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Gefahr im Urlaub

„Mit meinen Ratschlägen kommen Sie sicher durch den Urlaub!“

Ein Mensch, der sich tagein tagaus um die Missstände in unserer Gesellschaft müht, darf sich durchaus dann und wann eine Reise gönnen, liebe redliche Leser und Leserinnen! Dass Sie im Urlaub keine bösen Überraschungen erleben, liegt mir am Herzen. Meine Ratschläge sind Gewähr dafür, dass Sie sich gut erholen!

 

  1. Reiseziel

Da es unanständig (und zudem gefährlich) ist, per Kraftfahrzeug oder Flugzeug zu reisen, kommen nur Ziele in Frage, die mit der Eisenbahn oder dem Fahrrad erreicht werden können. Österreich und die Schweiz sind redlich, Amerika oder die karibischen Inseln sind es ganz und gar nicht!

Im Ausland wird grundsätzlich mehr Unzucht getrieben als bei uns, was eine erhebliche Gefahr für Frauen darstellt. Länder, deren männliche Einheimische immerzu deutsche Urlauberinnen verführen wollen, sind Italien, Jugoslawien, Griechenland und die Türkei. Diese Länder scheiden als Reiseziele also aus.

Grundsätzlich verboten sind Strände, an denen das pornografische Nacktbaden („FKK“) erlaubt ist!

  1. Sonstige Kriterien des Urlaubsorts

Natürlich ist eine ruhige Lage wichtig. Wählen Sie ein Reiseziel, das bei Rentnern beliebt ist. So sind Sie stets in guter Gesellschaft. Im Urlaub faul herumzuliegen ist unredlich, besuchen Sie stattdessen Sehenswürdigkeiten oder Museen. Und jene, die unbedingt baden müssen, haben gefälligst darauf zu achten, dass am Ufer des jeweiligen Gewässers ausreichend Umkleidehäuschen vorhanden sind, selbstredend getrennt für Damen und Herren.

  1. Wahl der Unterkunft

Ferienwohnungen und Pensionen sind redlich, Hotels hingegen nicht. In Hotel-„Bars“ wird laute und unlöbliche Musik  gespielt (englischer Gesang, Trommelklänge, usw.). Machen Sie einen großen Bogen um solche um „Bars“ und „Diskotheken“ …. und achten Sie darauf, spätestens um 20:15 Uhr zu Bett zu gehen. Sonst wird Ihnen keine Erholung zuteilwerden.

  1. Reisegepäck

Da Sie nicht davon ausgehen dürfen, dass alle Menschen so redlich sind wie Herr Kaplan, Herr Dr. Gscheidle oder ich, können Sie auch nicht sicher sein, dass in Ihrer Unterkunft nicht schon einmal Unzucht getrieben wurde. Dann nämlich befinden sich in der Matratze Genitalparasiten!

Schlafen Sie aus diesem Grunde auf keinen Fall im vorhandenen Bett, sondern nehmen Sie eine Luftmatratze mit, die Sie dann aufpusten und auf den Boden legen. Dass Sie Ihr eigenes Bettzeug verwenden, versteht sich von selbst.

Packen Sie zudem ein Fernglas ein. Da Sie auch im Urlaub auf Ihre Mitmenschen achten sollten, gehen Sie mit dem Glas ab und zu ins Freie, um Einblick in andere Unterkünfte zu bekommen. Entdecken Sie irgendwo Anzeichen von Unzucht (zwei Personen liegen im gleichen Bett, o. ä.), werfen Sie einfach einen Stein gegen die entsprechende Fensterscheibe, um diese Menschen von ihrem Tun abzuhalten. Falls die Scheibe zerbricht, ist dies alleinige Schuld der Unzuchttreibenden.

Befolgen Sie all diese Ratschläge, steht einem erholsamen Urlaub nichts mehr im Wege!

Zuerst erschienen auf: notburga-morkzapf.de
Scherbe im Auge

Scherben bringen Glück

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Notburga Morkzapf

Notburga Morkzapf

Die ehrenwerte Frau Notburga Morkzapf hat löbliche Regeln aufgestellt, nach welchen sich die Menschen richten sollten. Frau Morkzapf trägt mit Ihren löblichen Regeln dazu bei, dass die Menschen ein geziemliches, züchtiges und keusches Leben führen! (Alle Regeln von Frau Morkzapf wurden von der FRK geprüft und genehmigt.)

Raus aus dem Haus

Für jede junge Frau kommt leider irgendwann der Zeitpunkt, das heimelige Elternhaus zu verlassen…

Auszug aus dem Elternhaus – ein Ratgeber für selbstbewusste junge Frauen

Auch als redliche Frau werden Sie eines Tages den Wunsch haben, auf eigenen Beinen zu stehen und deshalb aus Ihrem Elternhaus auszuziehen. Allerdings empfehle ich dies normalerweise nicht vor dem 28. Lebensjahr, denn zu groß sind die Versuchungen des Lebens, von denen sie heimgesucht werden könnten.

Hier möchte ich nun alle wichtigen Punkte aufzeigen, die für die Gründung eines redlichen Haushalts von großer Bedeutung sind:

  1. Wahl der richtigen Wohngegend
    Achten Sie auf alle Fälle darauf, dass Sie eine ruhige und ordentliche Gegend aussuchen. Orte und Stadtteile, in denen ein sogenanntes Nachtleben stattfindet, sind denkbar ungeeignet. Am besten ist eine kleine Gemeinde, die lediglich bis 21:00 Uhr mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist. Schaffen Sie sich besser kein Auto an, dann kommen Sie nicht in Versuchung, länger wegzubleiben.
  2. Wohnungseinrichtung
    Heutzutage gibt es sehr schöne und moderne Möbel, deren Anschaffung auch nicht teuer ist. Wenn möglich, kaufen Sie einen Teil davon gebraucht (nicht das Bett!) und spenden Sie den Differenzbetrag zur Neuanschaffung einem Altenheim. Besonders solide und schön sind Eichenmöbel, die sind gebraucht besonders günstig!

Ihr Bett sollte maximal 90 cm breit sei. So schließen Sie von vornherein aus, sich mit einem Manne unredlich darin herumzuwälzen.

Der Besitz eines Fernsehers ist sehr unredlich. Der Besitz einer Mikrowelle ist auch unredlich, denn die Strahlung ist gefährlich.

Der Besitz einer Tiefkühltruhe ist ebenfalls unredlich, kaufen Sie stattdessen täglich ein und kochen Sie frisch. Schaffen Sie sich viele Pflanzen und Bilder an, um Ihre Wohnung zu verschönern. Sollten Sie einen Balkon haben, stellen Sie ein Futterhäuschen für Vögel auf.

  1. Nachbarn
    Suchen Sie sich den redlichsten Ihrer Nachbarn aus und geben Sie ihm/ihr einen Zweitschlüssel zu ihrer Wohnung. Vielleicht haben Sie Glück und Sie finden sogar einen Nachbarn, der so redlich ist wie Herr Hohenmeiser, Herr Kaplan oder ich.

Helfen Sie älteren Hausbewohnern beim Tragen der Einkäufe und bringen Sie deren Unrat hinunter.

  1. Trennung des Unrats
    Den Unrat peinlich genau zu trennen ist sehr redlich. Kaufen Sie sich aber nur kleine Abfallbehälter, um sicherzugehen, dass Sie sie jeden Tag zur Tonne hinunterbringen. Wenn garstiger Unrat länger als einen Tag in Ihrer Wohnung lagert, entstehen unredliche Gerüche. Leere Behälter von Lebensmitteln sollten Sie vor dem Wegwerfen immer gründlich auswaschen und abtrocknen.
  2. Eltern
    Um Ihren werten Eltern keine Sorgen zu bereiten und sie über Ihren redlichen Lebenswandel auf dem Laufenden zu halten, sollten Sie diese mindestens einmal täglich anrufen und über Ihren Tagesablauf Bericht erstatten.

Laden Sie Ihre Eltern regelmäßig zum Teetrinken ein und backen Sie zu dieser Gelegenheit einen redlichen Kuchen aus Vollkornmehl.

  1. Besucher
    Achten Sie darauf, dass männliche Besucher, die keine weibliche Begleitung dabeihaben, Ihrer Wohnung fernbleiben.

Besuch nach 21 Uhr zu empfangen, ist unredlich.

Für die Bewirtung der Besucher empfehle ich Wasser, Kräutertee oder Säfte ohne Zucker.

  1. Fazit

Wenn Sie alle oben angeführten Punkte beachten, werden Sie viel Freude an Ihrem neuen Zuhause haben!

Ihre
Notburga Morkzapf

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Perverse Männer unter der Dusche

In derartig „feiner Gesellschaft“ ist der „Fakir“ Reinhard Pfarrpfeifer anzutreffen! Alle nackt!

Die beflissenen Leser meines Internetz-Blogs wissen es bereits: Bei Reinhard Pfarrpfeifer handelt es sich um einen Herren im fortgeschrittenem Alter, der früher einmal ein anständiger Mensch gewesen sein mag, der nun allerdings „die Seiten gewechselt“ hat.

Aktuell nennt er sich „Jon Baptist Erlenkötter“ und behauptet, er wär sein eigener Neffe, der erkannt hätte, dass die Redlichkeit gescheitert sei. Unumwunden gibt er zu, ein „Fakir“ (= unrichtige Übersetzung für den englischen Begriff „Faker“, also „Fälscher“) zu sein. Deshalb ist er wohl auch begeisterter Mitschreiber in einem Forum für Biertrinker und Fußballwetten: Ersatzforum der guten Menschen.

Sie, die redlichen Leser und Leserinnen meines Blogs, haben natürlich recht, wenn Sie sich fragen, warum ich einem solch unlustigen Lümmel überhaupt meine Aufmerksamkeit schenke. Nun, es verhält sich so, dass dieses Blog eine Art Archiv ist, im welchem sämtliche Inhalte, die seinerzeit auf meiner redlichen Heimseite zu finden waren, erneut veröffentlicht werden. Deshalb hier also ein Beitrag des „Fakirs“ Reinhard Pfarrpfeifer alias Jon Baptist Erlenkötter, wie er seinerzeit auf der Johannes-Kaplan-Heimseite zu lesen war:

Besuch im Hallenbad

Gestern entschied ich mich, gemeinsam mit ein paar Jugendlichen, die ich in meiner Streetworkertätigkeit betreue, eine Schwimmhalle zu besuchen. Leider beinhaltete dieser Ausflug ein wahrhaft schreckliches Erlebnis.

In einer Vorhalle der eigentlichen Schwimmhalle sind Duschen angebracht, damit man sich redlich reinigen kann, bevor man die Halle betritt. Doch was musste ich sehen: einige böse Schwimmhallenbesucher duschten sich NACKT ab. Nicht allein, dass sie beim Duschen keine Badehose trugen, wie sich das gehört – nein, sie duschten so auch noch in der Öffentlichkeit.

Nein, das kann nicht gut sein. Ich möchte den Besuchern des Blogs empfehlen, auch zu Hause so zu duschen wie wir guten Menschen auch, nämlich mit Badehose. Ansonsten könnten Sie nämlich unredliche Dinge von sich selbst sehen. Das ist dann das sichere Tor zur Hölle!

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jugendliche_masslos

Auf solch unlöblichen Jugendfeiern fühlte sich Herr Pfarrpfeifer wohl. Drogen waren auch im Spiel.

Früher einmal schien Herr Reinhard Pfarrpfeifer ein redlicher Mensch zu sein. Wir schrieben einander elektrische Briefe und nutzten den modernen Fernsprechverkehr, um uns ab und an zu unterhalten. Leider ist er inzwischen geistig erkrankt, er nennt sich „Jon Baptist Erlenkötter“ und gibt vor, sein eigener Neffe zu sein. Er behauptet sogar, die Redlichkeit sei gescheitert, woran man schon erkennen kann, wie verrückt er ist.

Nachfolgend ein Pfarrpfeifer-Erlebnisbericht, der seinerzeit auf meiner Johannes-Kaplan-Heimseite abgedruckt worden war. Pfarrpfeifer fühlte sich schon damals von unredlichen „Partys“ angezogen, betrank sich sinnlos und schlief anschließen im Treppenhaus unter Müllbergen ein.

fakir-pfarrpfeifer

Dieses Bild soll Reinhard Pfarrpfeifer im fortgeschrittenen Alter zeigen. Vermutlich hat er es aus einer Apotheken-Zeitschrift ausgeschnitten.

Geburtstagsfeier

Gestern gegen 19:30 Uhr besuchte ich Herrn Schmidt von nebenan. Er ist neu in die Wohnung gezogen, deshalb wollte ich gute Nachbarschaft zu ihm herstellen. Herr Schmidt feierte gerade seinen 18. Geburtstag und veranstaltete deshalb eine Feier mit Freunden. Ich dachte mir, es wäre eine gute Idee, mitzufeiern, obwohl ich nicht eingeladen war. Herr Schmidt ließ mich herein und ich begrüßte alle seine Gäste persönlich.

Dann setzte ich mich auf ein Sofa und hatte eine interessante Unterhaltung mit drei Jugendlichen, die zwar nicht meiner Meinung bei allen Themen waren, aber trotzdem freundlich blieben und somit eine Diskussion mit Argumenten ermöglichten.

Als Geschenk hatte ich ein redliches Jugendlexikon mitgebracht. Herr Schmidt bedankte sich und legte das Buch ohne hineinzuschauen beiseite. Nun, ich hoffe aber, es wird sein Interesse wecken, wenn einmal nicht so viel in seiner Wohnung „los ist“.

Zur Feier des Tages trank ich ein Glas Rotwein mit. Das letzte habe ich vor fünf Jahren getrunken, als Frau Hildesheimer mich noch zu ihren Feiern einlud. So war ich ganz schön beschwipst, was insofern gut war, als dass ich mich nicht mehr so ganz „fehl am Platze“ unter den ganzen Knaben und Mädchen fühlte.

Die Zeit verging rasend schnell, doch Herr Schmidt machte keine Anstalten, seine Geburtstagsfeier zu beenden. So erhob ich gegen 20:30 Uhr meine Stimme und sagte, dass es schon spät wäre. Wenn Jugendliche nach 22:00 Uhr ins Bett kämen, so wäre das zu anstrengend für sie, betonte ich.

Alle lachten und klatschten – die jungen Menschen schienen meine Worte für einen Scherz zu halten. Es kam noch schlimmer. Ich entdeckte ein Pärchen, das sich küsste. Ich fragte nach dem Ausweis der beiden, doch sie beachteten mich gar nicht. Nun fühlte ich mich ziemlich „veräppelt“. Ich verließ die Wohnung und klingelte bei Frau Hildesheimer, mit der ich lange nicht mehr gesprochen hatte.

„Was ist denn los, was wollen Sie?“, fragte sie durch die geschlossene Tür. „Der Herr Schmidt weigert sich, schlafen zu gehen“, erwiderte ich. „Lassen Sie mich bloß in Ruhe, Herr Pfarrpfeifer!“, bekam ich zu hören.

So ging ich etwas irritiert zurück zur Wohnungstür des jungen Herrn Schmidt. Er jedoch wollte mich nicht mehr hereinlassen. Dummerweise hatte ich in seiner Wohnung meinen Schlüsselbund liegenlassen. Ich wurde nervös. Wenn ich nicht spätestens 21 Uhr im Bett liege, bin ich am nächsten Morgen immer todmüde. Doch Herr Schmidt blieb stur, obwohl ich ihm meine Situation schilderte.

So legte ich mich – mit großem Widerwillen – im Treppenhaus nieder. Am frühen Morgen wachte ich dann auf, einige Mülltüten bedeckten mich. Ich weiß nicht, ob die Freunde des Herrn Schmidt oder die Kinder der Frau Hildesheimer sich diesen „lustigen Scherz“ erlaubt haben. Glücklicherweise lag neben mir auch mein Schlüsselbund.

Ich werde mich ab sofort verstärkt um Herrn Schmidt kümmern und vor dem Schlafengehen prüfen, ob er ebenfalls schon zu Bett gegangen ist. Als Achtzehnjähriger sollte man spätestens um 20 Uhr im Bett liegen, das sollte einem eigentlich der gesunde Menschenverstand sagen.

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Autoverbot

Autos – gefährlich und todbringend! Wann werden sie endlich verboten?

Liebe Leserinnen und Leser!

Gewisse redliche Aktionen kann ich nur im Schutze der Dunkelheit ausführen. Vor einigen Tagen war es wieder einmal soweit, ich verließ das Alten- und Pflegeheim zu später Stunde.

Es sind ja Ferien, und die meisten meiner Mitbewohner sind bei Verwandten zu Besuch. Auch die Mehrheit der Pflegekräfte befindet sich im Urlaub. Ich konnte mich also unbemerkt in die Heimküche schleichen, wo ich ein großes Messer an mich nahm. Ich versteckte es unter meinem Jackett, trat ins Freie und erreichte die nahe Straße, wo die unnützen Autos parken.

Diese Dinger sind gefährlich, da sie Abgase erzeugen, die der Umwelt und uns Menschen nicht guttun. Außerdem werden Mensch und Tier oft von Autos verletzt. Aus diesem Grund holte ich das Messer hervor und zerstach geschwind mehrere Reifen. Ich nahm das laute Zischen zufrieden zur Kenntnis: Diese Fahrzeuge würden für lange Zeit kein Unheil mehr anrichten!

Kaum war ich mit meiner löblichen Aktion fertig, kam auch schon ein Polizeiauto näher. Ich bückte mich und ließ das Messer in einem Abwassergully verschwinden. Der Beamte, der kurz darauf aus seinem Streifenwagen stieg, war für mich kein Unbekannter.  Es handelte sich um Wachtmeister Eckenhöfer; er war offensichtlich allein unterwegs und schien völlig arglos zu sein.

„Na, Herr Kaplan, zu so später Stunde noch auf den Beinen?“, fragte er in väterlichem Ton. „Sie waren ja schon lange nicht mehr bei uns auf der Wache. Haben Sie sich etwa gebessert?“

Ich erwiderte listig: „Zugegeben, ich habe in der Vergangenheit viele Fehler gemacht, aber damit ist es längst vorbei.“ Dies meinte ich natürlich nicht ernst, sondern sagte es nur, damit er sich nicht wieder bei der Heimleitung über mich beschwert. Sie – meine liebe Leserinnen und Leser – müssen nämlich wissen, dass jene Menschen, die mich für verrückt halten, es gerne hören, wenn ich beteure, „alles eingesehen“ zu haben. Dann habe ich nämlich meine Ruhe.

„Das freut mich für Sie, Herr Kaplan. Ja, wirklich!“ Wachtmeister Eckenhöfer stieg wieder in seinen Wagen und rief durch das offene Seitenfenster: „Einen schönen Abend noch!“ – „Ja, ich werde den Abend genießen“, erwiderte ich lächelnd. Erleichtert darüber, dass er mich bei meiner löblichen Aktion nicht gesehen hatte, ging ich ins Heim zurück und legte mich ins Bett.

Ich hatte den Wecker auf fünf Uhr morgens gestellt. Als er klingelte, sprang ich putzmunter aus den Federn, unterzog mich einer „Katzenwäsche“ und rannte dann so schnell ich nur konnte ins Freie. Bald erreichte ich die nahe Straße, wo ich mich in einem dunklen Hauseingang versteckte.

Es dauerte noch ungefähr 30 Minuten, bis der erste Autobesitzer aufkreuzte. Als er die zerstochenen Reifen an seinem Wagen sah, guckte er „ganz schön dumm aus der Wäsche“. Er fing an zu schimpfen und blickte sich dabei suchend um. Ich jedoch stand sicher in meinem Hauseingang, freute mich, sprang in die Luft und flüsterte „Heureka!“.

Zufrieden ging ich ins Alten- und Pflegeheim zurück und döste dort noch eine Weile.  Nachmittags tauchte jedoch Wachtmeister Eckenhöfer auf. Er wartete unten in der großen Halle auf mich: „Herr Kaplan, ganz in der Nähe wurden die Reifen mehrerer Autos zerstochen“, sagte er mit ernster Miene. „Wissen Sie etwas über die Sache?“

Ich zuckte mit den Schultern und verneinte. Eckenhöfer ließ nicht locker: „Auffällig ist, dass die Reifen der Autos genau in dem Bereich zerstochen wurden,  in dem ich Sie gestern angetroffen hatte.“ Er sah mich forschend an.

Um eine Erklärung war ich nicht verlegen: „Gleich als Sie wieder fort waren, Herr Wachtmeister, tauchten ein paar Jugendliche auf. Die waren alle betrunken und grölten herum. Vielleicht waren die das! Sie wissen ja, wie Jugendliche so sind.“ Er schien mir nicht zu glauben, sagte aber trotzdem: „Nun gut, ich werde mal die anderen Nachbarn befragen.“

Wie Sie sehen, liebe Leser und Leserinnen, war meine löbliche Aktion ein voller Erfolg! Die von mir redlich außer Betrieb gesetzten Autos können die Umwelt nicht mehr verpesten, auch können sie keine Menschen und Tiere mehr verletzen oder sogar töten.

Es grüßt Sie redlichst: Ihr Johannes Kaplan!

Kinder im Auto

Selbst Kinder werden heutzutage dazu gezwungen, in gefährlichen Autos mitzufahren!

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Attraktive Krankenschwester

Krankenschwestern sind hübsch anzusehen, neigen aber häufig zur Schwachsinnigkeit!

Liebe Freunde!

Den Stammlesers meines Blogs ist bekannt, dass meine liebe Frau Mutter vor Jahren heimging und dass ich sie seither regelmäßig auf dem Totenacker besuche. Ihrem Dahinscheiden war eine kurze Krankheit vorausgegangen, welche – dem Himmel sei Dank! – recht schmerzlos verlief.

Nun verhielt es sich so, dass man mich schon Wochen vor ihrem Ableben (nämlich in den Ostertagen des Jahres 2001) in Angst und Schrecken versetzte. Man vermittelte mir durch ungeschickte Ausdrucksweise den Eindruck, dass jene Frau, die mir mehr bedeutete als jeder andere Mensch auf dieser Welt, bereits verstorben sei! Aber bitte lesen Sie selbst:

Meine löbliche Frau Mutter lag bereits seit zwei Wochen im Krankenhaus. Als ich sie wieder einmal besuchen wollte, fuhr mir der Schrecken in die Glieder: In ihrem Zimmer fand ich zwei mir unbekannte Frauen vor!

Eiligst schritt ich zur Krankenhausleitung und fragte, wo denn meine Frau Mutter geblieben sei. Unglaublich, was mir die diensthabende Schwester ganz locker ins Gesicht sagte: „Die alte Dame wurde umgelegt!“  Daraufhin fing ich laut zu schreien an, warf mich zu Boden und weinte. Schnell wurde ein Arzt herbeigerufen, der mich untersuchen sollte. Ich sagte nur: „Nix da, ich brauche keine Untersuchung!“

Ich jammerte wohl arg kläglich und stellte die Frage, ob man denn wisse, wer meine Mutter umgelegt hat.  „Herr Kaplan, aber warum regen Sie sich so auf?“, fragte mich die diensthabende Schwester, die gerade dabei war, meinen Puls zu nehmen

„Sie Xanthippe!“, schimpfte ich voller Zorn. „Würden Sie sich denn nicht aufregen, wenn Ihre Mutter soeben ermordet wurde?“  Die Schwester fragte mich, wie ich auf solch eine verrückte Idee käme. – „Sie haben doch selbst gesagt, dass meine Mutter umgelegt wurde!“, erwiderte ich fassungslos. 

Die Schwester erklärte mir, dass mit „umlegen“ lediglich gemeint sei, dass man meine Mutter in ein anderes Zimmer verlegt habe. Aha, so verhielt sich das also! Vor Freude sprang ich in die Luft und rief laut: „Heureka!“ Das war ein schöner Tag! Dennoch beschwerte ich mich beim löblichen Chefarzt über die Krankenschwester, die mir ja solch einen Schrecken eingejagt hatte

Sie musste sich später mit einem Blumenstrauß bei mir entschuldigen. Da ich ein guter Mensch bin, nahm ich die Entschuldigung an und meinte, dass sie wohl noch lernen müsse, anständig mit Patienten und deren Angehörigen umzugehen. Sie soll ja Menschen helfen und diese nicht vor Schrecken krank machen!

Ich denke, dass die Krankenschwester damals etwas von mir gelernt hat. Und hierfür musste sie nicht einen einzigen Pfennig bezahlen! So hatte ich also mal wieder ein redliches, gottgefälliges Werk vollbracht.

Ihr,
Johannes Kaplan

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Joggen auf dem Friedhof

„Jogger“ sind häufig gekleidet wie der Dumme August aus dem Zirkus … und sie stören gern die Friedhofsruhe!

Meinen treuen Lesern und Leserinnen ist bekannt, dass meine Frau Mutter vor einigen Jahren verstarb. Die Heimleitung gestattet mir, jeden Dienstag zum 12 km entfernten Friedhof zu fahren. Ich nehme dazu den öffentlichen Omnibus (Linie 4), das Fahrgeld wird mir abgezählt mitgegeben.

Vom Friedhofstor aus muss ich noch 200 Meter gehen, bis ich die Grabstelle erreiche. Ich spreche dann immer mit dem Grabstein – auf diese Weise unterhalte ich mich nämlich mit der lieben Verstorbenen … ich berichte ihr beispielsweise, was in letzter Zeit so alles vorgefallen ist. Meine Mutter war nämlich Zeit ihres Lebens sehr neugierig.

Ewige Ruhe für Ellonore Kaplan

Meine Mutter war immer sehr neugierig und jetzt ist sie tot.

Vor zwei Wochen wurde ich in meiner Andacht durch einen jungen Mann und eine junge Frau gestört, die miteinander lachten und offensichtlich auch sonst guter Dinge waren. Die beiden kamen des Weges entlang, aber sie spazierten nicht gemächlich, sondern sie rannten! Sie trugen auch Kleidungsstücke, die dem feierlichen Ort in keinster Weise entsprachen; es handelte sich wohl um neumodische Sportkleidung.

Ich erkannte sofort, dass ich es mit sogenannten „Joggern“ (Dauerläufern) zu tun hatte.

Stichwort „Dauerlauf“/“Jogging“: Das sogenannte Dauerlaufen ist in Deutschland seit dem 19. Jahrhundert bekannt. Durch die Fortschritte der Wissenschaft fand man dann heraus, dass es sich um gesundheitsgefährdenden Unfug handelt. Der Mensch ist schließlich kein Pferd, das stundenlang über irgendwelche Wiesen galoppiert. Deshalb wurde das „Dauerlaufen“ dann abgeschafft.

Erst 1970 ist es wieder in Mode gekommen. Wie so manch anderer Unfug kam es aus Amerika zu uns nach Deutschland: man nannte es nun „Jogging“. Junge Leute finden ja alles ganz großartig, sobald es nur einen englischen Namen trägt. 

Ich hatte hier also solche „Jogger“ vor mir. Ich trat auf den Weg: „Halt! Das hier ist ein Ort der ewigen Ruhe – und kein Sportplatz! Herumzurennen ist laut Friedhofsordnung verboten, also treiben Sie Ihren Unsinn gefälligst woanders!“ – Der junge Mann blickte mich nassforsch an: „Wir kommen jeden Tag hierher, und zwar um Punkt 10 Uhr. Das können Sie ja melden wem Sie wollen. Bisher ist jedenfalls noch kein Toter vor Schreck aus dem Grab gesprungen…“

Seine Begleiterin kicherte daraufhin laut und gackernd, als habe sie einen besonders gelungenen Witz gehört. Die beiden rannten einfach weiter, wobei ich die Frau noch sagen hörte: „Hast du den Freak gesehen? Das war bestimmt ein Zombie.“ Beide lachten bösartig.

Am nächsten Tag schlich ich mich gleich nach dem Frühstück aus dem Alten- und Pflegeheim. Den Bus bezahlte ich von meinem Ersparten. Kurz vor zehn Uhr erreichte ich den Friedhof, der noch leer und verlassen wirkte. Einen genauen Plan hatte ich nicht, aber als anständiger Mensch wollte ich die Schmach des Vortages nicht auf mir sitzen lassen.

Ich versteckte mich hinter der Kapelle, behielt dabei aber das Friedhofstor im Auge. Tatsächlich betraten die „Jogger“ – fast auf den Glockenschlag genau – den Friedhof. Zu meinem Erstaunen trugen die beiden Rucksäcke auf den Rücken. Der Mann und die Frau blickten verstohlen umher, und als sie sich alleine wähnten, verbargen sie ihre Rucksäcke in einem Gebüsch. Das war interessant! Die beiden versteckten also immer ihre Sachen, um besser laufen zu können!

Als sie endlich losgerannt und außer Sichtweite waren, kam auch ich hinter der Kapelle hervor. Tollkühn ging ich zum Gebüsch und zog die Rucksäcke heraus. Zur Polizei bringen konnte ich die Dinger nicht, denn ich hatte ja von der Heimleitung keine Erlaubnis, heute hier zu sein. Hastig blickte ich mich um. Da entdeckte ich ein frisch ausgehobenes Grab … offensichtlich für eine anstehende Beerdigung vorbereitet!

Ohne weiter nachzudenken schleifte ich die Rucksäcke dorthin und warf sie lachend in die Grube. Leider waren sie sehr bunt, weshalb man sie sofort finden würde. Geschwind rannte ich zu den umstehenden Gräbern und sammelte Blumen, Kränze und sonstiges Schmuckwerk ein, um alles in die frische Grube zu werfen. Die Toten und ihre Angehörigen würden mir verzeihen, denn das alles war ja für einen guten Zweck. Von den Rucksäcken war bald nichts mehr zu sehen.

Ich lachte noch ein wenig und tanzte auf der Stelle. Dann beeilte ich mich, zur Bushaltestelle zu kommen. Im Heim war mein Verschwinden noch nicht aufgefallen, so dass ich dort keinen Ärger bekam.

Abschließend ist zu erwähnen, dass am letzten Dienstag – also bei meinem planmäßigen Friedhofsbesuch – weit und breit kein „Jogger“ zu sehen war.

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johannes-kaplan-strasse

Eine „Johannes-Kaplan-Straße“ wäre eine löbliche Errungenschaft!

Liebe Leserinnen und Leser,

heute möchte ich Ihnen erneut von einem Abenteuer aus jener Zeit berichten, als ich noch ein recht ungestümer Wildfang war. Bevor Sie sich wieder aufregen, möchte ich Ihnen versichern, dass ich solch unbedachte Dinge, nämlich einen tätlichen Angriff auf einen Mitmenschen, nicht mehr unternehmen würde. Die Altersmilde verbietet es mir.

Redliche Grüße: Ihr Johannes Kaplan

04.08.2000: Besuch beim Bürgermeister

Da ich bereits damals sehr beliebt und bekannt war, kam mir die Idee, dass man eine Straße nach mir benennen könnte. „Johannes-Kaplan-Straße“, das wäre doch was! Daher bat ich um einen Termin beim Bürgermeister meiner Heimatstadt. Alsbald war es soweit. Der Herr Bürgermeister bat mich freundlich in sein Büro, und darum, dass ich ihm mein Anliegen vortragen möge.

Da ich eine besonders redliche Person sei und mich überdies für das Wohl der Menschen einsetze, wäre es doch ganz normal, wenn eine Straße in unserer Stadt meinen Namen trüge, erklärte ich ihm. Daraufhin lachte der Bürgermeister und meinte, dass dies nicht ginge, denn man würde Straßen nur nach Personen benennen, die nicht mehr leben und die überdies „Großes geleistet hätten“.

Unser Stadtoberhaupt kannte mich offensichtlich nicht sehr gut. „Ich leiste doch große Dinge, Herr Bürgermeister!“, erklärte ich freundlich und wies auf meine zahlreichen Aktivitäten im Internetz hin. Gemeinsam schauten wir uns dann meine Heimseite an. Ich war doch sehr überrascht, dass der Bürgermeister so gar nicht von den redlichen Inhalten begeistert war. Er wirkte auf einmal sehr reserviert und meinte, dass „mein Online-Auftritt“ ein wenig skurril sei.

Unbeirrt versuchte ich ihn von meiner Idee zu überzeugen: Wenn eine Straße meinen Namen trüge, würde ich mich auch speziell um diese Straße kümmern – indem ich sie beispielsweise regelmäßig fege. Es dürften zudem keine Autos dort fahren, die Straße würde zur „Rauchfreien Zone“ erklärt. Kein Hund dürfte sie betreten, und selbstverständlich sei auch das Telefonieren mit einem tragbaren Handsprechapparat („Handy“) nicht gestattet. Bei Zuwiderhandlung würde ich natürlich persönlich eingreifen! Schließlich besäße ich ja Zivilcourage.

Aber wie reagierte der Bürgermeister? Er schüttelte nur mit dem Kopf und meinte, dass dies nicht ginge. Obwohl ich dachte, dass das eine Frechheit sei, sagte ich: „Nun, da kann man halt nichts machen…“ Der Bürgermeister wurde wohl ein wenig nervös, denn plötzlich fiel ihm sein Kugelschreiber aus der Hand. Als er sich bückte, nahm ich seine Heftzange vom Schreibtisch und versteckte sie hinter meinem Rücken.

„Sie haben da etwas auf Ihrer Krawatte“, sagte ich, als er wieder nach oben kam. Aber das war in Wahrheit gar nicht der Fall, ich behauptete es nur, um meinen Plan umzusetzen. „Warten Sie, ich zeige es Ihnen!“ Ich nahm seine Krawatte am unteren Ende in die Hand. Schnell zog ich die Heftzange hervor und tackerte damit die Krawatte an seinem Hemd fest – und das gleich zweimal! Heureka! Schnell lief ich zur Tür, bliebt kurz stehen, hüpfte vor Freude und rief: „So was passiert, wenn man so bösartig ist wie Sie!“

„Herr Kaplan, Sie sind ja nicht ganz bei Trost! Raus aus meinem Büro, sonst rufe ich die Polizei!“, schimpfte der Bürgermeister.

Ich zog noch eine Grimasse (über die er sich gewiss sehr ärgerte), dann verließ ich in aller Eile das Rathaus. Auf dem Weg nach Hause begegnete ich Frau Eisenkrätzer, die ihre frechen Söhne an den Händen hielt. Ich war schon ein Stück an ihr vorbei, als einer der Buben rief: „Guck mal, Mama, der verrückte Opa rennt wieder. Der hat bestimmt Scheiße gebaut!“

Leider bin ich bis in die heutige Zeit hinein etwas traurig, dass keine Straße meinen redlichen Namen trägt.

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Goellner-Tablett

Herr Göllner ist sehr stolz auf sein unredliches Elektro-Tablett!

Seit Monaten hat Herr Göllner (die bösartigste Person hier im Alten- und Pflegeheim!) ein elektronisches Tablett; dieses Gerät verfügt über eine eingebaute Internetzverbindung, denn Herr Göllner hat mein Weltpresse-Blog entdeckt und alle Artikel gelesen, die ich pflichtgemäß über ihn verfasst habe.

Als Göllner mir neulich im Garten begegnete, fragte er unwirsch, was ich denn für Lügen über ihn verbreiten täte. Es reiche doch bereits, dass ich die Leute hier im Heim nerven würde. Er fühlte sich an diesem Tag wohl besonders stark, weil sein dreizehnjähriger Urenkel zu Besuch war und neben ihm auf der Parkbank lümmelte. Dieser kleine Lausebengel sagte doch tatsächlich zu mir: „Ey, du Zombie, du siehst ja noch blöder aus als auf den Bildern!“

film-zombie

Im Garten des Pflegeheims wurde ich mit solch einer widerlichen Filmfigur („Zombie“) verglichen!

Beide lachten mich aus. Empört lief ich ins Haupthaus zurück. Auf meinem Zimmer bereitete ich mir einen Kamillentee zu, denn ich mich musste mich erst einmal beruhigen. Also, diese Göllners, die kann man nur als Brut des Bösen bezeichnen!! Ich kam auf die Idee, dass alle Mitbewohner erfahren sollten, wie gehässig Herr Göllner ist. Es ist ja auch meine Bürgerpflicht, die Allgemeinheit vor einer derartigen Gefahr zu warnen. Also riss ich das Laken und von meinem Bett, holte einen dicken Filzstift aus der Schublade und schrieb ganz groß auf den Stoff:

Herr Göllner ist bösartig und geisteskrank! Meiden Sie ihn bitte!

Das Laken befestigte ich anschließend am Fensterbrett, so dass jeder die Aufschrift lesen konnte, der sich im Freien aufhielt. Bald entdeckte Herr Göllner das Laken, zumal ich auch den Filzstift in seine Richtung geworfen hatte.

pflegebett

Ohne Zögern riss ich das Bettlaken von meiner Schlafstätte!

„Kaplan, mach sofort diesen Unsinn weg! Sonst rufe ich die Polizei!“, rief Göllner mit krächzender Stimme, während er sich unten vor meinem Fenster aufbaute. Sein Urenkel begann gleichzeitig, mit einem „Smartphone“ Lichtbilder von mir und dem Laken zu knipsen. Ich winkte den beiden Teufeln zu, hüpfte auf der Stelle und vollführte einen Freudentanz am Fenster. Sogleich wurde mir davon ganz duselig. Ich musste mich setzen.

Minuten später wurde laut und ungeduldig gegen meine Zimmertür geklopft. Natürlich war es Oberschwester Olga: „Johannes, du nun wieder!“ Ohne zu fragen kam sie rein, ging zum Fenster und nahm das Bettlaken ab. Ich solle derartiges unterlassen, sonst dürfe ich nicht mehr runter in den Aufenthaltsraum. Ich bekam einen Schreck, denn da unten steht der Heimrechner: die einzige Möglichkeit für mich, ins Internetz zu gelangen. So eine Ungerechtigkeit! Ich regte mich so darüber auf, dass ich mich zu Boden warf, mich wild herumwälzte, um mich schlug und dabei „Nein, nein, nein!“ schrie.

„Johannes, jetzt reicht es aber!“ Oberschwester Olga ist Russin und deshalb viel stärker als jeder deutsche Mann. Sie hob mich einfach hoch und legte mich aufs Bett. Dann drückte sie mir drei Diazepam-Tabletten (je 50 mg) in die zittrigen Hände, welche ich bereitwillig mit Kamillentee runterschluckte. Nach einigen Sekunden wurde ich ruhiger …. und auch recht müde.

„Wenn du versprichst, den Herrn Göllner nicht mehr zu ärgern, dann bekommst du morgen die doppelte Portion Kompost zum Nachtisch!“ Oberschwester Olga schlug nun also einen freundlicheren Ton an!

Ich gab mich geschlagen, schließlich bin ich ja ein redlicher Mensch. Trotzdem guckte ich noch ganz schön frech vor mich hin. Oberschwester Olga lächelte seltsam. Sie fragte, ob ich ihr nicht ein Autogramm geben könne, denn ich sei im Internetz ja ein richtiger „Star“. Sie wolle das Autogramm nach Sibirien schicken, ihre Familie würde sich gewiss darüber freuen.

Natürlich wusste ich längst, dass ich auch international so beliebt bin! Ich holte ein Stück Papier hervor und beschrieb es mit einem Kugelschreiber – den Filzstift hatte ich ja versehentlich aus dem Fenster geworfen. Während Oberschwester Olga die Tür hinter sich schloss, hörte ich sie noch sagen: „Na, dann bis zum nächsten Mal, Johannes!“ – „Nun“, erwiderte ich schwach, „vielleicht werde ich morgen im Aufenthaltsraum einen kleinen Vortrag über die Redlichkeit halten!“

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Fahrscheinkontrolle

Kinder und Jugendliche sind in öffentlichen Verkehrsmitteln fast immer ohne Fahrschein unterwegs!

Einige Kilometer entfernt von dem Alten- und Pflegeheim, in welchem ich lebe, gibt es einen großen Park mit zahlreichen schönen Blumenbeeten. Heute erlaubte mir Oberschwester Olga in den Linienbus zu steigen, um dorthin zu gelangen. Das Fahrgeld hatte ich abgezählt dabei und legte es stolz auf den Kassierapparat des Fahrers. Anschließend ging ich ganz nach hinten in den Bus, um alles gut beobachten zu können, besonders die anderen Fahrgäste. Es sind nur vier Stationen bis zu dem Park mit den schönen Blumenbeeten, aber wie es der Zufall will, sollte ich dieses Mal etwas ganz Besonderes erleben!

Ein Fahrkartenkontrolleur stieg ein und überprüfte alle, die sich im Bus befanden, ob groß, ob klein. Und er hatte Glück! Er machte zwei Personen ausfindig, die keinen Fahrschein dabei hatten. Natürlich handelte es sich hier wieder einmal um Jugendliche. Als er diese beiden Verbrecher ertappte, applaudierte ich ganz laut und rief: „Bravo, bravo!“

Die anderen Leute sahen mich irritiert an, aber das störte mich nicht. Ich lief zu den vorderen Sitzreihen, klopfte dem Kontrolleur anerkennend auf die Schulter und meinte, dass er ein guter Mensch sei und er eine gute Tat vollbringen würde. Da ich ein redlicher Bürger bin, bot ich ihm an, die Personalien der Jugendlichen aufzunehmen. Er meinte seltsamerweise, dass ich dazu nicht berechtigt wäre.

Mit dieser kleinen Geschichte möchte ich Ihnen, lieber Leserinnen und Leser, sagen, dass Sie jeden Tag mindestens einem Menschen zeigen sollen, dass Sie ihn und seine Arbeit bewundern. Und die Jugendlichen haben heute gelernt, dass es sich nicht geziemt, „schwarzzufahren“!

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Außerirdische

Die Menschen stellen sich Außerirdische, wie hier in einem modernen Zukunftsfilm, oft als hässliche und gefährliche Kreaturen vor. Aber sind die Wesen von anderen Sternen wirklich so grauslich?

Liebe Leserinnen und Leser,

lange habe ich überlegt, ob ich dieses ungewöhnliche und vielleicht auch etwas unheimliche Thema überhaupt in meinem Internetz-Tagebuch ansprechen soll. Ich erzählte einmal Oberschwester Olga davon, aber die hat nur gelacht und dann einige Worte auf Russisch gemurmelt, die ich zwar nicht verstand, die aber sehr abfällig klangen. Lange Zeit habe ich nicht den Mut gefunden, an die Öffentlichkeit mit meinem Erlebnis zu gehen. Nun habe ich mich aber dazu entschlossen, Ihnen mitzuteilen, was ich da erlebe.

Ich habe schon seit Jahren Kontakt zu Außerirdischen!

Wenn ich nachts in meinem Bett liege und dort redlich schlafe, werde ich manchmal durch einen „Strahl“ wach, der auf meinen Körper gerichtet ist. Wie ich mittlerweile weiß, wird dieser „Strahl“ von den redlichen Außerirdischen mittels Satellit auf meinen Körper projiziert. Dieser „Strahl“ ist sehr angenehm und löst ein Gefühl von Wärme und Geborgenheit aus. Wenn der Strahl auf mich projiziert ist, höre ich eine „innere Stimme“, die zu mir spricht. Manchmal ist es auch möglich, dass ich über diese Strahlung ein „inneres Gespräch“ – so nenne ich das jetzt mal – mit den redlichen Außerirdischen führen kann.

Solche Gespräche habe ich öfter, kann Sie aber nicht bewusst herbeiführen, da dies nur die redlichen Außerirdischen können. Falls Sie jetzt besorgt sein sollten, dass uns diese Außerirdischen gefährlich werden könnten, kann ich Sie beruhigen: Es sind sehr liebenswerte, redliche Wesen, die uns das Tor zur Glückseligkeit eröffnen wollen.

Ein freundlicher Mitbewohner aus dem Alten- und Pflegeheim, in dem ich lebe, hat vor einiger Zeit  ein seltsames Objekt an unserem Himmel fotografiert. Sehen Sie selbst:

Ufo-Beweis

Als der Heimbewohner dieses seltsame Objekt am Himmel sah, griff er geistesgegenwärtig zum Fotoapparat!

Ufo_02

Vergrößerte Darstellung desselben Objektes!

Um was kann es sich hier handeln, liebe Leserin, lieber Leser? Ein Flugzeug, ein Ballon oder was anderes? Ich bin der Meinung, dass diese Bilder tatsächlich ein „UFO“ zeigen – also ein Weltraumschiff, wie es die Außerirdischen benutzen, um zum Beispiel vom Mars bis zu uns hier auf die Erde zu reisen.

Mit redlichen Grüßen
Ihr Johannes Kaplan

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unredliche_magd

Zigarettenkonusm und ungewollte Schwangerschaft gehen bei jungen Mädchen oft Hand in Hand!

Liebe Mitmenschen,

viele von Ihnen wissen, dass ich jeden Sonntagnachmittag in einem nahen öffentlichen Park spazieren gehe, oft sogar ohne Aufsicht des Heimpersonals. An einem Teiche sah ich dort ein Mädchen herumlungern, das zwischen 13 und  15 Jahre alt gewesen sein mochte, und das Erschreckende dabei war, dass das junge Ding deutlich sichtbar eine Schachtel Zigaretten in den Händen hielt. Ich ging auf die Heranwachsende zu und fragte: „Sind die für deinen lieben Herrn Papa?“

„Nee, nicht für meinen Alten. Was geht dich das überhaupt an?“, meinte das dumme Gör daraufhin im frechen Ton. So sind einige Jugendliche heutzutage: bezeichnen ihre Eltern als Alter oder Alte! Die Eltern ziehen diese Rotzlöffel groß, finanzieren deren unsinnige Spielereien, und müssen sich dann so etwas anhören.

In mir kam der schlimme Verdacht auf, dass das Kind die Zigaretten selbst rauchen wollte, darum entwickelte ich einen Plan, den ich sofort in die Tat umsetzte. Ich verbarg mich hinter einem Holunderstrauch, wartete bis das Mädchen ebenfalls losging – und folgte ihm dann unauffällig. Flink setzte ich noch meine Sonnenbrille auf, um nicht wiedererkannt zu werden. Das junge Fräulein erreichte bald eine Bank, auf der vier weitere Jugendliche herumlümmelten. Es waren ausschließlich männliche Jugendliche, und „natürlich“ saßen sie nicht anständig auf der Bank, sondern oben auf der Sitzlehne, während sie ihre schmutzigen Schuhe auf der regulären Sitzfläche platziert hatten.

Das Mädchen zündete sie sich nun eine Zigarette an, und auch die anderen erhielten jeweils eine Zigarette. Alle qualmten, lachten und spielten zugleich mit ihren „Smartphones“ herum. Jetzt reichte es mir endgültig. Beherzt ging ich auf die Bank zu. „Setzen Sie sich gefälligst vernünftig hin!“, wollte ich mit fester Stimme sagen. Aber an diesem Tage schien ich sehr heiser zu sein und brachte keinen Ton hervor. Stattdessen holte ich fünf jener Merkblätter aus meiner Manteltasche, von denen ich immer einige Exemplare bereithalte:

Kaplan_Warnung

Merkblatt für Jugendliche. Vervielfältigen und verbreiten ausdrücklich erlaubt!

Zwei der jungen Männer nahmen sogar ein Blatt entgegen und begannen es zu lesen. Ein anderer jedoch fing zu pöbeln an – dass ich ihn in Ruhe lassen solle mit „so einer verf…kten Sche.ße“. Ich fand meine Stimme wieder und erklärte dem Rabauken, dass Zigarettenkonsum nach einigen Jahren Raucherbeine verursacht, selbige röchen schlecht und gehen könne man man mit denen auch nicht besonders ordentlich. Da brüllte der Bub los: „Um meine Beine musst du dir keinen Kopp machen, Opa, weil nächstes Jahr biste nämlich tot … wirst von den Würmen gefressen, weiste?!“ Der Junge, der neben ihm saß, begann hässlich zu lachen und schlug seinem Kumpan begeistert auf die Schulter.

Den anderen schien die dumme Bemerkung eher peinlich zu sein. Ich konnte mit ihnen sogar noch vernünftig über die Gefahren des Rauchens diskutieren, und sie versprachen mir überdies, mit dem ungesunden Verhalten aufzuhören! Nun, dies werde ich natürlich zu gegebener Zeit überprüfen. Meine redliche Tat bewirkte wieder mal etwas Gutes! Machen Sie es einfach wie ich! Verteilen Sie Merkblätter an Jugendliche über die Gefahren des Nikotinkonsums; diskutieren sie mit ihnen darüber. Die meisten wissen nicht was sie tun, da es ja noch Kinder sind. Lassen Sie sich nicht von anfänglichen „Frotzeleien“ irritieren, denn mein Erlebnis zeigt, dass es sich durchaus lohnt!

Mit redlichem Gruß
Ihr Johannes Kaplan

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agressiver_handy_nutzer

„Handy“-Benutzer, denen man das „Handy“ wegnehmen will, werden genauso aggressiv wie Heroinsüchtige, denen man die Droge entzogen hat!

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

auch ein redlicher Mensch, wie ich es bin, lernt sein Leben lang dazu. Bitte lassen Sie sich von mir erzählen, wie ich als junger, aber redlicher „Wildfang“ die Redlichkeit mit tollkühnen Taten durchzusetzen versuchte, anstatt Vernunft und Sachlichkeit walten zu lassen!

Am 10.03.2000 fuhr ich mit meinem Fahrrad zur Einkaufspassage meines damaligen Wohnortes, um eine redliche Aktion zu starten: Mein Plan war, dass ich jedem, den ich dabei erwische, wie er mit einem Handsprechtelefon telefoniert, selbiges aus der Hand reiße. Erst hatte ich die Überlegung, ob ich nicht vorher mit den bösartigen Menschen reden solle, um sie zum Abbruch des Telefonates zu überreden. Aber diese Idee verwarf ich, da man, wie ich meinte, mit bösartigen Menschen nicht diskutieren kann. Deshalb blieb meine redliche Devise: Direkt handeln!

Nun stand ich also da, in der Einkaufspassage, und ich musste nicht lange warten, bis ich einen bösartigen Menschen mit einem Handsprechtelefon sah. Ich sprintete nach vorn, entriss seinen Händen den Apparat und rannte schnell weg. Der Mann, so um die 35 Jahre alt, rannte mir nach! Da er jünger als ich war, lief er auch schneller. Der Missetäter fasste mich unwirsch am Kragen und brüllte:

„Du Arsch, her mit meinem Telefon!“

Genau in diesem Moment kamen zwei Polizisten um die Ecke, und ich war froh, als ich sie sah. Ich rief verzweifelt: „Hilfe, ich werde von diesem Flegel belästigt!“

Die beiden Wachmeister eilten herbei, trennten den Streithahn von mir. Anschließend fragten sie uns, was denn los sei.

Der Mann, dem ich ordnungsgemäß das Handtelefon beschlagnahmt hatte, meinte, dass ich versucht hätte, sein „Handy“ zu „klauen“. Die Polizisten fragten mich, ob das denn stimmen würde. Ich erwiderte, dass ich das Handtelefon nicht „klauen“ wollte, sondern aus redlichen Gründen konfisziert habe, um die Menschheit vor einer Gefahr zu retten.

„Welche Gefahr?“,  fragte der jüngere der Polizisten. Er wirkte etwas ratlos.

„Handsprechtelefone verbreiten eine Strahlung, die nicht gut für die Menschen sind“, antwortete ich.

Ich wurde aber seltsamerweise aufgefordert, dem Mann das Telefon zurückzugeben, denn ich könne nicht einfach über das Eigentum andere Menschen entscheiden. Nochmals betonte ich, dass es ja kein „Klauen“ gewesen sei, sondern lediglich Selbstverteidigung vor den bösen Strahlen. Die Beamten schienen das amüsant zu finden, denn sie lachten und schüttelten (beinahe mitleidig) die Köpfe.

„Wieder so ein Vogel“,  sagte der ältere von den beiden. Und bevor ich mich versah, packten mich die beiden und nahmen mich mit zur nahe gelegenen Polizeiwache.

Mein Vormund holte mich zwei Stunden später aus der Arrestzelle ab.  Zuerst verstand ich nicht, wieso man mich und nicht den aggressiven „Handy“-Besitzer eingesperrt hatte, kam dann aber zu dem Schluss, dass es vielleicht doch der bessere Weg sei, die Menschen stets freundlich und sachlich darauf hinzuweisen, dass sogenannte „Handys“ (neuerdings sagt man wohl auch „Smartphone“ zu diesen unnützen Geräten) gefährliche Strahlen aussenden. Seitdem versuchte ich meinen Willen ausschließlich mithilfe von Argumenten durchzusetzen – nur in einem Gespräch kann man Menschen überzeugen!

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angelverbot

Wer Fischlein tötet, nur weil er dies als „entspannend“ empfindet, ist unredlich und außerdem seelisch krank!

Liebe redliche Mitmenschen,

heute möchte ich Ihnen von einem Abenteuer berichten, welches ich vor rund 14 Jahren erlebte und an das ich oft und gern zurückdenke. Solch aufregende Dinge wären heutzutage nichts mehr für mich, da ich einfach nicht mehr sportlich genug bin … und natürlich auch viel zu ernsthaft.

Anfang Juli 2000, als ich mit meinem Nachbar Herrn Appel an einem Fluss spazieren ging, sahen wir dort einen Angler sitzen. Mir kam sofort in den Sinn, dass Angeln kein redlicher Sport ist, da hier unschuldigen Fischlein das Leben genommen wird. Daher entschloss ich mich zu einer Spontanaktion. Ich forderte meinen redlichen Nachbarn auf, Steine ins Wasser zu werfen, um die Fische zu warnen und zur Flucht zu bewegen. Ich versteckte mich hinter einem Gebüsch und hörte deutlich, wie die Steinchen ins Wasser platschten. Der Angler wurde auch gleich aufmerksam. Er legte seine Angel neben sich, stand von seinem Stuhl auf und beschimpfte den mutigen Herrn Appel: er solle damit aufhören, Steine ins Wasser zu werfen. Natürlich hörte er nicht damit auf.

Der Angler ging mit geballten Fäusten auf Herrn Appel zu. In diesem Moment sprang ich aus meinem Versteck, rannte zur Angel und warf diese ins Wasser. Den Eimer, der danebenstand, und der Klappstuhl des Anglers landeten ebenfalls im Fluss. Der bösartige Tierquäler war daraufhin völlig irritiert, und Herr Appel und ich nutzten den günstigen Augenblick, um schnell wegzulaufen.

So konnten wir einigen Fischlein das Leben retten. Es war ein schöner Tag!

Mit redlichen Grüßen
Ihr Johannes Kaplan

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blasende_frauen

Wer ein redliches Instrument beherrscht, braucht sich dessen nicht zu schämen!

Am Busbahnhof, in der Nähe des Einkaufszentrums, hatte ich ein Erlebnis, welches mich verwirrte. Dort stehen immer Jugendliche herum, und ohne es zu wollen, bekam ich das Folgende mit. Ein Bursche stieß einen anderen Burschen mit dem Ellenbogen an, dann sagte er zu ihm:

Hey, Alter, guck dir die mal die Schnecke da drüben an! Die kann bestimmt gut blasen.

Während er das sagte, zeigte er auf eine junge Frau, die gerade aus dem Einkaufszentrum gekommen war. Natürlich fand ich es nicht korrekt, dass der Bursche die junge Dame so respektlos als „Schnecke“ tituliert hatte (ein Mensch ist schließlich kein Tier!), aber dennoch war mein Interesse geweckt.

Denn wer gut blasen kann, der beherrscht meist gleich mehrere Blasinstrumente: Klarinette, Querflöte, die große Tuba oder sogar Mundharmonika!

Da es doch schön wäre, wenn ein junger Mensch bei uns im Altenheim ab und zu auf seinem Instrument vorspielen würde – zum Beispiel, während wir Insassen im Gemeinschaftsraum gerade Kamillentee trinken und Vollkornkuchen essen -, ging ich zu der jungen Frau hin.

Ich begrüßte sie freundlich und fragte, welches Instrument sie redlich spielen würde. Sie war etwas überrascht, dass ich sie ansprach … und zu meiner Verwunderung erwiderte sie, dass sie überhaupt kein Instrument beherrsche. Sie besäße lediglich einen „MP3-Player“.

Ich meinte darauf, dass dies nicht sein könne, sie wäre doch bekannt dafür, dass sie gut blasen könne. Alle jungen Männer in der gesamten Umgebung wüssten darüber Bescheid. Daraufhin wurde die junge Dame bösartig und meinte zu mir, dass ich ein „Penner“ sei und abhauen solle.

Diese Reaktion des jungen Fräuleins ist und bleibt mir ein Rätsel. Andere Menschen wären froh, wenn sie Musizieren könnten und damit sogar eine gewisse Berühmtheit erlangt hätten.

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unredliche_friseuse

Weder Stolz, Moral noch Ehre: Viele junge Männer fühlen sich auch noch wohl wenn sie von Friseusen bedient werden, die wie Prostituierte gekleidet sind!

Neulich entschied ich mich, eine Frisurenanstalt aufzusuchen, um mir meine Haare redlich schneiden zu lassen. Als ich an der Reihe war, bat mich eine junge Friseuse, ich möchte doch auf ihrem Frisier-Stuhl Platz nehmen. Ich sah jedoch, dass diese Dame unredlich bekleidet war! Ihr Hemd war so kurz, dass man gar den Bauchnabel sehen konnte, an welchen ein silberner Knopf angebracht war. Ich sagte zu ihr, wenn sie sich jetzt redlich bekleiden würde, würde ich mich gerne von ihr bedienen lassen. Sie fragte, wie ich das meinen würde.

Sie bräuchte nur ein Hemd beziehungsweise einen langen Pullunder anziehen, erwiderte ich, so dass auch der Bauchnabel verdeckt sei. Sie grinste mich an und meinte, ich sei ja ein ganz Lustiger! Sie nahm mich also nicht ernst, was mich derart echauffierte, dass ich mich erst mal an die Wand lehnen musste.

Ich bat sie erneut darum, sich doch bitte redlich zu bekleiden, denn sonst müsste ich diesen unredlichen Ort verlassen. Ein anderer Kunde mischte sich ein und meinte, das junge Fräulein sei doch recht adrett angezogen, und er fragte mich überdies frech, in welchem Jahrhundert ich denn leben würde. Ich war darüber so echauffiert, dass ich laut sagte: „Ich verlasse dieses unredliche Haus!“

Verärgert ging ich ins Alten- und Pflegeheim zurück. Zu Hause musste ich mich erst mal bei einem Glas Wasser entspannen. Sind wir schon so weit, dass unredliche Bekleidung in unserer Gesellschaft als normal angesehen wird? Dass Friseusinnen sich wie Straßenmädchen kleiden?

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brett-vorm-kopf

Jugendliche (wie „Herr Seelenfrost“) haben oftmals ein unredliches Brett vor dem Kopf!

Auf meiner alten Heimseite und in meinem redlichen Forum, das ich um die Jahrtausendwende herum betrieb, fand der geneigte Leser auch meine elektronische Briefanschrift vor. Das hatte einen guten Grund: Rat- und Hilfesuchende sollten sich jederzeit an mich wenden können.

Undankbarer Weise wurde mein freundliches Angebot häufig von Jugendlichen und anderen unredlichen Personen missbraucht. Ich erhielt oftmals elektronische Briefe mit frechem und besserwisserischem Inhalt, was allerdings nicht schlimm war: Bewiesen mir solche Mitteilungen doch, dass ich ein guter Mensch bin, und wie wichtig es ist, sich im Internetz für die Redlichkeit einzusetzen.

Bitte überzeugen Sie sich selbst davon, welche Art von Unrat so alles bei mir eintraf:

Geschrieben von „Seelenfrost“ am 10.02.01:

Seid mir gegrüßt.

Nun, habe ich mich gerade auf eure Homepage verirrt.
Eigentlich habe ich die Einstellung, dass man tollerant gegenüber anderen sein sollte. Aber
was auf dieser Homepage zu finden ist der mit abstand das lächerlichste, konservativste und
bescheuerste was ich je gelesen hab. Solche Seite sollten verboten werde und nicht Seiten
diverserer Metalgruppen oder Seiten mit pornografischen Inhalt.

Sich selber nicht angucken. Was soll der Schwachsinn? Mit Badehose und
Gummihandschuhen duschen gehen? Wie soll mich mir dann die verdeckten Körperteile
waschen? Gar nicht?

Taschengeld habe ich bis zum 18 Lebensjahr 50 DM bekommen. Wie soll man mit 13 DM
über die Runden kommen? Sicher man kann arbeiten gehen. Aber 13 DM für einen 17
jährigen Menschen???

Nun sollen also 17 jährige Sonntags mit einem Matrosenanzug und einer Matrosenmütze
rum laufen. Ich frage mich nur warum? Um sich vor anderen Menschen lächerlich zu
machen?
Sonntags um 6.18 Uhr aufstehen? Warum so früh? Warum darf ichmich nicht von einer
anstrengenden Woche voller Arbeit erholen?

Redlich oder nicht? Shit, ich hab sogar nen unredlichen Namen. Wie sicherlich 99 % dieser
Bevölkerung. Ist das eigentlich eine indirekte Kritik an meinen Eltern, dass sie sich nicht für
einen „richtigen“ Namen entschieden haben?

Wer bin ich denn, dass ich durch den Bus laufe und hinter mir her putze? Wofür gibt es
Menschen die dafür bezahlt werden?

2 mal wöchentlich in nen Tierpark rennen? Was wenn ich weder Zeit noch Lust dazu habe?
Bis zum nächsten Zoo muss ich 30 KM fahren. Wie soll bei den Preisen der öffentlichen
Verkehrsmittel ein jugendlich mit gerade mal 9 DM dahin kommen??? Trempen?

Du sagst, dir ist das Alter deiner zukünftigen Frau egal, sie sollte bloß jung sein. Also ist es
dir doch nicht egal. Aber versteh dich schon, wer f. schon gern was altes aufbegrauchtes?
Sie soll arbeiten gehen, damit du ins Internet kannst? Oh, wie kannman nur so eine
bescheuerte Einstellung haben? Kein Wunder das sich Frauen über Männer aufregen.
Aussehen ist auch egal. Hauptsache hübsch. Ha ha, hässlich f. Mann ja cuh nicht gern.
Großzügig und tollerant bist du also? Ich glaube, wenn du das wirklich sein möchtest, solltest
du genau das Gegenteil von dem machen, was du schreibst.

Mehr werde ich zu dieser lächerlichen Seite nicht schreiben.

Nur eins, ich hoffe du wirst niemals eine Frau finden!!! Weiterhin hoffe ich, dass du niemals
ein Kind bekommen wirst, dass sich deiner Qual aussetzen muss.

Seelenfrost

PS: du bist sicher kein Vorbild

frieda

Als Fräulein Frieda mit der Aufforderung konfrontiert wurde, sich in der Schule und gegenüber alten Leuten anständig zu benehmen, wurde sie fuchsteufelswild.

Dann meldete sich eine junge Dame bei mir, die vor Zorn offensichtlich ganz durcheinander war:

Geschrieben von Frieda drexhage am 26.01.01:

sind sie eigentlich noch ganz bei trost???
So was bescheuertes habe ich in meinem ganzen Leben
noch nicht gelesen!
Glauben sie im ernst das sie so ne Frau bekommen??
Sie leben echt noch im Mitellalter!
Sie sind bestimmt geisteskrank.

Geschrieben von Frieda drexhage am 27.01.01:

VEDAMMT nun antworten sie mal, oder ist das auch
unredlich *lol* ????
Ihre Art über Frauen zu reden ist doch das letzte, ich
sage ihnen sie werden nie eine finden!!
Sie sind doch der unredlichste Mensch auf dieser Welt,
allein schon das sie in ein Einkaufzentrum gehen und
den Menschen dort die Handy klauen grenzt doch schon
an unverschämtheit! Oder die Sache das sie
Verhütungmittel verbieten wollen!! SIND SIE NOCH GANZ
BEI TROST???????

antworten sie endlich!

Frieda wartet, wie Sie sich sicher schon gedacht haben, heute noch auf  eine Antwort.

Sauf-DW-Vermischtes-Muenchen

Jugendliche „Komasäufer“ (wie beispielsweise Herr „Foxbroker“) schreiben gern freche elektronische Briefe!

Die meisten Jugendlichen sprechen bekanntermaßen nicht richtig Deutsch … und Englisch können sie schon gar nicht. Trotzdem geben sich diese Dummköpfe selbst gern einen ausländischen Namen, so wie der Knabe „Foxbroker“:

Geschrieben von Foxbroker am 19.01.01:

Ich habe mich gerade auf Ihrer ach so redlichen „Heimseite“ umgesehen und stelle fest, daß man Sie (bitte akzeptieren Sie meine Meinung) wohl nicht ganz zu unrecht entmündigt hat.

Wie kann ein einzelner Mensch so viel Unsinn verbreiten ??? Sicher, jedem sei seine Meinung freigestellt, aber was sie da auf Ihrer „Heimseite“ publizieren kann wohl nicht ihr Ernst sein.

Handy`s verbraten die Gehirnzellen ??? Woher haben Sie diesen Schwachsinn ? Ich habe mich selbst beruflich umfassend mit dem Thema Handy-Strahlung beschäftigt und kann Ihnen daher mitteilen, daß Handys keineswegs Hirnzellen verbraten.

Auch Ihre Meinungen zu Sexualität kann ich nicht teilen. Dies ist wohl die natürlichste Sache der Welt. Verteufeln Sie eigentlich auch Ihre Eltern, weil diese SIE durch einen „Akt der Unreinheit“ gezeugt haben ???

Vielleicht sollten Sie in Zukunft genauer über die Worte nachdenken, die Sie im Internet publizieren. Jugendliche und Kinder, die bekanntlicherweise auch Internetuser sind, könnten durch Ihren „Schwachsinn“ (Entschuldigung, aber dies ist meine freie Meinung) in Ihrer Entwicklung empfindlich gestört werden.

So long

Foxbroker

unredlicher_jugendlicher

Sport, kalte Duschen und höhere Mathematik würden den Strolch Mario Scheucher schnell auf andere Gedanken bringen!

Dieses Exemplar gibt ganz offen zu, dass es sich sogenannte Sexualfilme ansieht und dabei abscheuliche Handlungen an seinem unredlichen Körper ausführt:

Geschrieben von Mario Scheucher am 17.01.01:

Grüß Gott, dem naiven Kaplan

ich, ein unredlicher jugendlicher hat von ihrer interessanten homepage
erfahren und mußte sie gleich besuchen. das erste was mir an ihrer homepage
aufgefallen ist, ist das unredliche nicht zu sagen stümperhafte wort internetz.
über diese peinlichkeit kann ich noch hinweg sehen, aber was ich dann
gesehen habe war vertrottelt, sprich unredlich. Ihre idealvorstellung von einer
frau ist schlicht und einfach … ihre restlichen erlebnisse, die wie sie
sagen unredlich sind, sind für mich naiv. nur 5 jahrige wissen nicht was zb.
ein blasmund ist. Für sie, natürlich nur redlich gesprochen, bedeutet dies,
dass diese Frau einen das gehirn durch den schw. lutschen kann. auch ihre
einstellung zu Autos. sie müssen zugeben das unredliche autos von menschen
erfunden worden sind. da menschen von gott, der wohl redlich ist, erschaffen
wurde d. h. das alle menschen und ihre erfindungen redlich sind. auch fahren
autos keine menschen tot sondern menschen fahren mit dem auto in den tot.
auch ihre „redliche“ aktion mit den autoreifen, wo sie sich ja gekonnt mit
einer !lüge! aus der patsche geholfen haben, ist meiner meinung nach schlicht
und einfrach redlich feig. wenn ich dazu stehe, stehe ich dazu und nimm die
schuld auf mich und bezahle denn schaden. da sie sich aber hinter ihrer
redlichkeit verbergen kann man sowas von ihnen nicht erwarten. nun zum Hallenbad
erlebnis. das sich menschen in der öffentlichkeit nackt zeigen ist nichts
neues, sondern schon ca 100 jahre alt. Noch zu ihrer aussage, das man sich zu
hause mit der badehose duscht, ist natürlich klar.
wenn sie wirklich mit einer badehose duschen, schlage ich ihnen vor die
badehose auszuziehen und sich samt ihrer schmutzwäsche, wahrscheinlich
besitzten sie nur redliche saubere wäsche, in die waschmaschine setzen und sich
waschen. doch das wollen wir ja nicht der armen waschmaschine antun.
Um nun diesen elektrischen Brief, der eigentlich elektronischer Brief
heißt (ist ja unredlich), zum Ende gelangen, würde mir wirklich interessieren
wie man nur im 21 Jahrhundert leben kann und denkt das wäre die Steinzeit
(auch die waren nicht so naiv). ich erwarte eine interessante und hoffentlich
redliche antwort auf diesen elektronischen Brief

ein unredlicher Jugendlicher, der Auto fährt, sich nackt duscht und auch
schon mehrmals einen pornofilm gesehen hat und sich dabei einen runterg.
hat (ist unredlich, ich weiß)

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wuppertal_eisenbahn

Wer hätte gedacht, dass in der Eisenbahn nach Wuppertal derart schreckliche Dinge geschehen können?

Die Direktion des Alten- und Pflegeheims, in dem ich meinen Lebensabend verbringe, verleiht jedes Jahr im Juli jeweils drei „Goldene Medaillen“ an jene Heimbewohner, die wegen besonders guter Führung angenehm aufgefallen sind.

Es ist wohl überflüssig zu erwähnen, dass ich regelmäßig Träger einer solchen Auszeichnung bin. Dieses Jahr war ich etwas verwundert, weil auch Herr Göllner – der den Lesern meines Blogs kein Unbekannter ist – geehrt wurde. Zweifellos erhielt der Halunke die Medaille aufgrund von Bestechung oder einer anderen liederlichen Handlungsweise. Die dritte Preisträgerin war Frau Werner, eine schweigsame Witwe, die lange Zeit verdächtigt wurde, den eigenen Mann vergiftet zu haben. Das Verfahren wurde seinerzeit wegen Mangels an Beweisen eingestellt.

Letzten Samstag fuhren Frau Werner, Herr Göllner und ich mit der Eisenbahn nach Wuppertal, dort sollte es im Stadtpark das Freiluftkonzert eines Kammerorchesters geben, und zwar in D-Dur. Das war eine zusätzliche Belohnung, die sich Oberschwester Olga für uns drei ausgedacht hatte, und sicherheitshalber fuhr sie auch gleich mit.

stadtpark_wuppertal

Im Wuppertaler Stadtpark ist es im Sommer herrlich grün. Außerdem finden dort häufig schöne Konzerte statt.

Frau Werner und Herr Göllner schliefen sofort ein, als sich der Zug in Bewegung setzte. Oberschwester Olga war in die „Prawda“, ihre Lieblingszeitung, vertieft. Mein Blick fiel auf einen Jugendlichen, der mir schräg gegenübersaß und aufgeregt in ein Handtelefon hineinsprach. Ich erhob mich und forderte ihn auf, dies unverzüglich zu unterlassen, da „Handy“-Strahlen nicht gut für die Menschen sind. Er schaute auf und sagte in unfreundlichem Ton: „Ey Alter, setz dich wieder hin!“  – und telefonierte unbeirrt weiter.

jugendlicher_deppenmuetze

Jugendliche, die eine Narrenkappe (unlöblich: Basecap) tragen, demonstrieren damit ihre Dummheit. Außerdem sind sie aggressiv.

Seine Freunde, die bei ihm saßen, lachten laut. Es waren so Jugendliche, die neumodische Narrenkappen auf dem Kopf hatten und seltsame Hosen trugen. Nassforsch riss ich dem Kerl das Telefon aus der Hand und erklärte, dass seine Eltern den Apparat bei mir abholen könnten.

„N‘ Rad ab, oder was? Telefon her, du Spacko!“,  beschimpfte mich der bösartige Jugendliche daraufhin. Die anderen Leute im Zug wurden auch schon aufmerksam und hatten seltsamer Weise kein Verständnis dafür, dass ich für Redlichkeit sorgte. Da ich mich so alleingelassen fühlte, fing mein Körper heftig an zu zittern. Ich schlug wild um mich und schrie sehr laut. Das Telefon hielt ich die ganze Zeit über aber schön in der rechten Hand fest.

Nun erst blickte Oberschwester Olga von ihrer Zeitung auf. Sie legte sie beiseite und kam herbei, um mich am Oberarm festzuhalten. „Komm, Johannes, jetzt nimmst du eine Tablette!“

„Wieso denn?“, fragte ich unschuldig und umklammerte das „Handy“ noch fester.

Herr Göllner war ebenfalls munter geworden. Er rief der Oberschwester zu, dass ich „mal wieder durchgedreht“ sei und dem „netten jungen Burschen“ das Telefon aus der Hand gerissen hätte. Herr Göllner ist ein ganz bösartiger Mann. Er hetzt immer die anderen Heimbewohner und das Personal gegen mich auf.

Oberschwester Olga steckte mir mit ihren Wurstfingern eine Diazepam-Tablette (50 mg) in den Mund, die ich ohne nachzudenken hinunterschluckte. Sie meinte, gleich würde es mir bessergehen, nun solle ich dem Jugendlichen doch das „Handy“ wiedergeben. Noch immer erbost schüttelte ich den Kopf.

handy_im_zug

„Handys“ haben in Zügen nichts verloren.

„Da! Er hält das Handy in der rechten Hand!“, petzte Herr Göllner, woraufhin Oberschwester Olga versuchte, mir das unredliche Gerät zu entreißen. Ich war so zornig, dass ich die Notbremse ziehen wollte, doch das Diazepam begann zu wirken und angenehme Wärme und Leichtigkeit breitete sich in meinem Körper aus. Ich grinste vor mich hin, machte aber immer noch keine Anstalten, das Handy loszulassen.

Da wurde auch Frau Werner frech! Sie meinte, dass man das alles nachher dem Oberarzt erzählen müsse. Oberschwester Olga nickte mit dem Kopf und meinte, das wäre eine gute Idee. Auf meine Frage, ob ich dann in die geschlossene Abteilung käme, bekam ich die Antwort, dass dies sehr gut sein könne. Auch hatte ich die Befürchtung, dass man mir die Ehrenmedaille wieder abnehmen könnte. Unter diesem enormen Druck gab ich nach und händigte dem unredlichen Jugendlichen das Telefon aus, aber mit dem energischen Hinweis, dass er es nur im Notfall benutzen dürfe. Frech antwortete er, dass er damit machen könne was er wolle, und die Jugendlichen fingen an zu grölen und klatschten. Oberschwester Olga sagte mir, dass für mich heute „der Ofen aus“ sei und sie bei nächster Gelegenheit mit mir ins Heim zurückfahren wolle – was sie dann auch tat.

Herr Göllner und Frau Werner hingegen durften allein zum Konzert gehen … und sogar ohne eine Schwester oder einen Pfleger mit dem Zug wieder heimfahren.

Dieser Tag wer sehr schrecklich!

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ketchup_kaplan

Nur mithilfe einer raffinierten Konstruktion vermochte ich es, die Flasche auf meinem Kopf auszubalancieren!

Von der Heimleitung erhalten wir Bewohner regelmäßig Taschengeld. Neulich stellte ich fest, dass ich von der letzten Auszahlung noch etwas übrig hatte:  5 EUR befanden sich in meiner Geldbörse!

Über diese große Summe war ich sehr erfreut und dachte mir, dass ich mir ja mal wieder eine Flasche Tomatentunke (fälschlicherweise oft als „Ketchup“ bezeichnet) kaufen könne. Gesagt – getan!

Als ich zum Flur hinausging, öffnete nebenan der bösartige Herr Göllner seine Tür und rief mir zu: „Wollen Sie wieder Unsinn anstellen? Meine Tochter kommt gleich mit ihren Kindern. Also benehmen Sie sich gefälligst anständig, Sie alter Narr!“

Ich antwortete ihm aber nicht, sondern ignorierte seine unverschämte Äußerung. Im Supermarkt angekommen, kaufte ich mir eine Flasche Tomatentunke zu 0,99 EUR. Nun eilte ich schnell  zurück ins Pflegeheim, um mich an meiner Anschaffung redlich zu erquicken.

Vor Freude war ich richtig aufgeregt! Auf der Rückseite der Flasche las ich:

„Flasche bitte auf den Kopf stellen!“

Ich stellte diese auf meinen Kopf, so wie es in der Anweisung stand. Ich hatte aber Probleme, die Flasche auf meinem Kopf zu behalten, weil sie immer wieder runterfiel. Da ich handwerklich begabt bin, bastelte ich mir eine kleine Halterung, damit die Flasche auf meinen Kopf stehenbleiben konnte. Diese Halterung funktionierte wunderbar!

So saß ich dann in meinem Zimmer, mit der Flasche auf dem Kopf. Es klopfte an der Türe. Ich öffnete diese und es standen die beiden Enkelkinder des Herrn Göllner vor mir. Hatte der dreiste Kerl also tatsächlich Besuch von seiner Mischpoke bekommen!

Unverständlicherweise fingen die Kinder zu lachen an und fragten frech: „Opa, was hast du denn da auf dem Kopf?“

Ich erwiderte, es sei eine Flasche mit Tomatentunke und diese müsse man auf dem Kopf stellen, da dies die Gebrauchsanweisung redlich vorschreiben würde.

„Oh, bist du blöde!“, riefen sie mir zu und rannten lachend weg. Na ja, von der Brut des Herrn Göllner kann man kein gutes Benehmen erwarten.

flasche_ketchup

Stellen Sie sich vor, die Tomatentunke wäre ausgelaufen und hätte mein Haupthaar beschmutzt!

Dass die Flasche auf meinem Kopf war, fand ich unpraktisch, und ich rief per Haustelefon Oberschwester Olga an, um sie redlich um Rat zu fragen, ob ich die Flasche nicht mal wenigstens für kurze Zeit vom Kopf nehmen könne.

Sie meinte zu mir: „Ach Johannes, du machst uns immer wieder neue Sorgen. Wenn auf der Packung steht, dass man die Flasche auf den Kopf stellen soll, dann ist damit gemeint, dass du die Flasche verkehrtherum, also mit der Öffnung nach unten auf den Tisch bzw. in den Schrank stellen sollst!“

Über diese Erkenntnis war ich sehr erstaunt … aber auch erleichtert, dass ich nun die Flasche von meinem Kopf nehmen konnte.

Merken Sie sich also, liebe Leserin, lieber Leser: Wenn auf einer Packung steht: „Bitte auf den Kopf stellen!“, dann ist damit NICHT gemeint, dass Sie diese auf IHREN Kopf stellen, sondern die Flasche, Tube usw. mit der Öffnung nach UNTEN auf eine Ablage stellen.

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Die Flasche hätte genauso gut zu Boden fallen und dort ein Malheur anrichten können!

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Viele Eltern wissen nicht, welchen Namen sie ihrem Kindelein geben sollen, welches bald das Licht der Erde erblicken wird. Der Name eines Menschen ist sehr wichtig. Diesen hört er ein Leben lang, und daher hat der Name auch Einfluss auf die Charakterbildung des Menschen.

Folglich ist die richtige Wahl von höchster Bedeutung! Entscheiden Sie sich für einen redlichen Namen, denn dieser legt den „Nährboden“ zur Redlichkeit an. Verstehen Sie mich richtig: Ein Kind mit einem redlichen Namen wird dadurch nicht automatisch ein guter Mensch, aber man begünstigt die Veranlagung zur Redlichkeit, Keuschheit und Züchtigkeit!

Redliche Namen für das Mädchen

madel

Redliche Namen für den Buben

bub

Adelgard Abraham, Amalius
Baldegunde Borkward
Christelrose Chrysostomus
Delphine Dietram
Edeltraud, Esmeralda Eligius, Engelbert
Friederike Frohmut, Frommhold
Gunthilde Giselmund
Hildburg Huschke
Isentraud Ignatius
Johanna Johannes, Jonathan
Kunigunde Kornelius
Lutigard Liebward
Manfreda Mortimer
Notburga Nathan, Nikolaus, Notker
Oktavia Oswald
Phöbe, Prudentia Protasius
Rosmarie Raf(f)ael, Rigobert
Schwanhilde Siegwald
Treudelinde Theobald
Udalberta Uthelm
Volkerdine Volhard
Wemkelina Wendelin
Xaverine Xaverius
Yolanda York
Zalona Zyriakus

Natürlich ist diese Liste nicht vollständig. Das kann und soll sie nicht sein. Sie dient als Richtlinie.

Die Namen wurden vom Weltredlichkeitskongress sowie der FRK ausgewählt und genehmigt.

Vergessen Sie aber eines nicht: Die Wahl des Namens für Ihr Kind obliegt Ihnen selbst!

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