Söckchen
– im Haar eine weiße „Schleife“

Wie begrüßt man am Sonntag eine Person?

Ein lapidares „Hallo“ ist unredlich. Um die guten alten Verhaltensregeln wieder einzuführen, sollte wenigstens am Sonntag der Bub einen Diener und das Mädelein einen Hofknicks machen, um eine erwachsene Person zu begrüßen. Dabei sollen sie sagen: „Gott zum Gruße, gnädige Dame/gnädiger Herr!“

Kinder und Jugendliche haben stets die Erwachsenen zu grüßen, bevor selbige etwas sagen!

Ein männlicher Erwachsener grüßt eine Dame, indem er seinen Hut abnimmt und dann „Gott zum Gruße, gnädige Frau!“ ausspricht. Danach darf der Herr wieder seinen Hut aufsetzen. Grundsätzlich grüßt der Herr zunächst die Frau. Die Frau beantwortet diesen Gruß mit einem Hofknicks und sagt zu dem Herren: „Ihnen auch Gott zum Gruße!“

Wie soll man den Sonntag gestalten?

Um 6.18 Uhr aufstehen, redlich frühstücken (Müsli!). Der Sonntagmorgen sollte dem Kirchgang dienen. Mittags nimmt man ein redliches Mahl (Haferschleimsuppe) ein. Als Nachtisch gibt es „Birne Helene“. Danach macht man einen Mittagsschlaf (max. 1,153 Stunden) und am Nachmittag geht man in den Stadtpark die Enten füttern. Am Abend liest man gemeinsam ein gutes Buch. Am besten ist, der Herr liest der Dame daraus vor!

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